Verein

Was war das für ein Wochenende?
Nachdem sich mein Ziel, in der Heimatstadt einen Ironman zu absolvieren, mit der Absage des IM70.3 Dresden in Luft aufgelöst hatte, wollte ich meine Zeit und Kraft nicht umsonst investiert haben. Also entschloss ich mich noch am Tag der Absage dafür mich zum IRONMAN 70.3 Erkner umzumelden. Auch Dürt, die in Dresden starten wollte, konnte ich mit der Erkner-Idee infizieren. Sie meldete sich kurzerhand auch um. Nun galt es, das Trainingpensum noch knapp 1,5 Monate länger hochzuhalten.
Gestern war es soweit. Um 8:34 Uhr durfte ich ins 19,1° „warme“ Wasser springen. Dafür, dass ich erst seit Januar weiß wie man in der Theorie richtig krault, bin ich sehr zufrieden mit meinem zeitlichen Ergebnis. Dank des Leih-Neos von Reiner hatte ich auch den nötigen Auftrieb um mich mehr auf den Vortrieb zu konzentrieren.
Die 2. Disziplin startete stark (Dachte ich). Als ich am Wendepunkt bei etwa 40km einen Durchschnitt von beinahe 36km/h draufhatte, wollte ich so weitermachen und hatte mir im Kopf ausgerechnet, dass die 5 Stunden-Marke realistisch ist. Also weiter gepresst.
Nach der 2. Wendestelle bei etwa 70km kam dann aber bald der Hammer. Ich kam nicht mehr auf die Durchschnittsgeschwindigkeit und so langsam begannen auch die ersten Muskeln ihren Anspruch auf Ruhe zum Ausdruck zu bringen.
Keine Chance. Es galt noch einen Halbmarathon zu absolvieren. Also bereits etwas angeschlagen runter vom Rad in die 3. Disziplin.
Ich wusste, dass ich nach dem Rad meist zu schnell loslaufe, da die Beinchen noch wissen was zu tun ist. Also mit angezogener Handbremse T2 verlassen. Mir war bereits klar, dass eine 5h Zielzeit lange nicht mehr realistisch war. Also Ruhe bewahren. Das eigentliche Ziel war immer 5:30h. Ich hatte viiieeel Luft um das zu erreichen. Also koninuierlich gelaufen. Verpflegungsstellen voll ausgeschöpft und auch mal gehend Apfel gegessen.
In der 3. Laufrunde, auf den letzten 5km dann kam das „Runnershigh“. Ich wusste, jetzt geht’s nur noch zum Ziel. Also nochmal die Beine in die Hand genommen. Gehende Läufer motiviert noch bisschen durchzuhalten, Jubelnde Familien an ihren Einfahrten sowie jeglichen Helfern gedankt und mit Schwung zum Sportzentrum Erkner zurück. Vorm Stadion dann noch eine Gruppe von 3 Läufern überholt. Nun war vor mir Platz damit es auch ein schönes Zielfoto wird. 🙃 Zu meiner großen Überraschung stand mein Onkel Axel noch an der Ziellinie und hat mich mit Schwung ins Ziel geschickt.
Besonderer Dank geht nochmal an Reiner der mich seit Dezember mit Trainingsplan, Schwimmtraining und wertvollen Tipps begleitet hat.
Ich danke auch meiner Familie und meinen Freunden die mir den Rücken freigehalten haben und mir die nötige Kraft mit auf den Weg gegeben haben. Willensstärke ist der wichtigste Faktor und die bekomme ich durch eure Unterstützung.
Danke auch an Sandra und Torsten für das spontane Anfeuernkommen. Ihr habt mir auf der Rad- und Laufstrecke den nötigen Vorschub gegeben.
Last but not least ein großes Dankeschön an Katja und ihre Familie. Campingnachbarn, Mitleidende, Fotografen. Unsere Gruppendynamik hat das Wochenende zu einem besonderen gemacht. Ich danke euch für eure wundervolle Art. Wir waren ein super Team….in Duisburg😂😂 (insider)

 



Durch einen glücklichen Umstand erfuhr ich von dem Schwimmen in Limbach-Oberfrohna. 24 Stunden in auf einer 25 m-Bahn. 10.000 m am Stück stehen immer noch auf meiner To-Do Liste. Hier wollte und konnte ich mich weiter ein Stück rantasten. Die Taktik war klar: 50 m Brust / 50 m Kraul. Alle 30 Minuten eine GU-Gel Pause und schauen was geht. Entweder vor dem Spätdienst oder nach dem Frühdienst war mein Zeitfenster. Die Entscheidung nahm mir mein Küchenchef ab.
Aktuell war dann Spätdienst am 10.09. im Kahnaletto angesagt. Daher war ich 10:00 Uhr pünktlich zum Start der Veranstaltung in Limbach-Oberfrohna.

Ein Foto mit dem Maskottchen gemacht, Bahn ausgesucht und los ging es. Ich kam gut in meinen Rhythmus rein. 28 °C Wassertemperatur – nicht unbedingt meine Temperatur aber man gewöhnt sich dran. Meine Mitschwimmer auf Bahn 4 waren fulminant, super sportlich fair. Es war grandios. Keiner hat gedrängelt oder gerempelt. Vom normalen Training kennt es man es anders. Hier war es so, wie es eigentlich sein sollte. Nach dem Mittag ein Schwimmer mit Handicap auf der Bahn. Er schwamm mittig und sehr ruhig. Er wurde integriert, es war ein Fest. Da wurde halt rechts überholt. Dann rollte ein ICE mit angehenden Jungprofis an und über mich. Alles super sportlich fair. Am Ende jeder Bahn stellte ich mich hinten an und war weiter Teil des Wettkampfs. Überholen konnte und durfte ich auch ab und zu. Ich habe mich getraut, bei Gegenverkehr zu überholen. Im regulären Training machte ich das nicht. So verging die Zeit. Nach jeder halben Stunde raus aus dem Wasser und GU-Gel verzehrt. 13:00 Uhr kam der Mann mit dem Schwimmhammer. Die Anstrengung machte sich bemerkbar. Aber nö – aufhören wollte ich noch nicht. 4 h Schwimmzeit hatte ich mir vorgenommen. So ging es wieder auf meiner Bahn Nr. 4. Am Ende der Bahn wurde manuell gezählt. Das fand ich sehr gut. Mit meiner Garmin Uhr bin ich sonst sehr zufrieden. Bei der Anzahl der Bahnen, da zählt die Uhr anders. Zumal ich nach jeder zweiten Bahn den Schwimmstil wechselte. Meine Pausen habe ich rausgestoppt. Aus Rücksicht vor meiner Arbeit und dem Verkehr auf der Autobahn habe ich 14: 30 Uhr meinen Versuch beendet. In Ruhe angezogen, Teilnehmerurkunde abgeholt und ab ins Auto. In der Stadt Dresden warteten die Straßensperrungen zum Frauenlauf noch auf mich. Mit kleinem Umweg erreichte ich rechtzeitig das Terrassenufer. Vom Schwimmen taten mir die Oberarme etwas weh, sonst hatte ich es gut überstanden. Am 2. oder 3. Wochenende im September 2023 bin ich sicher wieder in Limbach-Oberfrohna beim 24 Stunden Schwimmen dabei. Großen Dank an die Organisation, die Leute bei der Anmeldung und Respekt an die Zähler der Bahnen. Das war sicher keine einfache Aufgabe bei der Vielzahl der Schwimmer.



Über einen Monat zu Hause und doch noch nicht wirklich angekommen…Achtung es ist etwas länger geworden…520 km in 10 Tagen erfasst man nicht in wenigen Worten😅
Nach meiner Teilnahme am Ultra Afrika Race in Mosambik standen die 520 km bei The Track in Namibia zur Debatte. Da ich wusste, wie sich 520 km anfühlen und ich dieses Mal alleine starten werde, habe ich ziemlich lange gezögert. Zum Geburtstag eines lieben Freundes und Helfer des Veranstalters, der leider kurz nach Mosambik verstorben ist, habe ich mich dann angemeldet. Eigentlich wäre er als Helfer wieder vor Ort gewesen und wir haben uns auf ein Wiedersehen sehr gefreut. Ich wollte ihm diesen Lauf widmen und ihm so die letzte Ehre erweisen und Abschied nehmen.
Jetzt ging es wieder los…Training mit Rucksack, Verpflegung und Ausrüstung optimieren und teilweise neu beschaffen. Mich werden Temperaturschwankungen von über 30 Grad erwarten. Sprich in der Nacht kann es schon empfindlich kalt bis ca. 0 Grad werden. Mein Vorteil allerdings, dass ich ja erst im November den Etappenlauf in Mosambik absolviert habe und somit die Routine und nun schon bessere Erfahrung vorhanden war. Auch das Packen des Rucksackes für den Flug war nun schon etwas leichter. Es musste alles Wichtige an der Pflichtausrüstung und Verpflegung ins Handgepäck. Die Laufschuhe bereits angezogen und sehr unspektakulär ging es relativ zeitig mit der Bahn nach Frankfurt…man weiß bei der Bahn ja nie…und dann im Direktflug nach Windhoek. Da wir Starter ja fast alle mit dem Rucksack am Flughafen stehen, habe ich in Windhoek dann gleich Marco Jaeggi und Pedro Vera entdeckt. Wir haben uns das Taxi geteilt und los ging es Richtung Innenstadt.
Im Hotel angekommen musste ich erst einmal die Verpflegung von den großen Beuteln in kleine Zipperbeutel verteilen. Und wieder sah es aus wie in einer Drogenbude🙈 An meiner Verpflegung habe ich dieses Mal einiges Verändert. Weniger Tailwind, dafür mehr unterschiedliche Riegel, Nüsse, Cranberrys, als Recover Cellamino von Cellagon, für jeden Tag ein Quetschie und veganes „Trockenfleisch“. In die Wasserflaschen zusätzlich meine tägliche Portion t.go von Cellagon, Teebeutel für kalten Tee und Zitronenpulver. Den Nachmittag habe ich noch für einen kleinen Rundgang in der näheren Umgebung genutzt. Am Abend erst gemeinsam mit Marco und Brigid Wefelnberg und anschließend noch mit dem gesamten Team von Canal Aventure ausklingen lassen. Groß war die Freude alle wieder zu sehen.
Am nächsten Tag ging es dann mit einem großen Geländebus in die Wüste, Reifenpanne inclusive. Unser erstes Camp lag wunderschön gelegen direkt im bzw. am Rande des Moon Valley. Wir wurden in die Zelte aufgeteilt und ich war mir gar nicht bewusst, dass ich einen Luxusurlaub gebucht habe…ich habe ein Zelt für mich alleine. Somit konnte ich mich immer richtig ausbreiten und alles geordnet im Zelt verteilen. Ziemlich schnell haben wir Besuch von einem Dikdik bekommen. Das sieht ähnlich aus wie ein Reh und ist eine afrikanische Zwergantilope. Das weibliche Tier war sehr zutraulich, hat sich sogar Äpfel aus den Zelten geholt und hat es hauptsächlich auf die Männer abgesehen. Die haben schon einmal blaue Flecken bekommen. Der erste Sonnenuntergang und endlich die erste Nacht…und dass bei Vollmond und einem schon sehr beindruckenden Sternenhimmel. Durch den Mond war es so hell, ich brauchte keine Stirnlampe, wenn ich auf Toilette musste. Und so wie jede Nacht habe ich dann immer ganz lange dagestanden und einfach den Himmel bewundert. Das sind Momente, auf die ich mich vorher schon so sehr freue. Unser Dikdik hat es sich im Kreis unserer Zelte gemütlich gemacht und geschlafen. Für mich so unvergessliche Augenblicke. Genau davon zehre ich zu Hause oder auch beim Lauf, wenn das unvermeidliche Tief kommt. Am Dienstag dann der Check der Ausrüstung und der Medizincheck. Da ich die vorletzte Startnummer habe, komme ich erst später dran und habe noch etwas Zeit meinen Rucksack zu optimieren und mich von einigen Dingen zu trennen, auf die ich verzichten kann. Naja viel hat man ja sowieso nicht dabei. Also von dem wenigen noch weniger. Von den Zippbeuteln die Zipper abgeschnitten und dafür mit Klebeband zugeklebt. Die Fertignahrung in dünne Beutel umgefüllt, eine Wasserflasche abgeschnitten und als Schüssel genutzt. Einige Dinge habe ich von Marco abgeschaut und für gut befunden. Er hat mich sehr unterstützt und mit einigen Utensilien ausgeholfen. Und so hat mein Rucksack ein Gewicht von ca. 8,2 kg. Beim Lauf muss man dann noch 2 Liter Wasser dazurechnen. Ab jetzt hat man wirklich nur noch den Laufrucksack mit all seiner Pflichtausrüstung zur Verfügung. Das Handy habe ich schon in Windhoek ausgestellt. Also wirklich komplett abgeschnitten von der Außenwelt. Ich konzentriere mich nur noch auf den Lauf mit all seinen Teilnehmern und Helfern, die Landschaft und mich selbst. Am Abend das Briefing, die letzte gestellte Mahlzeit vom Veranstalter. Ab jetzt wird es ernst.
Der Morgen beginnt eigentlich immer gleich. Obwohl ich keinen Wecker habe, bin ich immer rechtzeitig ca. 2 Stunden vor Start munter. Irgendwie funktioniert das sehr gut, obwohl wir schon sehr zeitig aufstehen müssen. Aber es ist immer jemand munter und wuselt im Camp umher, so dass man automatisch auch munter wird. Da ich ja die Luxusvariante habe, konnte ich meine Sachen wirklich richtig schön ausgebreitet im Zelt bereitlegen und somit war das Packen auch viel einfacher. Früh war es meistens noch empfindlich kalt und so bin ich mit dem Schlafsack um die Beine im Zelt langgerobbt und habe alles erledigt. Zuerst das Wasser kochen, Tee und Porridge aufgießen, die ersten Sachen im Rucksack verstauen, Essen, Laufsachen anziehen, die restlichen Sachen in den Rucksack…den Schlafsack in den winzigen Beutel stopfen für mich immer wieder eine Herausforderung…Sonnencreme auftragen, Wasser fassen und ab an die Startlinie. Are you happy? Are you ready? Are you crazy? Yes, Yes, Yes😊 Auch wenn ich seit Australien viele Läufe absolviert habe, für mich immer wieder der schönste Start. Ich brauche keine laute Musik, tobende Menschen. Irgendwie hat sich das total geändert. Für mich ein Gefühl des nach Hause kommen.
Heute (1. Etappe) stehen die ersten 37 km auf dem Plan. Als wir starten, ist der Himmel noch etwas bedeckt und sehr angenehm. Aber später wird es dann, wie eigentlich jeden Tag, sehr heiß. Aber das weiß ich ja vorher, wenn ich in der Wüste laufen will. Wir laufen durch das Moon Valley eine traumhaft schöne Mondlandschaft. Ich bin total begeistert, könnte eigentlich immer wieder stehen bleiben und Fotos mit der kleinen Kamera. Jérôme hat uns hier Affen versprochen. Leider sehe ich keine, höre nur deren Geräusche. Wen ich allerdings sehe ist Brigid vor mir. Sie ist eigentlich immer in Reichweite. Wenn ich aber wieder einmal ein Foto mache oder auf Toilette muss, war sie wieder etwas weiter weg. Ursprünglich war mein Plan für die Tage mit Freude bis ins Ziel laufen. An eine Platzierung habe ich absolut nicht gedacht. Jetzt, wo Brigid so unmittelbar vor mir war, kam dann doch etwas der Ehrgeiz durch wenigstens eine Etappe zu gewinnen. Wenn ich laufen konnte, war ich schneller als Brigid und so konnte ich dann auch tatsächlich an ihr vorbeilaufen. Da es aber immer wärmer wurde und ich mein Wasser in die vorderen Trinkflaschen umfüllen musste…ohne Wasser wollte ich nicht die letzten paar Kilometer laufen…war sie wieder an mir vorbei. Also wieder die Beine in die Hand und los. Letztendlich bin ich wenige Minuten vor ihr durchs Ziel. Ich war total happy. Jérôme meinte noch, dass ist die erste Etappe und hat nichts zu sagen. Ja das wusste ich und eigentlich hatte ich eher Angst, mich schon am ersten Tag verausgabt zu haben…aber eine Etappe bei so einem Etappenlauf als erste Frau zu finishen…das war schon einmal richtig gigantisch und kann mir auch niemand mehr nehmen. Das Camp lag wunderschön und gemeinsam mit Marco Jaeggi und Rene Städler haben wir den Nachmittag verbracht und Kaffee getrunken. Wir waren alle mit unseren ersten Tag zufrieden und konnten einfach nur genießen. Auch die Tage nach der Ankunft verlaufen immer gleich…Wasser fassen, Recover trinken, Rucksack auspacken, Kaffee trinken…der Instantkaffee löst sich auch im kalten Wasser auf😊, die Zeit mit den anderen Läufern genießen, die Füße verarzten lassen, Körperpflege so gut es geht, Wasser kochen, Abendessen, Briefing, etwas Dehnung, nochmals Wasser fassen und meistens waren wir gegen 19.30 Uhr schon wieder im Bett. Und in der Nacht immer wieder dieser einmalige Sternenhimmel. Da wir jetzt wirklich außerhalb jeglicher Lichtquellen waren, wurde er gefühlt von Tag zu Tag immer intensiver.
Für die 2. Etappe über 70. Km wurden wir in Startwellen eingeteilt. Ich war in der ersten Gruppe. Als erstes wurden wir ca. 6 km zurück auf eine breite Schotterpiste gefahren. Dort war pünktlich 7.00 Uhr der Start. Es war kalt, neblig und es hat genieselt…nicht wirklich mein Wetter. Aber so konnte ich wenigstens die ersten 8 km gut laufen. Danach ging es für 45 km einfach nur gerade aus. Die ersten 20 km an einer Pipeline entlang. Auch die Umgebung war nicht wirklich motivierend, da war wirklich nichts außer eben dieser Pipeline. Aber so konnte man sich wenigstens nicht verlaufen😊. Auch heute war Brigid immer in Reichweite. Kurz vor dem CP 3 bei 53,5 km war ich dann auch an ihr vorbei. Unser Abstand war aber nicht so groß und ich merkte, dass ich auf keinen Fall mehr schneller laufen konnte und wollte und so fand ich es total blöd, so kurz vor ihr herzulaufen. Also fragte ich Brigid, ob wir nicht gemeinsam bis ins Ziel gehen wollen. Die Strecke war auch nicht mehr so eintönig. Die ersten Berge in der Ferne konnte man sehen, es war wieder etwas kurviger und allmählich ging die Sonne unter. Ein traumhafter Sonnenuntergang machte die Anstrengung erträglicher. Wir hatten heute ein CutOff von 12 Stunden. Brigid meinte zwar, wir könnten auch etwas länger brauchen. Zu mir hatte Jérôme allerdings gesagt, dass er keine Zeit mehr gibt. Das Risiko wollte ich nicht eingehen und so habe ich immer wieder etwas gedrängelt und auf die Uhr geschaut. Drei Minuten vor dem CutOff sind wir dann durchs Ziel an der Bloedkoppe. Eigentlich ist das ein besonderer Berg und Anziehungspunkt für die Touristen. Aber wir haben davon nichts gesehen, da es schon dunkel war. Auch alles andere musste etwas schneller gehen. Am wichtigsten waren mir heute meine Füße. Also relativ schnell zu Seb Mi. Es war schon sehr kalt und so habe ich mir in meinen Schlafsack eingekuschelt die Füße verarzten lassen.
Am Tag 3 stehen 41 km auf dem Plan. Auf Grund der langen Etappe vom Vortag wollte ich es heute ruhig angehen lassen. Aber irgendwie lief es zu Beginn richtig gut. Bis zum ersten CP nach ca. 14 km war ich für meine Verhältnisse ziemlich flott unterwegs. Aber kurz später machten sich die Kilometer vom Vortag bemerkbar und ich war einfach nur müde, kraftlos und hätte eigentlich heulen können. Da vielen mir doch tatsächlich die Push´s von Ringana ein. Die hatte ich zu Hause zwar getestet, allerdings nur in kleinerer Dosis und somit nichts gemerkt, aber man kann ja nie wissen. Also 5 dieser Kapseln runter und was soll ich sagen, kurz darauf lief es wieder richtig gut. Die Strecke war hier zwar nicht gerade toll, immer leicht bergan und sehr eintönig. Nach ca. 35 km wurde es zum Glück wieder schöner, leicht wellig, gut laufbar und die Landschaft einmalig. Die Temperaturen heute zum Glück nicht so heiß. Tiere habe ich heute auch gesehen…naja einen Geko mitten auf dem Weg und Giraffen in der Ferne. Die schnellen Läufer hatten diese noch direkt neben dem Weg. Mir war das leider nicht mehr vergönnt. Auch heute war das Camp wieder in einer wunderschönen Landschaft eingebettet. Den Nachmittag habe ich wieder gemütlich mit Marco und René verbracht, die Sonne genossen und Energie für den nächsten Tag getankt. Die Nacht soll es richtig kalt werden. Es wurden Temperaturen von bis zu -1 Grad vorhergesagt. Also warm anziehen, das Inlett noch zusätzlich in den Schlafsack ziehen und schön einkuscheln.
Am Tag 4 hieß es 44 km zu laufen. Die ersten 32 km waren richtig toll, gut laufbar, landschaftlich schön, immer hoch und runter. Und dann mussten wir auf einen breiten Schotterweg abbiegen. Einfach immer geradeaus, hoch und runter, die Landschaft eintönig…außer dürrem Gras gab es nichts und es war heiß. Die Kraft war raus und so bin ich heute wirklich total erschöpft aber glücklich ins Ziel gelaufen. Zum Glück hatte ich wieder ausreichend Zeit zur Regeneration und wir hatten ein kleines Erdmännchen direkt bei uns neben den Zelten. Als ich beim Arzt war, saß es direkt unter meinem Stuhl. Hach war das niedlich😊 Heute war der Sonnenuntergang gefühlt besonders schön, auch der Sternenhimmel. In der Nacht kam ein heftiger Sturm. Man hatte das Gefühl, das Zelt fliegt weg und es war furchtbar laut im Zelt. An Schlafen war nur wenig zu denken.
38 km an Tag 5 klingen schon mal wieder etwas besser und der Rucksack ist ja auch schon sehr leicht geworden. Die ersten 5 km gehen richtig gut und dann wird der Wind immer stärker…natürlich von vorn. Und so kann ich bis zum CP1 nach 13 km nur noch gehen und versuche mich ziemlich klein zu machen. Dann wurde es wieder besser und es hat wieder richtig Spaß gemacht, immer wellig hoch und runter und so wechsle ich immer von laufen und schnellen walken. Die letzten 11 km geht es dann an einer befahrenen Schotterstraße lang. Die Autofahrer winken mir wie damals in Australien zu. Ich weiß nicht auf wie vielen Fotos und Videos jetzt weltweit zu sehen bin😂 Mitunter rede ich auch mit den Fahrern und erkläre, was wir hier machen. Auf dem Heimflug werden wir später von einem Pärchen angesprochen, die uns unterwegs gesehen haben. Rene hatte noch die Startnummer am Rucksack und so wurden wir erkannt😊Für die Entfernung habe ich absolut kein Gefühl. Man sieht ein Auto oder einen Läufer und trotzdem ist er so weit weg. Ich schaue manchmal auf die Uhr, merke mir den Punkt, wo der Läufer vor mir war…und dann sind es mitunter 2 km Entfernung. Das habe ich zu Hause eher selten😊Es ist heiß und trotzdem komme ich total happy, ohne Probleme und Tiefs ins Ziel. Und das Beste… heute gab es eine Dose Cola…The best Coke ever😊 Unsere Verpflegung für die nächsten fünf Tage haben wir auch bekommen…jetzt heißt es wieder 8 kg auf dem Rücken. Auch heute habe ich den Nachmittag wieder mit Marco und René verbracht. Wir sitzen im Schatten mit den anderen und Jérôme erzählt schon kurz was uns am nächsten Tag erwartet. Heute gab es auch einen weniger gemütlichen Gast im Camp…einen Skorpion.
Der Tag 6 mit 54 km war wieder etwas länger noch dazu mit ca. 1100 hm und das mit schwerem Rucksack. Ich hatte ziemliche Angst vor diesem Tag und war innerlich sehr angespannt. Die ersten 14 km liefen trotzdem richtig gut und realtiv schnell. Es ging hoch und runter und richtig richtig runter…und wenn man unten ist, muss man auch wieder hoch. Und das jetzt richtig. Aber die Berge waren herrlich, tiefe Täler an der Seite links und rechts…ein Traum. Und dann ändert sich die Landschaft wieder, es wird wieder eintönig, fad, hoch und runter, heiß. Ich schreie in die Landschaft, die Tränen rollen…aber auch dieses Tief überstehe ich, die Strecke wieder besser laufbar, die Landschaft wieder schöner und meine Zeit wieder schneller. Ich sehe das Ziel in der Ferne und freue mich total. Zu früh gefreut, wir müssen noch einmal tief ins Tal, um auf der anderen Seite wieder hoch zu laufen. Heute wurde uns auf Grund der Höhenmeter mehr Zeit als die 10 Stunden gegeben. Immer wieder rechne ich, in welcher Zeit ich finishen kann. Allerdings fällt mir bei solchen Anstrengungen das Rechnen immer sehr schwer🙈 Und ich finishe zwar total fertig aber zufrieden noch knapp unter 9 Stunden. Meine Angst vom Morgen war also unbegründet. Und trotzdem laufen die Tränen der Erschöpfung. Die Tage sind spürbar und heute die Höhenmeter dazu. Bruno sagt zu mir: „@Romain möchte keine Tränen von mir sehen, er lacht immer und ist ein positiver Mensch gewesen.“ Recht hat er, aber trotzdem rollen die Tränen meine Wangen runter. Jetzt heißt es wieder gut erholen und zeitig ins Bett. Der nächste Tag startet schon 7 Uhr wegen der zu erwartenden heißen Temperaturen.
Die 7 Etappe mit 45 km wird ziemlich schwer für mich. Die erste Stunde lief es zwar noch relativ gut, aber es wurde schnell sehr heiß und es ging immer nur hoch und runter auf der breiten Schotterstraße. Die Autos fangen zu nerven an. Sie rasen an uns vorbei und wir stehen jedes Mal in einer kompletten Staubwolke. Das ist schon eine ziemliche Herausforderung für den Kopf. Ich werde immer langsamer, die Luft ist raus und das Knie fängt an zu schmerzen. Am CP2 tapt Bruno mein Knie und ich mache dadurch eine etwas längere Pause. Dadurch geht es jetzt wieder etwas besser vorwärts. Ca. 8 km vorm Ziel kommt Anna mit dem Auto an mir vorbei und meint, Brigid sei kurz hinter mir. Naja was macht die liebe Kerstin…Beine in die Hand und los. Noch die Pushs geschluckt und so viel wie möglich laufen. Zwischendurch immer wieder Wasser über den Kopf, den Buff, welchen ich als Kopfschutz trage, ständig mit Wasser nass gemacht. Die letzten zwei Kilometer ziehen sich dann noch einmal so richtig und das Ziel ist nicht zu sehen. Es liegt wunderbar ruhig an einigen Bäumen. Endlich geschafft und ich genieße den restlichen Tag auf der Matte im Schatten mit allen anderen gemeinsam. Diese Zeit erlebe ich immer sehr intensiv. Auch wenn wir alle andere Sprachen sprechen und mein Englisch nicht gerade gut ist, verbindet uns eine so enge Gemeinschaft. Wir freuen uns füreinander und leiden miteinander. Da braucht es nicht vieler Worte. Da ich die letzten beiden Tage doch ziemlich gelitten habe, wird mir Angst vor den kommenden zwei Tagen. Aber ich hoffe, es wird wieder besser…so wie immer. Nach Regen folgt Sonnenschein.
Die 8. Etappe mit 54 km ist noch einmal ziemlich lang. Dafür haben wir heute eine wunderschöne Landschaft mit ganz viel Abwechslung. Die ersten 17 km sind wir durch traumhafte Grasfelder gelaufen und um uns die Berge in der Ferne. Genau so mag ich es, ich bin einfach nur happy und es läuft wirklich richtig gut bis zum CP 3 nach 38,5 km. Dann wird es härter, es wird heiß und das zieht mir wieder einmal den Stecker. Und wieder müssen die Pushs die letzten Reserven raus locken. Die Landschaft ist aber so herrlich, um mich die Naukluftberge…einfach nur wunderschön. Ich genieße es und komme fertig aber glücklich ins Camp. Ich versuche mich etwas zu erholen, denn morgen wird ein langer Tag. Irgendwie merkt man doch die Anspannung der meisten Läufer. Wir werden in vier Wellen starten. Ich bin in der zweiten Startgruppe als einzige Frau. Die anderen Frauen gehen schon eine Stunde vor mir an den Start. Am Abend meinte Jérôme noch zu mir, dass ich noch eine Chance auf die Top 10 habe. Das war mir aber so etwas von egal. Ich wollte nur ankommen und das möglichst als erste Frau. Zu Brigid hatte ich mir an den Tagen einen respektablen Vorsprung erlaufen. Wenn gesundheitlich also alles klappt, sollte ich es auch schaffen. Die letzte Nacht im Zelt war kaum an schlafen zu denken. Ich war total aufgeregt, da ich keinen Laufpartner für die kommende lange Nacht hatte. Das bereitete mir schon Sorgen. Und ich war traurig, dass es die letzte Nacht ist und dann alles vorbei.
Die 9 Etappe mit 137 km startet für mich 6.00 Uhr. Da die ersten Läufer bereits 5.00 Uhr auf die Strecke gegangen sind, bin ich natürlich auch ohne den bestellten Weckruf durch unsere Helfer munter. Ich stehe total aufgeregt an der Startlinie, es ist noch dunkel und kalt. Mir laufen die Tränen und alle sprechen mir Mut zu und wieder der Satz: „Romain will keine Tränen sehen…“ Ja ich weiß…und so geht es los in die Dunkelheit für die letzte Etappe. Ich hatte mir eine Taktik überlegt und hatte auch etwas Hoffnung, dass ich vielleicht in der Nähe von Patrick bin und mit ihm durch die Nacht laufen kann. Ich wollte die ersten zwei Stunden durchlaufen und dann so gut es geht 500 m laufen und die anderen 500 m gehen und dabei trinken, essen…Das klappte auch wirklich richtig gut. Nach ca. 1 Stunde wurde es hell und bald erreichte ich den ersten CP. Kurz darauf überholte ich unsere ersten Frauen. Die drei wollten nicht die komplette Strecke laufen und hatten viel Spaß miteinander. Wir haben kurz gesprochen und weiter ging es. Jetzt wird es auch warm und ich kann endlich die Jacke und die Ärmlinge ausziehen. Am CP 2 verlassen wir die Schotterpiste und laufen auf einem nicht befahrenen breiten Weg. Aber gefühlt geht es heute wieder immer gerade aus und später auch wieder nur noch hoch und runter. Und so komme ich automatisch immer in den Wechsel gehen laufen. Aber meine Zeit ist relativ konstant. Nach ca. 35 km überhole ich Brigid. Ich war total überrascht, denn ich habe jetzt also innerhalb dieser Strecke eine Stunde rausgelaufen. Ihr geht es aber leider nicht so richtig gut. Da sie eine sehr starke und erfahrene Läuferin ist, war mir eigentlich klar, dass sie sich durchkämpft. Aber auch ich werde natürlich von den schnellen Läufern überholt, welche nach mir gestartet sind. Nach dem CP 3 nach 43 km ging es dann so richtig hoch und runter…also kurz und steil hoch und kurz und steil wieder runter. Oh man…wer den Mad Chicken Run kennt, weiß wovon ich spreche😊 Irgendwann kam auch Marco an mir vorbei. Er musste heute das erste Mal auch in der Hitze laufen. Die anderen Tage konnte er sich da schon lange im Schatten erholen. Aber so weiß er, wie es uns die anderen Tage ergangen ist😉. Dann ging es noch einmal etwas mehr bergig nach oben und ich hatte einen wunderschönen Blick auf die Berge und das Flussbett, durch welches wir in der Nacht laufen werden. So allmählich ging die Sonne unter, immer wieder ein schönes Schauspiel. Ursprünglich war für mich der CP 5 als Stopp für mein Abendessen geplant. Anna meinte aber, ich soll bis zum nächsten CP laufen, dort gibt es dann ein Feuerchen und mehr Platz. Also habe ich nur das Wasser nachgefüllt und bin weiter. Das war zwar nicht ganz so gut…ich hatte schon ganz schön Hunger und bis zum nächsten CP waren es noch über zwei Stunden, dafür habe ich das beste Sonnenuntergansfoto von allen. Shams Adrien Nisan hat die Situation sofort entdeckt und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort…der perfekte Moment. Es dauerte auch nicht mehr lange und ich war mit mir, der kompletten Dunkelheit, meiner Stirnlampe und der vielen Flugtierchen im Lampenschein und Millionen Sternen alleine. Es war schon etwas unheimlich. Immer wieder sah man eine Stirnlampe, dann war sie wieder weg, Egal ob vor oder hinter mir. Es ging eben wirklich immer hoch und runter und hin und wieder um Kurven. Und ich hatte absolut kein Gefühl, wie weit die Lampen entfernt sind. Ein Auto hielt an, für mich eine kleine Schrecksekunde, und der Fahrer fragte, ob ich OK bin. So etwas verrücktes hatte er auch noch nicht erlebt. Ich habe nur geantwortet, dass er noch einige Läufer überholen wird und wir betreut werden. Irgendwann komme ich am CP 6 an und mache meine längere Pause. Ich hatte mir bereits vorher überlegt, dass ich nichts warmes essen werde. Dazu hätte ich Wasser kochen müssen und letztendlich viel bringe ich meistens sowieso nicht runter. So hatte ich mir die Tage vorher meine Portionen veganes Trockenvleisch aufgespart. Das war lecker und zu dem Zeitpunkt genau richtig. Mein Plan vielleicht doch noch mit Patrick gemeinsam zu laufen war auch dahin. Kurz nachdem ich ankam, ging er wieder los. Also weiter ging es allein durch die Nacht. Mein Blick ging immer wieder Richtung Himmel. Die Sterne waren einfach der Wahnsinn und immer wieder Sternschnuppen. Die Zeit verging ziemlich gut und auch meine Geschwindigkeit war sehr konstant. Irgendwann habe ich natürlich auch mit rechnen angefangen, wann ich ins Ziel kommen könnte. Jérôme Lollier hatte am Tag vorher noch zu mir gemeint, so gegen 9 bis 11 Uhr erwartet er mich. Wenn ich aber so weiterlaufen kann, wird es auf jeden Fall eher. Mir hat die Erfahrung vom Traildorado.com so sehr geholfen. Ich habe mir diesen Lauf immer wieder in den Kopf geholt, wie ich da die 24 Stunden durch die Nacht gekommen bin und ich war über mich selbst überrascht, wie konstant und immer noch relativ schnell ich nach diesen langen Tagen mit dem Rucksack unterwegs bin. Anna und Seb kamen immer mit dem Auto an mir vorbei. Sie kannten mich noch von Australien und wie es mir da ging. Ich konnte immer wieder nur sagen, dass ich noch gut drauf bin. So erfuhr ich aber auch, dass Rene und Giuseppe De Rosa hinter mir sind. Ein kleiner Lichtblick, vielleicht doch bald in Begleitung laufen zu können. Irgendwann funkelten zwei Augen auf einem Baum auf mich herab. Oh je, hatte ich einen Schiss und dazu noch Tiergeräusche aus dem Dickicht in der Ferne. Ich war froh, als ich vorbei und etwas weiter weg war. Seb meinte später, es waren Affen. Am CP7 habe ich nur kurz Wasser gefasst. Als ich ging kamen gerade Rene und Giuseppe. Irgendwie hatte ich Hoffnung, dass die Beiden mich bald einholen. Leider falsch gedacht. Die Zwei brauchten eine längere Pause. Jetzt kam mein Tief. Es war so gegen 2 Uhr morgens. Die Pushs hatten nicht wirklich lange geholfen und so musste Roland Kaiser herhalten. Den MP3 rausgeholt, Kopfhörer ins Ohr und los ging es. Mich hat ja niemand gehört. Laut singend, tanzend…wenn man es noch so nennen kann bin ich weiter, voll motiviert, zügig voran…eigentlich fast zu zügig…ich habe mein Herz laut pochen hören. Aber es hat geholfen. Und so bin ich am CP 8 angekommen und noch ca. 17 km vor mir. Anna und Seb haben mit mir geschimpft, da ich zu wenig getrunken habe…recht habt ihr, also wieder richtig Wasser aufgefüllt und jetzt kamen auch die zwei Männer. Also sind wir jetzt zu dritt weiter. Ich hatte mir das zwar etwas anders vorgestellt, aber an Kommunikation war bei den Beiden nicht zu denken. Also sind wir so ähnlich wie die Olsenbande hintereinander weiter gegangen😂 Ich konnte gut Schritt halten und ich denke, mental war ich am besten von uns dreien drauf. Die einzigen Worte waren immer “Car from behind” oder “I have to go to the toilet” Also habe ich auf eine Seite die Ohrstöpsel wieder reingesteckt und Roli gehört. Rene konnte damit natürlich nichts anfangen. Die Kilometer zogen sich extrem. Erstaunlicherweise war es nicht so kalt wie erwartet (es wurde immer erst in den frühen Morgenstunden kalt) und so brauchte ich nur noch meine dünne Jacke anziehen. Die Ärmlinge hatte ich schon früher angezogen. Gegen 5 Uhr hatten wir noch ein wunderschönes Schauspiel am Himmel. Die Mondsichel kam leuchtend am schwarzen Himmel hervor. Und nicht wie bei uns seitlich sondern auf dem Rücken liegend und ein stark leuchtender Stern, ich denke die Venus, aber ich habe dazu nichts gefunden, direkt darüber. Die letzten Kilometer zogen sich immer mehr. Und trotzdem realisierten wir, jeder für sich, dass wir es geschafft haben. Ich merkte, wie René mal etwas sentimental wurde, Giuseppe wollte nur noch ins Ziel und meckerte vor sich hin, dass es noch nicht in Sicht war und ich wurde immer fröhlicher. Ein Lied hatte ich dann zum Schluss in Dauerschleife und habe es laut mitgesungen. Der Text war einfach nur passend. Ich denke, auch René ging es dann etwas nah. Hier paar Zeilen:
Wenn du weinst, dann lach deine Tränen fort…
Wir laufen und wir tanzen
Werden Teil von etwas ganzem
Der perfekte Augenblick, dein Moment
Wie sind hier, wir sind nicht allein
Wir werden heute unsterblich sein
Jetzt ist Zeit für Unendlichkeit
Das Beste am Leben
Wir sind frei, wir sind Ewigkeit
Auf das wir und das alles bleibt
Halt’s gut fest, nur für dich allein
Das Beste am Leben
Und es kommt noch besser…ein Drehbuch hätte es nicht besser hinbekommen können. In der Ferne sehen wir endlich, dass wir die Schotterpiste verlassen können und das Ziel zum Greifen nah ist. Und genau zum Sonnenaufgang kommen wir ins Ziel. Ich kann mich nicht mehr halten, René meint nur noch, ich soll loslaufen. Er wollte mir mein Finish ganz alleine lassen und die Zwei wollten definitiv nicht mehr schneller. Laufend, tanzend, lachend überquere ich nach ca. 25 1/4 Stunden die Ziellinie. Jérôme und Bruno nehmen mich in Empfang. Überglücklich falle ich den Beiden in die Arme. Alle anderen stehen am Rand und freuen sich mit mir. Mein Blick geht zum Himmel und ich bedanke mich bei Romain für seine mentale Unterstützung. Jetzt kommen auch René und Giuseppe. Alle Läufer, die nicht die komplette Strecke laufen konnten, sind am frühen Morgen noch die letzten Kilometer vom CP8 bis ins Ziel gelaufen. Und so nach und nach kommen alle im Ziel an. Die Freude von uns allen ist einfach nur riesig. Wir freuen uns alle miteinander über die erbrachten Leistungen. Die letzten 12 Tage haben uns zusammengeschweißt, aus Fremden werden Freunde. Und einige davon bleiben fürs Leben. Ein ganz großes Dankeschön geht an Jérôme, Christelle und das ganze Team. Ihr seid immer für uns da, seid früh zeitig die Ersten und abends die Letzten. Für mich ein Gefühl einer großen Familie. Mit großer Dankbarkeit und natürlich auch Stolz über den 10. Platz gesamt und 1. Frau blicke ich auf diese Zeit zurück.


Walk & Give

Auf Facebook lass ich, die Ankündigung der gemeinnützigen Organisation Expika mit ihrer Spendenlaufserie in Dresden in der Altmarktgalerie vom 14.6. – 18.6.2022 Station zu machen.

Beim Küchenchef vom Kahnaletto habe ich gefragt, wie ich in dieser Woche frei bekomme. Der 17.6. war dafür am besten geeignet. Dem Veranstalter die Bereitschaft zum Laufen für den Ambulanten Kinderhospiz Dresden signalisiert. Zunächst bekam ich gemeinsam mit dem Ultralauf Dresden den Slot am 17.6.2022 von 16.30-19.30 Uhr.

Daraufhin verschiedene Läufer angeschrieben, wer Zeit hat.

Nebenbei sagte ich Expika, wenn noch ein zweiter Slot frei ist, dann stehen ich mit dem Ultralauf Dresden gerne weiter zur Verfügung.

Am Freitag vor dem Schlosstriathlon kam der Anruf: Können Sie am Mittwoch, 14.6. von 13.00-16.00 Uhr zusätzlich laufen?

Das war eine Aufgabe. In Gedanken war ich voll im Tunnel zu meiner ersten Halbdistanz in Moritzburg.

Gefragt, Gesagt, Gemacht. Nochmal ans Telefon gesetzt und geschaut, wer ist verfügbar in dieser Zeit.

Franziska Kranich eine  Laufsportgröße aus Görlitz sagte zuerst zu. Gunnar Schwan nahm sich auch die Zeit. Er hatte am 11.6. in Moritzburg eine Langdistanz gefinished.

Marcus Oertel sagte für das Zeitfenster von 15.00-16.00 Uhr zu.

Ich persönlich hatte Frühdienst und konnte nicht dabei sein.

Montagmorgen ( 13.6.) nächster Anruf von Expika.

Der Verein der am Mittwoch von 16.30-19.30 Uhr laufen wollte, hat gerade abgesagt. “ Können Sie nochmal einspringen? “

Wieder den Küchenchef gefragt, ob ich zum Spätdienst um 18.00 Uhr etwas später kommen kann. Na klar für einen guten Zweck stellen wir Dich gerne frei, hieß es vom Kahnaletto.

16.00 Uhr war ich dann am 14.6. in der Altmarktgalerie. Warm gemacht, damit es pünktlich losgehen kann. Mein Ziel war bis max. 17.30 Uhr zu laufen. Denn 18.00 Uhr war Dienstbeginn zur Spätschicht.

Franzi und Gunnar blieben vom vorangegangenen Slot zusätzlich länger da. So konnten wir im 3er Team im Wechsel sprinten.

Über FB konnten wir noch Ronny Triathlon und Rahal Mochtari erreichen. Beide konnten die Zeit nach 17.30 Uhr ergänzen.

Kurz nach 17.30 Uhr übergab ich das Laufband an Ronny.

Rahal startete 18.30 Uhr.

Ich rannte nach meinem Lauf auf Arbeit und schaute mir auf YouTube den weiteren Verlauf der Veranstaltung an.

Kurz vor 20.00 Uhr bekam ich das amtliche Ergebnis von 71.48 km übermittelt. Mit so einem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet.

Für den Teil 2 von Walk & Give am 17.6. hatte ich mir, mit meinen Läufern viel vorgenommen, damit wir mit unserem Ergebnis die weitere Arbeit des AKHD unterstützen können.

Jeder Kilometer versprach 10.00€ für den Kinderhospiz, das war pure Motivation.

Als Erster ging Wolfgang Klee vom Kinderhospiz für 30 Minuten in die Vollen.

Danach war ich dran.

Thomas Heinelt mehrfacher Marathonläufer war super in Form, so sammelte er viele Kilometer.

Danach wurde es international Rahal Mochtari und sein Freund Aziz sind ein extrem hohes Tempo gelaufen. Aziz schaffte hier eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h.

Regelmäßig wurde gewechselt, um die Pace hochzuhalten.

Der Moderator Frank F. Richter hat uns und die Gäste der Altmarktgalerie zwischendurch bestens unterhalten. Es gab Informationen zur Arbeit vom Kinderhospiz und den erlaufenen Kilometerstand.

Die Zeit verging wie im Fluge. Um 19.30 Uhr wurde das Schlussergebnis für den 17.6. verkündet: 44.69 km. Mittwoch und Freitag zusammengerechnet erliefen wir gesamt: 116km.

Der Sonnabend versprach dann nochmal Aufregung. 16.30 Uhr fand die Sonderauslosung der 500€ statt.

Wolfgang Klee und ich waren für den Kinderhospiz vor Ort. Die Glücksfee war uns hold. Der AKHD wurde gezogen.

Als Gesamtresultat standen somit 1660 € auf der Uhr. Ich danke Wolfgang Klee, Marcus Oertel, Gunnar Schwan, Franziska Kranich, Ronny Triathlon, Rahal Mochtari, Aziz für ihr Mitlaufen.

Großen Dank an Expika für die Organisation und der Altmarktgalerie für die Gastfreundschaft.

Für die Zukunft: Natürlich laufen wir bei ähnlichen, nachfolgen Spendenläufen auch für andere Vereine zur Verfügung. Gemeinsam können wir Gutes tun.



Mit einer Halbdistanz habe ich mich lange sehr schwergetan. Seit meinem ersten Besuch in Moritzburg vor vielen Jahren hat mich der Triathlon insbesondere der Schlosstriathlon in seinem Bann gezogen. OD und Jedermann mehrmals und auch gerne hintereinander an einem Tag. Marathon in einer Staffel habe ich  hier ebenso absolviert.
Aber ich wollte mehr. Ein Tria-Rad erhielt ich schon vor einiger Zeit von der Firma GU. Damit konnte ich auch Rückenschonend mehr als 40km am Stück fahren. Trotzdem hatte ich Hemmungen vor einer HD/MD. Der innere Schweinehund war zu groß. 90 km Rad im hohen Tempo war für mich unvorstellbar.
Als ich mit einem Tourenrad mal 100km von Dresden nach Görlitz in 5 Stunden gefahren war, hatte ich danach Rückenschmerzen. Da hat sich wohl mein Körper zu sehr gemerkt. Ich haderte mit mir seitdem umso mehr. Man wird ja auch älter. Mit dem Aufschieben von Aktivitäten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Also alle Ängste über Bord geworfen und für die kleine Königsdisziplin in Moritzburg im Januar  angemeldet.
Im letzten Jahr hatte ich die MD aufgrund der Pandemie allein/inoffiziell gemacht. 2022 wollte ich es offiziell machen. Im Oktober erwischte mich die Arthrose im Knie. Alles sportliche auf null. Mitte Dezember konnte ich langsam wieder anfangen mit dem Sport. Reiner hat meinen Trainingsplan langsam, dementsprechend aufgebaut. Anfang Januar war die Anmeldung für die MD/HD beim Schlosstriathlon. Macht mein Knie das mit, möchte mein Körper das? Aufschieben wollte ich es aber nicht weiter. Wer weiß was sonst noch passiert.
Anmeldung gemacht und alles auf den 11.06.2022 ausgerichtet. Physiotherapie, Elektrotherapie, Tapen, Mehr dehnen, Blackroll. Bodenturnen im Quickfit Dresden. Sogar zur Wassergymnastik bin ich gegangen. Mit dem Knie wurde es langsam über die Wochen besser. Die Umfänge beim Trainingsplan wurden mehr. Ich bekam ein Gefühl für das lange Radfahren. Für das Üben des Radwechsels nutzte ich eine alte Felge von der Firma 2rad Henke. Mein Körper, meine Seele fanden Gefallen am erweiterten Tria- Training. Schwimmeinheiten absolvierte ich in der Schwimmhalle und im Stausee Radeburg.
So verging die Zeit und Schwups war der Tag des Wettkampfes da. Für den Transport meines Gepäckes konnte ich meine Mausi gewinnen. Ich bin mit dem Bus bis Boxdorf gefahren. Den Rest zum Start auf eigener Achse/n. Der Schwimmstart erfolgte diesmal als Rolling Start. Um die Topathleten nicht zu behindern habe ich mich ganz hinten eingereiht. Dann kurz vor 11.00 Uhr sprang ich in den sommerlich warmen Schlossteich. Auf das Routing, sprich wo ist die nächste Boje hatte ich mich gut vorbereitet. Der Schwimmplan hing am Kühlschrank von meinem Kahnaletto. So konnte ich mein Tempo schwimmen. Da die Profis bald weit weg waren, war ich bald allein. Nur die Wasserwacht des DRK Kreisverband Dresden Land und ein Sup vom Veranstalter war in meinem Umkreis. Dann kam ein Duett Engel in meine Nähe. Sie hat mich mit ihrem Brustschwimmen mitgezogen, später ist sie abgezogen. Ihre weiße Badekappe gab mir zusätzliche Sicherheit bei der Orientierung. Die großen, gelben Bojen waren ausreichend und im richtigen Abstand. Streckenweise war die Sichtweise im Wasser so gut, dass ich die Zeit auf meiner Uhr ablesen konnte.
Nach 59 Minuten hatte ich es geschafft. Aber nein, ich war nicht Bester von hinten. 2 Schwimmer waren noch hinter mir. Nun war das große Stück vom Tria-Kuchen das Radfahren dran. 90 km sollten eine lösbare Aufgabe sein. Nur ja keine Panne. Plan RF hatte ich im Kopf und im Rucksack. Gleich auf den ersten Metern stellte sich ein gutes kraftvolles Gefühl ein. Kraft, Ausdauer und Streckendetails alles da. In der 2. Runde nahm ich externe Getränke am VP am Ortsausgang Moritzburg an. Der Streckenposten am Getränkestand hatte es echt drauf. Er ging in die Hocke so das ich sehr gut zugreifen konnte. So eine Übergabe im laufenden Betrieb hatte ich vorher nicht so geübt. Es war perfekt. Dem Helfer möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen. Die 3. Runde lief ebenfalls gut. Gegessen hatte ich 2 Riegel von GU. Getrunken in regelmäßigen Abständen.
Nach etwas über drei Stunden erreichte ich wieder den Wechselgarten. Rad abgestellt und Laufsachen an. Im 5er Pace konnte ich beginnen. Mein Ziel war es locker und ohne Gehminuten durchzukommen. Nach 37 Minuten schloss ich die erste Runde ab. Nun waren es nur noch zwei. Ab und zu der Blick auf die Uhr, nur nicht über-pacen und am Ende einbrechen. Mit einem Lächeln ging es auf zur dritten Runde. Power war noch genug vorhanden. Es wurde Teilnehmertechnisch nun etwas ruhiger. Welche Laufzeit konnte ich erzielen? Eigentlich war mir das heute egal. Der Blick zur Garmin Uhr sagte mir das es unter 2 Stunden möglich ist. Also Tempo anziehen und den 5.30er Pace halten. Was mir auch gelang. Mein rechtes Knie wünschte mir zudem einen guten Tag. Ich durfte und konnte uneingeschränkt Multisport machen. Dafür bin dem Leben dankbar. Wo gingen meine Gedanken sonst noch hin? Eigentlich nur auf meine erste Halbdistanz. Und ob ich es noch einmal mache.
Stand heute sage ich JA. Den roten Teppich konnte ich mit einem kleinen Zielsprint die würdige Ehre erweisen. Auf meiner Uhr stand eine Gesamtzeit von 6:15 Std.  In der offiziellen Liste steht jedoch 6:16 Std. Ich bin glücklich und zufrieden meine erste kleine Königsdisziplin im Triathlon geschafft zu haben. Vielen Dank an alle die mir diesen Tag ermöglicht haben. Sei es mit einer Freistellung von der Arbeit, mit Lob, mit konstruktiver Kritik, mit einer Empfehlung. Die Summe des Ganzen hat gepasst.
Der Trainingsplan von Reiner Mehlhorn war auf den Punkt. Eli Kammler von der Physiotherapie Schrick hat mein Knie über Wochen gut behandelt. Die Tape’s von Ute Teuber gaben mir zusätzliche Sicherheit.
Was kommt als nächstes dran? Nächstes großes Ziel zweiter Versuch über die 10.000 Meter im Schwimmbad, die 60 km Mauerweg noch abwandern, Im Oktober beim Dresden Marathon will ich den nächsten Marathon laufen. Meine Etappe beim Ultralauf 10 werde ich abfahren mit dem Rad. Lebt Eure Träume, absolviert Eure Ziele. Dann können wir gesund und top in das weitere Leben gehen. „Nicht Aufschieben muss es heißen, ​ sondern machen.“


Die Rewe Team Challenge ist immer ein kleines Highlight für mich. Dienstfrei beantragt und genehmigt. Die Trainingseinheit im Tempospiel hat sich für meinen Doppelstart bestens geeignet. Denn ich wollte ja nicht nur 1mal laufen. Meine Orga, hier eine kleine Herausforderung.
Zum Glück hat das erste Team Cultus Dresden für die 2. Startwelle gemeldet. Das zweite Team E.Infra hatte für die 4. Startwelle gemeldet. Diesmal beschloss ich die Stunden vor dem Rennen ruhig/er zu verbringen. Man wird ja nicht jünger und ich wollte zwei gute Zeiten hinlegen.
Zum Rückweg von meiner ersten Welle zur zweiten hatte ich mir ausreichend Gedanken gemacht. Der kleine Umweg über die Bürgerwiese und dem Rathaus erwies sich theoretisch und praktisch als optimale Variante. Wichtig war zudem bei den ersten 5 km von ganz vorn zu starten, damit genug Zeit für den Rückweg bleibt.
Der erste Start klappte ganz gut. Ich konnte gleich Fahrt aufnehmen und im 4er Pace Fuß fassen. Die Streckenführung hatte sich leicht verändert. Da ich den Streckenplan gelesen hatte, war das kein Problem. Nach 21:25 Minuten schnellte ich über die Ziellinie.
Ruckzuck zum Ausgang und im Wanderschritt zum Kulturpalast. René der Teamchef vom E. Infra Team wartete am Schnellrestaurant auf der Wilsdruffer Str. mit meiner Startnummer auf mich. 5 Minuten vor der verabredeten Zeit war ich schon da. Nochmal runterschalten, zur Ruhe kommen, um fit für die 4. Welle zu sein.
 
Pünktlich 20.00 Uhr gab es vom Radio Dresden Moderator den Startschuss. Viele, viele Läufer/innen wollten mitlaufen. Ich konnte mich noch etwas am Rand vorsichtig nach vorne schieben, um gleich wieder mit Vollgas ins Rennen einzugreifen. 4er Pace ging, ich schaute nicht weiter auf meine Garmin Uhr. Volle Pulle was das Zeug hergibt, war mein Motto. Davon ließ ich mich von nix aufhalten. Auch nicht von dem Radfahrer am Km 3 der es trotz Security und Polizeiposten geschafft hatte, auf die Laufstrecke zu kommen.
Mein Fokus war voll und ganz auf die restlichen 2 km gerichtet. Am Arnoldbad ließ es sich trotz der vielen Läufer/innen sehr gut laufen. Die Wasserstelle konnte ich wegen meinem Trinkrucksack auslassen. Endlich die Straße zum Dynamostadion. Den Turbo in Bereitschaft setzen und auf der Zielgeraden im Stadion zünden. Meine Zeit 21:44 Minuten.
Damit war ich sehr zufrieden. Mein Kamerad Kai vom DRK Sachsen, KV Dresden fragten mich am Ausgang wie oft ich noch heute vorbeikomme. Für die medizinische Absicherung danke ich allen Kameraden sehr. Ebenso den vielen anderen Helfern (Ulf Kühne, Kevin Kleinichen, Sportfreund Heichen und viele andere).
Das Tape vom Laserzentrum Dresden war mir eine gute Hilfe für mein Knie, Danke Ute.
Reiner Mehlhorn mein Trainer war auch dabei. An seinem Zuruf „Lächeln“ werde ich noch arbeiten. Eigentlich wäre jetzt Schluss mit meinem Laufbericht. Der bei-nahe- Zusammenstoß mit dem Radfahrer ging mir aber noch im Kopf rum. Bin daher noch ein paar Meter ausgelaufen, um eine Lösung zu finden. Manche Dinge passieren einfach. Vielleicht war beim Blick zu sehr nach vorn gerichtet. Ich drehte wieder um und lief zurück. So konnte ich noch ein kleines Stück mit Jan Riedel laufen. Er war super schnell.
Die Laufszene Sachsen hat wieder ein super schönes Laufevent geschaffen. Ich bin gespannt wieviel Startwellen es 2023 gibt.


„Der Forststeig in der Sächsischen Schweiz ist eine anspruchsvolle Trekkingroute für geübte, trittsichere und gut ausgerüstete Wanderer und Läufer. Er führt linkselbisch meist auf einfachen Waldpfaden auf forstwirtschaftlichen Arbeitsgassen über 100 km durch einzigartige Landschaften der sächsisch-böhmischen Schweiz.“ …

So die Beschreibung in den gängigen Reiseführern 😊

Bei meinen Läufen über den Malerweg und Bergtest Wehlen hab ich die Wanderwege in der Sächsische Schweiz, die man auch laufen kann, lieben gelernt. Die Beschreibung oben und die Laufberichte einiger Läufer haben mich neugierig auf den Forststeig gemacht und so entstand mein Plan, zumindest Teile des Forststeiges zu laufen.

Einen geeigneten Termin für mein Vorhaben zu finden war, wegen meines vollen Terminkalenders 2022 nicht ganz einfach. Ich wollte eh nicht die Gesamtstrecke von 105km laufen und so hab ich mir eine „Lightvariante“ über 58km geplant. Das es anspruchsvoll werden würde war mir klar, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Waldwege teilweise keine Waldwege waren und deshalb an einigen Stellen eine Herausforderung darstellen würden.

Am 19.04.22 bin ich nach meinem 06:00-08:00Uhr Schwimmkurs-Termin in der Schwimmhalle Bühlau mit dem Auto nach Bad Schandau gefahren, hab mich in die S-Bahn nach Schöna gesetzt und konnte gegen 09:45Uhr starten.

Die ersten 2km geht’s zum Warmlaufen auf flacher Strecke auf dem Elberadweg Richtung Decin. Direkt an der Grenze zu Tschechien dann’ steil bergauf und entlang des Gelobtbaches hoch zum Grund- und Kriegsweg. Der Einstieg gab mir eine Vorahnung was da an Höhenmetern noch kommen sollte 😊

Am Kriegsweg gingen dann die Herausforderungen los. Die Stürme der letzten Jahre und der Borkenkäfer haben den Bäumen stark zugesetzt und der Forst musste den Wald von umgefallenen und kranken Bäumen beräumen. Das machen die Kollegen mit schwerer Technik und so sahen die Waldwege dann auch aus.

Ich stand plötzlich mitten im Wald und es war kein Weg mehr erkennbar. Also war Improvisatin gefragt, um mit Hilfe von Komoot einen Weg zu den nächsten größeren Wegen zu finden. An Laufen war nicht zu denken, es ging nur klettern – kreuz und quer am Hang, über gefällte Bäume und tiefe Forstmaschinenspuren. Nach gefühlten Ewigkeiten hab ich den richtigen Weg irgendwie dann doch gefunden und fing an zu rechnen.

Mir wurde klar, wenn ich die Strecke nicht kürze, wird`s ein langer Tag und ich komm vielleicht erst nach Sonnenuntergang in Bad Schandau an. Das wollte ich nicht und entschied die Strecke um ca. 17km zu kürzen und die Schleife nach Tschechien wegzulassen. Irgendwann hol ich diesen Streckenabschnitt, der auch sehr schön sein soll sicher nach.

Am Hühnerberg bin ich dann nicht nach links abgebogen, sondern geradeaus, entlang der Grenze über die Fuchsbachstraße (was keine Straße ist 😊), bis zum Sommerhübelweg gelaufen. Dort war ich dann wieder auf meiner geplanten Strecke.

Einfacher wurde es aber trotzdem nicht. Die Wege endeten immer wieder im Nichts und ich musste improvisieren. Das machte den Lauf aber interessant und abwechslungsreich. Ich bin an Steinen und Aussichten mit genialem Blick auf den Elbsandstein herausgekommen, die ich sonst vielleicht nie wahrgenommen hätte.

Der Weg zum Pfaffenstein war auch wieder mit gefällten Bäumen zugestellt, weswegen ich wieder meine geplante Strecke verlassen und einen kleinen Umweg laufen musste.

Beim Passieren vom Gohrisch und auch vom Pabststein ist mir klar geworden, dass es nicht immer sinnvoll und einfacher ist, um die Steine drum rumzulaufen. Die Wege auf die Gipfel wären wahrscheinlich einfacher gewesen. So war wieder klettern und Wege finden, statt Laufen angesagt 😊.

Die letzten Kilometer wurden dann aber einfacher, es ging auf Wanderwegen bergab. Nach 43,5km und 1800HM bin ich glücklich und zufrieden am Bahnhof Bad Schandau angekommen.

Der Forststeig war vor allem für meinem Kopf wichtig, um mit unvorhersehbaren  Situationen, die auf langen Distanzen immer passieren können, umzugehen. Im Sommer steht der Mauerweglauf mit 160km an, da ist es wichtig auf sowas vorbereitet zu sein. Dafür hab ich jetzt eine Plan.

Es war es ein schöner Lauf und ein sinnvolles Training für die kommenden Herausforderungen. Ich bin optimistisch und freu mich auf alles was im Sommer kommt, egal wie es ausgeht 😊.

hier der Track Komoot

_______________________
Über diesen Lauf und meine anderen Wettkämpfe vm Ultralauf bis zum Ironman erzähle ich gern in einem Vortrag. Dabei gebe ich auf sympathische und kompetente Weise einen Einblick in den Alltag eines ambitionierten Sportlers, Trainers und Organisators von Sportveranstaltungen. Spanne einen Bogen in das tägliche Arbeitsleben und gehe auf die Themen Zeitmanagement, Selbstorganisation, Motivation und “work life balance” ein. Für einen Termin schickt mir bitte einfach eine Anfrage über das Kontaktformular



#METM 2022

2022 wollte ich mit meiner Dreierseilschaft „Ultralauf Dresden Team Oppacher“ wieder teilnehmen. Nach meiner Arthrose-Diagnose im rechten Knie bekam ich erstmal einen Dämpfer. Nicht anzutreten ist nicht mein Ding, zumal wir schon gemeldet hatten. So musste ich mich zurückkämpfen. Mit Wandern auf dem Mauerweg ging es im Winter 2021/22 los. Nach dem Ultralauf 9.0 ging es dann 1-mal die Woche zusätzlich an die Treppe. Da wurde mir klar, so schnell wie in den vergangenen Jahren bist du hier nicht mehr. Versuchen wollte ich es aber trotzdem. In den letzten Wochen immer wieder die Gedanken, ob das Knie die Sache überstehen wird? Eine Vertretung für mich fand ich nicht. Ich bin geradelt, geschwommen, war bei der Physiotherapie, „Bodenturnen“ habe ich verstärkt im Quickfit Dresden gemacht.
Endlich kam die Woche der Treppe. Mein Küchenchef vom Kahnaletto gab mir zusätzlich den 7. Mai frei. Ute Teuber von LaserMedica bot mir an, das das Knie zu tapen. Das nahm ich dankend an, da ich in der Vergangenheit damit sehr gute Erfahrungen gesammelt habe. Den Sonnabend habe ich ruhig angehen lassen. Nur kein Stress oder unnötige Sachen. Beim nächsten Mal fahre ich da zu dem Zeitpunkt auch kein Auto. Macht keinen Spaß mehr. Was esse ich so am Tag vor dem Lauf? Bei mir war es zum Abendessen ein Grillfest mit der Familie. Kohlenhydrate gab es in Form von Brot. Die Alleingänger waren da schon einige Stunden auf der Piste. Ich legte mich nach dem Essen nochmal hin. Denn die Müdigkeit ist der größte Gegner. Meine Ausrüstung hatte ich schon im Auto, damit ich nicht die halbe Nacht durchs Treppenhaus rennen muss. Um 21:45 Uhr holte mich Christian Sandkaulen mein Teampartner und meine Mitfahrgelegenheit vor der Haustür ab. So ging es in Ruhe zur Spitzhausstreppe. Timo Forstner war schon da, somit war unsere Dreierseilschaft komplett. Pünktlich 0:00 Uhr erfolgte der Startschuss. Als Läufer Nr. 3 hatte ich noch eine Viertelstunde Zeit bis zu meinem Einsatz. Mit Sportzeug dünn/lang ging es in meine erste Runde. Mit meiner Fenix 6 stoppte ich meine Laufzeit. Am rechten Arm trug ich meine gute, alte Forerunner 920XT von Garmin. Mit dieser stoppte ich die Pausenzeiten. Damit wusste ich, wann ich wieder am Start sein musste. Sonst habe ich der Technik keine Beachtung geschenkt. Ich wollte zunächst auch nicht wissen, wie unsere Platzierung ist. Den der „harte“ Kampf um eine gute Platzierung beginnt erst in der letzten Stunde. Es verging wie die Nacht, 0:00 Uhr, 1:00 Uhr, 2:00 Uhr das waren für mich nur Zahlen auf der Uhr. Als Koch bin ich Aktivitäten um die Uhrzeit gewohnt. Der Sekundarschlaf kam erst nach halb vier. Da schlafe ich meistens (vor dem Fernseher). So gegen 5:00 Uhr kam die Helligkeit wieder und wir liefen in den Muttertag. Die aufkommende Wärme fand ich persönlich nicht so schlimm. Wenn in der Schiffsküche die Lüftung ausfällt, dann ist es genauso warm. Timo und Christian schauten zwischenzeitlich in die Echtzeit-Liste. Da waren wir auf Platz 11./10. Mir war das nicht so wichtig, denn die Runden waren noch zahlreich. Auf meine Ernährung habe ich diesmal besser geachtet. Aufgrund meiner Allergien habe verstärkt auf Eigenverpflegung gesetzt:
Stroopwafeln von GU, Putenschinken und Butterkäse ohne Brot. Gurken/Paprika/Schafskäsesalat. Bananen, Äpfel, Weintrauben und Melone holte ich mir aus dem Verpflegungszelt. Getrunken habe ich natürlich viel und regelmäßig.
Fast Recovery von GU hatte ich noch mit. Vita Cola und Apfelschorle gab es im Verpflegungszelt. Mit Respekt schaute ich mir die anderen Teilnehmer an, insbesondere die Alleingänger. Aus eigener Erfahrung (2013/2015) weiß ich wie hart das ist. Beeindruckt hat mich zusätzlich der 50 Runden Läufer, der 100 kg abgenommen hatte und hier erfolgreich teilgenommen hat. Am späten Vormittag sagte mir Timo wo wir in der Liste stehen. Er fügte an „hier geht noch was“. Versprechen wollte ich nix, aber natürlich war der Kampfeswille geweckt. Die letzten der 25 Runden Läufer waren nun auch aktiv. Damit waren noch ein paar mehr Teilnehmer unterwegs. Das Überholen klappte ganz gut. Ich rechnete, wann wir ungefähr im Ziel ankommenden würden.
16.00 Uhr wollte mich meine Mausi abholen. Die Zeit zwischen Zieleinlauf und der Abholung wollte ich mit Ruhen verbringen. Um nicht am Tisch vom Spitzhausrestaurant nach dem METM einzuschlafen. Langsam zeichnete sich eine für uns sehr gute Platzierung ab. Zwischenzeitlich waren Platz 6/7/8 nur Sekunden auseinander. Das spornte uns zusätzlich an. Das wir Platz 2 aus 2021 verteidigen können war utopisch. Aber wir wollten so nah wie möglich rankommen. Also noch mehr Tempo machen in Runde 30/31/32 denn „hinten werden die Gänse fett“. Körper, Seele und Knie waren im Einklang. Dann kam sie meine letzte Runde Nr. 33. Da konnte ich alles loslassen und Tempo wie in jungen Jahren machen. Timo‘ s 34. Runde wollten wir – wie sonst immer – zusammen in der Seilschaft laufen. Diesmal wollten wir mit der Zeit nix anbrennen lassen. Christian und ich begleiten Timo bis zum Maskottchen Clara am Fuße der Treppe. Dort nahmen wir die Medaillen in Empfang. Timo gab weiter Gas und machte die 100. Runde voll. Oben am Gipfel des sächsischen Mt. Everest liefen wir gemeinsam über die Ziellinie. Das Gefühl war diesmal unbeschreiblich. 6. Platz von 15 Dreierseilschaften, bei starken Mitbewerbern. Glücklich war ich zudem, dass die physiotherapeutische Behandlung meines Knies angeschlagen hat. Elli von der Physiotherapie Schrick in Dresden-Klotzsche hat sehr gute Arbeit geleistet. Nach dem Zieleinlauf schnell ins Zelt, Sachen zusammenpacken und etwas schlafen. Aus dem Schlafen wurde nix, war viel zu aufgeregt. Dann kamen 3-4 Schüler von den 11 Freunde Staffeln rein, denen es nicht so gut ging. Da macht man sich auch Gedanken. Ich wünsche gute Besserung. 2023 möchte ich wieder, dann bei der 19. Auflage des Mt. Everest Treppenmarathons, mit meiner Dreierseilschaft „Ultralauf Dresden Team Oppacher“ antreten. Über den Vorschlag von Ulf in der Zeltküche vor dem Bismarckturm was zu kochen, denke ich nach. Eine Geflügelkraftbrühe oder ein Schwein am Spieß könnte ich mir vorstellen. Mal sehen, wie dann mein Dienstplan ist. Die Zeit bis dahin ist noch lang. Mir hat es wieder Spaß gemacht. Wenn ich die nötige Demut an den Tag lege, dann wird es klappen. Danke möchte ich allen sagen die mich unterstützt haben. Mausi für Ihre Geduld (das 3 Gänge Menü haben wir gut gefinished). Reiner Mehlhorn für die Trainingspläne, GU für die Stroopwafeln und das Watermelon Splash Flavour, Elli von der Physiotherapie Schrick und Ute Teuber von LaserMedica für das Tape. Ganz großen Dank an die Helfer, die das ganze Event erst möglich gemacht haben. Dank an Christian für das gemeinsame Training an der Treppe und die Fahrten bis dahin. Ulf und Peter haben eine perfekte Arbeit geleistet. Super auch die vielen Anfeuerungen an der Treppe. Tell, Uwe vom OEM, Kerstin, Reiner, Torsten und, und, und …. danke! Danke an Manuela Hering die für einige Stunden unser Supporterin war. Grüße an die Startnummer 3033. Sport verbindet.

Hartmut



Ultralauf 9.0

Seit 2020 habe ich am Ultralauf 9.0 gearbeitet. Direkt nach dem Ultra 8.0 Zittau + X habe ich begonnen. Zuerst das übliche: Termin und Route überlegt. Nachdem die Eckdaten standen, ging es an die Feinplanung. Corona begann da erst und ich dachte in 6 Monaten ist alles vorbei. 2020 war noch lang. Bei meinen ersten Probestreckenläufen in/um Görlitz besuchte ich vor Ort erst meine Eltern und meine Schwiegermutter. Das war mein Plan, auch für die kommenden Probeläufe. Dieser sollte sich aber ab dem Sommer ändern. Corona wurde immer stärker und meine Schwiegermutter wohnte dann in Dresden. Fast wöchentlich bin ich in die Region gefahren. Der ÖPNV klappte hier zunächst ganz gut (bei Tageslicht). Nachdem die Streckenführungen der jeweiligen Etappen grob standen, gab ich die Feinplanung der 1. und 3. Etappe ab. Thomas Spannaus übernahm die erste Etappe, Jens Kafka die 3. Etappe. Ich übernahm die längste und ÖPNV-schwierigste zweite Etappe. Busse fuhren nur Werktags und vorrangig bei Tageslicht im Landkreis Görlitz. Im Herbst spitzte sich die Lage zu Corona zu. Plan B geisterte da schon im Kopf rum. Verschieben/Absagen und Hoffen waren meine 3 Worte. Gemeinsam mit meinem Orga.Team entschied ich mich zur Absage in 2021. Leider, aber in diesem Moment genau das Richtige. So habe ich erstmal bis zum Sommer 2021 alles auf Eis gelegt. Meine „Freizeit“ nutzte ich für regelmäßige, ehrenamtliche Einsätze beim DRK. Ab dem Herbst schien sich die Lage mit der 3-G Regel zu bessern. Ich beschloss, die Planungen wieder aufzunehmen. Hotel und Team aktiviert und mit Vollgas ins Neue Jahr. Das war gut und machte mir Spaß. C….technisch wurde es dann doch nicht einfacher. Im Gegenteil es wurde komplizierter. Was nun? Wieder Stand by oder weitermachen. Mein Team stand beratend zur Seite. Am Schreibtisch und auf der Laufstrecke machte ich/wir weiter. Anfang Oktober folgte die nächste Schreckensnachricht: Arthrose im rechten Knie. Das haute mich echt um. Von 100 auf 0 in 5 Minuten. Aber aufgeben war für mich keine Option. Thomas Spannaus und

Andre‘ aus Görlitz liefen dann auf meiner Etappe Probe. Ich setzte mich an den Schreibtisch und las die Verordnungen. Planungssicherheit oder einen Punkt der genau auf uns Amateure zutrifft, fand ich nicht. Ich bin ja kein Verwaltungsfachwirt. Aber es gab auch hier viel Unterstützung aus dem Freundeskreis. Mausi fand mich mehr am Rechner als auf der Laufstrecke. Per 6.Februar 2022 mit der neuen C-Verordnung konnten wir endlich grünes Licht geben. Vollgas mit Turbo, touristische Übernachtungen waren unter Auflagen möglich. Der 18. Februar 2022 war nicht mehr so weit. Dem Hotel und den Läufern/innen Bescheid gegeben, alle waren glücklich. Dann gab es einen Punkt der mich für 10 Tage an/in die Wohnung fesselte. Was will/wollte mir der Schöpfer da oben sagen? Ich sagte ihm, dass ich seinen/meinen Weg mit allen Prozenten weitergehen möchte/werde mit der nötigen Demut. Plan B war im Kopf. 5 Tage vor dem Laufstart war alles wieder im 1-Strich Level. Der Ultralauf heißt ja Lauf und nicht Radtour. Das ich dieses Mal keine 3 Tage komplett laufen kann, war seit dem letzten Oktober klar. Aber es gibt Freunde nicht nur in der Laufszene, es gibt sie auch in der Radszene. Mathias von der Firma 2rad Henke stellte mir ein Mountainbike für das Wochenende zur Verfügung. Damit war mein Wochenende gerettet. Nun ging es an die Feinplanung zwecks der Transporter. Mein Autohändler konnte mir dieses Jahr leider nicht helfen. Aber wir sind nicht allein. Thomas Garten vom Oberlausitztrail stellte mir seinen 7 Sitzer zur Verfügung, vielen Dank dafür. 20 Leute incl. Helfer bedurften weitere Fahrzeuge. Vom Laufhaus Oderwitz wurde uns ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Super, danke Mike Setmacher. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Cultus gGmbH Dresden ging eine weitere Garage auf. Seit dem Lockdown gehe ich ein- bis zweimal die Woche mit den Senioren spazieren. Mein WB1 ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ehrenamt lohnt sich für Alle. Für mich ist es eine Zeit der Besinnlichkeit und für meine Senioren ist es ein Moment in der Natur. Das Einkaufen entwickelte sich zum Marathon. Wo und wann kaufe ich was ein? Die Metro Dresden war hier ein starker Partner.

Sachsenmilch unterstützte den Ultralauf wie bereits in den vergangenen Jahren mit Produkten aus ihrem Haus. Am Donnerstag war Thomas Spannaus bereits ab Mittag bei mir zu Hause und half beim systematischen beladen des Transporters von Cultus. Platz musste mein Rad, die vielen Lebensmittel, Tische und Stühle für die Verpflegungspunkte finden. Thomas, meine Tochter Linda, Mausi und Thomas 2 wollten ja auch noch mit. Vergessen durfte ich auch nichts. Pünktlich 17.00 Uhr ging es los in Richtung Görlitz. Einige Teilnehmer waren bereits vor Ort. Im Hotel Hothertor wurden alle freundlich empfangen. Während die Zimmer bezogen wurden, fuhr ich mit Marcus mit dem Auto vom Laufhaus Oderwitz zu meinen Eltern. Dort lagerten die gesponserten Getränke von der Landeskronbrauerei und das Mehrwegebechersystem von Torsten Eggerichs. Mit etwas Verspätung kam ich zum Meeting. Die letzten Hinweise und Ratschläge wurden verteilt. Den Wetterbericht bekam ich mit. Am Freitagmorgen ohne Wecker bin ich um 4.30 Uhr aufgestanden. Es gab noch viel zu tun. Tracker von Racemap anschalten, die Teebehälter bereitstellen. Dem Helferteam sagen, wo was in den Transportern steht. Die Sorge etwas zu vergessen war groß. Den Start zur 1. Etappe habe ich verpasst, da mein Fahrrad noch im Transporter war. So ging es mit dem Helferteam zum ersten VP. Die Helfer bauten den VP schnell auf. Nachdem die Läufer sich gestärkt hatten, ging es auch für mich los. Ich war mit dem Rad auch dabei. Thomas Spannaus, der Streckenguide der 1. Etappe, saß auch auf dem Rad. Das Wetter war traumhaft. Sonne, angenehm kühl und kein Wind. Also bestes Laufwetter. Thomas S. und ich wechselten uns an der Spitze und am Ende des Feldes ab. So verging der Tag sehr schnell. Zeitig, fast zu zeitig waren wir wieder im Hothertor. Die Physiotherapie vorgezogen und die Gedanken zum nächsten Tag geordnet. Ganz oben stand das Thema Sturm. Umplanen und in einen der Görlitzer Stadien laufen, das geisterte in meinem Kopf rum. Nach dem Abendessen schnellstmöglich ins Bett. Die Nacht habe ich sehr, sehr unruhig geschlafen. Der Wind kündigte sich an. Mausi fragte mich, ob wir die 2. Etappe ausfallen lassen wollen. Meine Antwort: „Das entscheiden wir beim Frühstück.“ Ich war an jedem Tisch der Teilnehmer und sagte meine Optionen an. Einstimmige Meinung > wir laufen erstmal mal los und entscheiden punktuell. Okay der Wind war stark, sehr stark. Wir wollten es hart und so wurde es auch. Es war zu jedem Zeitpunkt machbar. Gefahr für die Teilnehmer bestand zu keinem Zeitpunkt. Beim Überqueren der zahlreichen Bäume bekam ich viel Hilfe von den anderen Mitläufern. Am Fuße des Kotmarsdorfer Berges letzte Besprechung und Abstimmung wer mit hinauf zur Schanze wollte. Die meisten Läufer/innen wollten mit. Der Rückweg ins Tal entwickelte sich zur Downhill Strecke. Einige Male habe ich mein Rad lieber geschoben. Unten dann im Ort kam meine Trillerpfeife zum Einsatz, da einige Läufer den Abzweig von der Straße in den Wald fast verpasst hätten.

Nun ging es wieder durch Wald und Flur. An den VP’s klappte die Versorgung tadellos. Die Helfer waren gut gelaunt und erfüllten jeden Wunsch. Die Erleichterung, den Kottmarsdorfer Berg bezwungen zu haben, war mir anzusehen. Am späten Nachmittag erreichten wir den Berzdorfer See. Kurzer Fotostopp und weiter zum Hauptbahnhof der Parkeisenbahn Görlitz. Dort warteten die Leute des Vereins mit der Akkulok EL9 auf uns. In Kürze gelangen den Fotografen schöne Aufnahmen. Mit vereinten Kräften ging es durch den Stadtpark zum Etappenziel, unser Hotel „Hothertor“. Die Physiotherapie mobile Massage Christine König wartete bereits auf uns, anschließend Abendessen und ins Bett. Routiniert erfolgte am Sonntag der Ablauf zum Start zur 3.Etappe. Jens, der Streckenguide konnte leider nicht gleich mitlaufen. Großes Ziel waren die Königshainer Berge. Jens stieg bald für einige Kilometer ein. Im Wald wieder viele umgestürzte Bäume. Neben einem lag ein frisch gerissenes Wildschwein. Die tierischen Jäger habe ich verpasst. So ging es weiter. So langsam kamen wir wieder der Stadt Görlitz entgegen. Landschaftlich war es total schön. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Ziel Hotel „Hothertor“ glücklich und sehr zufrieden kamen wir an. Mit dem Zielfoto klappte es auch. Die Läufer/innen nutzten die Duschmöglichkeiten vor Ort. Für mich ging es mit dem Packen meines Transporters weiter. Das Bike von 2radHenke musste wieder rein, die riesengroße Kühltasche von Globetrotter galt es auch mitzunehmen. Am frühen Abend und nach einer kurzen Dusche ging es mit Mausi, Marcus, Thomas 2 nach Dresden (mit Haustürservice). Marcus konnte zusätzlich noch eine Stadtrundfahrt genießen. Am Montag, 21.02.22 wurde der Transporter vom Cultus geputzt, einen Großteil der Ausrüstung zu Bernd Mizera geschafft sowie „2radHenke“ einen Besuch abgestattet. Zum Abschluss habe ich den Transporter zurückgebracht. Dann ging es an die Auswertung des Ultra 9.0. Mal sehen wohin die Laufreise 2023 geht. Danke sagen möchte ich der Firma Badusan für die Überraschungsbeutel aus ihrem Sortiment für die Teilnehmer und Helfer.

Es haben noch viele Personen und Firmen  den Ultralauf 9.0 unterstützt. Reiner Mehlhorn von mehlhorn personaltraining zeichnete und aktualisierte perfekt alle 3 Etappen auf Alltrails. Christoph Schroth von Racemap betreute das Live-Tracking sehr souverän. Die Gutscheine von Globetrotter Dresden habe ich an die Helfer weiter gegeben. Getränke bekamen wir von der Landskronbrauerei Görlitz und von den Oppacher Mineralquellen. Über Milchprodukte konnten sich die Läufer/innen von Sachsenmilch freuen. Meine Metro Dresden überreichte mir einen Einkaufsgutschein. 2radHenke lieh mir kostenfrei ein Mountainbike.

Die Firma E.Infra stellte das WLAN zur Verfügung. Franz Schulz baute es zuverlässig an jedem Verpflegungspunkt auf. Großen Dank an dieser Stelle an meine Krankenkasse AOK Plus und Garmin. Vom Laufhaus Oderwitz erhielten wir einen Transporter zum Transport der Ausrüstung. Mein Bruder, Malermeister Roland Kohn, sponserte eine Propangasflasche mit Kocher zum Erhitzen der Brühe. Post Modern,  da konnten wir eine Briefmarke zum Ultralauf 9.0 designen und drucken lassen. Thomas Garten vom Oberlausitztrail stellte seinen 7 Sitzer Transporter zur Verfügung. Diese Dinge tragen zum Erfolg des Events bei. Bedanken möchte ich mich bei Carola Franzen Helferin auf der 1. Etappe, Katrin Lay Helferin auf allen drei Etappen,  Jesco Huhle und Mike Müller Helfer auf der 2. und 3. Etappe. Großen Dank auch an meine Mausi und meine Tochter Linda die nicht nur beim Ultralauf komplett dabei waren, sondern auch im Vorfeld und Nachgang helfend mir zur Seite standen. Im Hotel Hothertor fühlten wir uns sehr willkommen. Die Möglichkeit des Einnehmens des Frühstücks vor 6.00 Uhr war super.  Die Neuerung mit den beiden Fahrradbegleitern werden wir im nächsten Jahr bestimmt beibehalten.

Hartmut Kohn



… der allerdings leider ausfallen musste – wir sind aber trotzdem nach Glauchau gefahren.

Neben unserer Jahres-Mitgliederversammlung am Samstag Abend haben wir das Laufjahr 2021 nochmal Revue passieren lassen, aber auch die Absage unseres Dresden Marathon 2021 ausgewertet … und wir waren uns alle einig – im nächsten Jahr wird der Dresden Marathon wieder stattfinden.

Die Laufschuhe hatten wir natürlich auch dabei und sind am Sonntag über 11km bzw. 21km auf den Strecken vom Glauchauer Herbstlauf gelaufen. Mit dabei waren Dirk (Org.-Chef) und Lutz (Streckenchef), die uns vieles über die Geschichte der Stadt und des Herbstlaufes erzählen konnten.

 

 



Sightseeing im Laufschritt. Barock und Natur, soweit die Füße Euch tragen.Am 30. Oktober 2022 ist es soweit! Starte mit Tausenden von Gleichgesinnten auf einer von insgesamt 8 verschiedenen Strecken beim 22.DRESDEN-MARATHON.
Die flache, schnelle Strecke ist gut für eine persönliche Bestzeit zum Saisonende.

Highlights sind die historische Altstadt mit ihren berühmten Sehenswürdigkeiten, der Große Garten und die Neustadt, das bekannte Kneipen- und Gründerzeitviertel.

Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet!

zur Anmeldung —–>hier



Der Dresden Marathon e.V. hält trotz erschwerter Bedingungen an der Tradition zur Unterstützung Dresdner Lauftalente fest.

Die Spendenaktion zu unserem Dresden Elbe-Brücken-Lauf am 17.10.2021 erbrachte wieder mit der großartigen

Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden einen Betrag von 1500,00€.

Herzlichen Dank allen Spendern und besonders Herrn Klemmer
Gerald Henzel



Mozart 100

Der mozart 100 wurde von Juni auf September verschoben und so konnte Gunnar Schwan leider nicht mit an den Start gehen. Auch ein zweiter Läufer musste leider verletzungsbedingt absagen und so bin ich mit Thomas Spannaus gemeinsam nach Salzburg gereist. Er war für die 108 km angemeldet und ich die 75 km.
Am Freitag haben wir die Stadt besichtigt und unsere Startunterlagen geholt. Am Samstag hieß es dann für Thomas 5 Uhr Start in Salzburg. Ich habe die Läufer noch starten sehen und bin dann gemütlich zum Busshuttle gegangen. Unser Start war 7 Uhr in Fuschl am See.
Hier war auch der VP 5 und so konnte man Wechselsachen, Verpflegung und die Sachen für das Ziel deponieren. Da es doch noch sehr kühl war, war ich froh, dass der Vorraum vom Gemeindeamt offen war und so saßen einige Starter im warmen auf dem Boden und warteten auf den Startschuss.
Punkt 7 Uhr ging es dann los. Erst auf Asphalt durch Fuschl Richtung Wald. Und dann ging es auch schon bald nach oben. Nach ca. 1,5 Stunden wurde ich von den ersten Männern der langen Strecke überholt. Die hatten dann 3,5 Stunden und 40 km in den Beinen. Allmählich ging es Richtung Gipfel vom Zwölferhorn. Der erste Blick durch die Bäume auf die Wolkendecke und ich musste das Handy rausholen. Ich wusste ja nicht, wie lange die Wolken noch unter uns da sind, ob wir wieder diesen Blick irgendwo haben werden und ich war ja auch zum Genießen da. Je weiter ich hoch kam, um so besser wurde es… aber trotzdem besser ist besser 🙈
Oh ja, oben angekommen …, es war ein Traum. Genau wegen solcher Momente mache ich das. Hach, ich hätte ewig dort bleiben können. Nützt ja nichts, also weiter wieder nach unten Richtung Wolfgangsee. Auf dem Weg gab es eine Stelle, wo einige Läufer falsch gelaufen sind, ansonsten war alles super ausgeschildert.
Der Wolfgangsee lag teilweise auch noch im Frühnebel. Ich fand das sehr mystisch. Ein kleines Stück sind wir am See gelaufen, um dann den Schafberg zu erklimmen. Der hat mir ganz schön zu schaffen gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich irgendwie keine Lust mehr, aber nützt auch in der Situation nichts, weiter geht es nach oben.
Nach ca. 24 km und 1900 hm war auch der zweite Gipfel erklommen. Jetzt hieß es wieder nach unten Richtung Wolfgangsee, das gleiche Stück wieder zurück allerdings jetzt bei herrlichem Sonnenschein. Auf der anderen Seite wieder aufwärts mit Blick auf den Wolfgangsee. Jetzt ging es immer wieder auf und ab Richtung Fuschlsee. Am VP habe ich meine Tasche zum Transport ins Ziel abgegeben und weiter ging es. Der See lud an so vielen Stellen zum Baden ein. Aber nützt ja auch hier nichts…weiter geht’s 😅
50 km sind jetzt ca. erreicht… also immer noch 25 km und ca. 1000 hm. Jetzt geht es weiter immer auf und ab. Viele Läufer von der langen Strecke überholen mich. Aber auch eine Frau von meiner Distanz überhole ich und nehme ihr auf den Kilometern ca. 50 min ab.
Am letzten VP mit Vollverpflegung setze ich dann meine Stirnlampe auf, ziehe die Ärmlinge an, binde die Jacke außen an den Rucksack, Buff um den Hals und weiter geht’s. Die Frauen am VP meinten, es wird kalt durch die Schlucht. Aber irgendwie wurde es nicht kalt, zumindest mir nicht… alles wieder ausgezogen.
Jetzt hieß es konzentriert zu laufen. Erst wieder hoch und dann runter im Scheinwerferlicht meiner Stirnlampe. Wurzeln, Steine, Schotter, Treppen…ich hatte es irgendwie satt. Einzig der Gedanke an die Treppenläufer vom METM haben mir Kraft gegeben. Die laufen 24 Stunden Treppe hoch und runter, Tanja Höschele immer mit ihrem lächeln… also nützt ja nichts 😅
Der kurze Blick auf das beleuchtete Salzburg entschädigte wieder für alles. Jetzt der letzte Abstieg um den Kapuzinerberg wieder hoch zu stapfen…und wie sollte es anders sein… Treppen. Der letzte Abstieg und auf einmal steht man mitten in der Salzburger Neustadt, Partystimmung bei den jungen Leuten. Und man kommt da müde, verschwitzt, dreckig durch die Menschen. Aber alle klatschen, feuern an. Noch einmal für Salzach überqueren und das Ziel ist nicht mehr weit. In der Altstadt ist es eher ruhig, aber trotzdem wird man angefeuert und ich bin überglücklich, als ich endlich durch das Ziel springen kann.
Thomas hatte mir zwischendurch geschrieben, dass er schon in Salzburg ist. Er musste leider verletzungsbedingt eher aussteigen. Im Ziel haben wir uns dann getroffen, ein Finisherfoto, Cola und darauf habe ich mich die gesamte Strecke gefreut… Mozartkugeln😂
Den Sonntag haben wir entspannt mit einer Bootstour, Besichtigung von Schloss Heilbronn und zurück mit dem Doppeldeckerbus genossen und mit echten Salzburger Nockerln beendet.
Rundum ein wunderschönes Wochenende, auch wenn es für Thomas nicht wie gewünscht gelaufen ist und Gunnar gefehlt hat.

 



Nach 2 Verschiebungen konnte ich mit meiner 3er Seilschaft „Ultralauf Dresden Team Oppacher“ endlich am 5.September um 0.00 Uhr beim Mt. Everset Treppenmarathon starten.
Safi unser Supporter und ich waren am Vortag noch bis 21.30 Uhr arbeiten…
Als Startläufer stiefelte ich in die 1. Runde. Mit den ersten Stufen kam ich überhaupt nicht klar. Zuviel Aufregung, die Feinmotorik…
Ruhig bleiben in den Tritt kommen, nach unten schauen, konzentrieren. So ging es über die ersten Meter los.
Nach 8:01 Min übergab ich an Christian Sandkaulen.  Er gab drückte genauso auf das Tempo. Nach Christian war dann Timo Forstner dran.
Wir sind schon seit Jahren ein Team an der Spitzhaustreppe.
Die Wechsel planten wir nach jeder Runde. Ohne Wissenschaft oder irgendwelche Statistiken… Da ich nicht ganz ausgeschlafen waren, war die Müdigkeit ein großes Thema. Am Sonnabendnachmittag habe ich 45 Minuten schlafen können, bis mich ein Mitbürger weckte.
Nur nicht einschlafen nachts in den Laufpausen. Immer die Gedanken wachhalten. Die zweiten Gedanken gingen zur Ernährung.
Beim Mauerwegslauf im August hatte ich mir hierzu überhaupt keine Gedanken gemacht. Gels und Riegel von GU hatte ich ausreichend im Gepäck. Auch ein paar Schnittchen von meinem glutenfreien Brot waren dabei. Getränke : Zitronentee aus der Metro und Drink Taps von GU. Mit dem Essen und Trinken in den Pausen konnte ich meinen Körper „überlisten“ und den Biorhythmus im Schwung halten.
Das Teamzelt für alle Läufer war gut geheizt, man hätte hier gut und in aller Ruhe schlafen können… Ich ging nach dem Essen lieber raus und nutzte gegen die Kälte der Nacht wieder einen Poncho von Globetrotter.
So ging es im 1 Runden Modus über die ersten Stunden. Ein Hahn in der Nachbarschaft kündigte ab 4.45 Uhr im Viertelstundentakt den neuen Tag an. Die Sonne ließ sich auch bald blicken. Auf die Rundenzeigen an der Strecke oder im Internet schaute ich nicht. Wichtig war für mich meine Runde/n schnell und kontinuierlich zu absolvieren. Gezählt habe ich meine Runden selbst nicht. Wozu auch, die Zeitmessung vom Baerservice funktionierte ganz gut.
Am Vormittag war dann meine Müdigkeit weg. Die Knie machten zuverlässig ihre Arbeit. Ich war zufrieden mit der Welt. Nach dem Mittag musste Christian zur Arbeit. Sein Job als Altenpfleger brauchte ihn.
Nach 30 Runden beendete er sein Rennen. So konnte er noch etwas schlafen vor dem Spätdienst. Für Timo und mich ging es weiter.
Weiter bis wir unsere 100 Teamrunden voll hatten. Das Rechnen für die Zielzeit hatte ich aufgegeben. Keine Energie für die Mathematik mehr. Laufen, dafür ist immer Energie da.
Respekt für die Einheiten der Feuerwehrleute, im Vollschutzanzug. Das würde mich auch mal reizen… Einige der Einzelstarter und Dreierseilschaften hatten zwischenzeitlich ihre 100 schon voll.
Die letzten Runden machten nochmal richtig Spaß. Wir lagen auf Platz 2. Treppenmaskottchen Clara überreichte uns die Medaillen.
Toll die Runde 💯. Nochmal die paar Stufen genießen. Im Ziel Glückwünsche. Die Zeit bis zur Siegerehrung nutzte ich für etwas Schlaf. Denn 17.00 Uhr war Dienstbeginn im Kahnaletto.
Die Siegerehrung wurde sogar etwas vorgezogen. Dafür sage ich Ulf und Peter Danke. Mit dem Citroen und Mausi am Steuer ging es auf Arbeit.
Mir hat es Spaß gemacht und ich freue mich auf den 18. Treppenmarathon im Mai 2022. Dem Team des Verpflegungszelt möchte ich Danke sagen für das Obst.
Danke an Reiner Mehlhorn für die Trainingspläne.
Vielen Dank an GU-Energy für die Bereitstellung ihrer Produkte.


748 Tage – das war das Zeitfenster zwischen meinem Start beim Frankfurt City Triathlon 2019 und dem Allgäu Triathlon 2021 am 22.08.2021.

Entsprechend groß war die Vorfreude, aber auch der Respekt vor der Distanz und meinem ersten offiziellen Wettkampf 2021. Geplant war diese Halbdistanz schon 2020, aber aus bekannten Gründen wurde die, genau wie viele andere Sportveranstaltungen auch, abgesagt und auf 2021 verschoben.

Was ich im Allgäu erlebt habe, könnt ihr im nachfolgenden Bericht lesen:

Allgäu Triathlon 2021 Classic

 



Wie alles begann:

2019 war ich schon mal in einem 2er Team (90 km) gelaufen, mit Herz und Seele. Ende 2019 sprach mich Petra Schneider an, ob ich in ihrem Team mitlaufen möchte. Klar wollte ich. Egal ob im 2er oder 4er Team.

Die Anmeldung klappte mit einem 4er Team – den Urlaub darauf ausgerichtet. Leider fiel der Mauerweglauf 2020 aus. 2021 sollte es klappen. Leider war meine Urlaubsplanung diesmal nicht ganz so optimal. Auch die aktuellen Lage wirkte sich auf die mentale Vorbereitung aus. Soll und kann ich mich auf den 14./15.08.2021 freuen. Oder fällt er wieder aus?

Vorbereitung: 

Meinen Trainingsplan richtete Reiner Mehlhorn darauf aus. In den folgenden Monaten bin ich viel gelaufen. Bin aber auch geradelt und geschwommen (siehe: Bericht zu meiner Mitteldistanz in Moritzburg und zum 10.000 m Schwimmversuch im Freibad Siebenlehn). Mein Herz schlug kräftig und rhythmisch für den August.

Es ist so weit:  

Die Abfahrt am 13. August stand bevor. Mit Petra und ihrem Mann ging es von Dresden in die Hauptstadt. Startnummer abgeholt und viele Freunde beim Briefing getroffen. Dann schnell ins Hotel und zeitig ins Bett. Mit dem Schlafen klappte es nicht so gut. Erst machten Jugendliche vor dem Hotel, später im Hotel Party.

Rechtzeitig erreichte ich am 14. August mit Bus und U-Bahn den Jahn-Sportpark. Den Kaffee hätte ich mir sparen sollen, denn er wollte partout nicht in meinem Körper bleiben. Vielleicht war es auch nur die Aufregung.

Mein Plan für den Mauerweglauf:

Zuerst wollte ich als Startläufer die 59 km absolvieren. Später als Begleitung noch einige, möglichst viele Kilometer machen und Petra, Ines und Marcus begleiten. Quasi Begleitung ohne Fahrrad, was auch möglich gewesen ist.

Start:

Vor dem Eingang zum Startareal stand Security, die auf die Registrierung mit der Luca App bestand. Bei dem Angebot konnte ich nicht nein sagen. Pünktlich um 7:30 Uhr ging es für alle Startläufer der 4er Teams los. Die 2er Teams und die Alleinläufer (siehe unten: Pierre Wellhöfer) waren da schon einige Zeit auf der Strecke. Ich versuchte in meinen 6er/6.30er Modus zu kommen. Nur nicht zu schnell loslaufen. Zunächst konnte ich in einer kleinen Gruppe mitlaufen, was gut war. Denn ich habe nicht alle Hinweis/Richtungspfeile entdecken können. An roten Ampeln machte das Warten so gleich viel mehr Spaß. Es wurde zudem vorab vom Veranstalter gewarnt, die Ampel zu überlaufen. Offizielle Kontrollen gab es nicht. Nur diesen und jenen Sportler in Zivil an einigen Kreuzungen. Mit Kay aus Dresden-Weixdorf kam ich kurz ins Gespräch. Am 1. VP zerriss sich die Gruppe, oder ich brauchte zulange um den Mehrwegbecher aus meinem Rucksack zu bekommen. So nutzte ich mein Garmin Oregon mit dem aufgespielten Track zur besseren Navigation. Am 1. Wechselpunkt in Teltow übergab ich den Transponder an Petra Schneider. Die zu meiner Überraschung im 5.45 Uhr Pace startete. Nach 3 km ließ ich sie ziehen. Für mich ging es ruhiger weiter. Die Sonne meinte es zu gut mit uns. Teilweise über 25 Grad. An den VP’s gönnte ich mir nicht nur Wasser zum Trinken. Sondern auch 1-2 Becher über den Kopf. Was mir eine Ermahnung einbrachte.

Ernährung: 

Zu Anfang nahm ich nur Obst zu mir. Gels und Riegel von GU erst zu einem späteren Zeitpunkt. Im Nachhinein betrachtet, muss ich das früher machen. Über die Ernährung hatte ich mir keine Gedanken im Vorfeld gemacht. Bisher hat bei meinen Ultraläufen alles immer so gepasst. Vielleicht fehlte Mausi als Helfer, die immer auf mich achte und dass ich schön esse. Oder es war mein Kopf,  der nicht ganz bei der Sache war?

Abend/Nacht: 

Es wurde zunehmend frischer/kälter. Um 21:00 Uhr zog ich mir meine Lauf-Leucht-Weste über und schaltete mein Stirnlicht an. Denn das war Vorschrift vom Veranstalter. Ich lag zwar noch im Zeitplan, aber ich kam nur noch langsam vorwärts. Die Luft war irgendwie raus. Solange mich die Besenläufer nicht erreichten, wollte ich weiter machen. Laufen und kämpfen so und nicht anders. Die Leute die früher geflüchtet waren, die mussten ja auch laufen und kämpfen. Am VP 16 nach 103 km war das Ende der Fahnenstange für mich erreicht. Die Besenläufer hatten mich „eingefangen“.😀

Fazit: 

Eine schöne Laufsportveranstaltung. Viele freundliche Helfer. Danke an Reiner Mehlhorn, meinen Trainer, für die Trainingspläne und an Ute Teuber für das Tapen. Ich wünsche mir nur mehr Sicherheit in den Monaten der Vorbereitung. Damit ich mich auch seelisch und moralisch auf den Lauf einstimmen kann. Mit dem Auf und Ab der Gefühle komme ich nicht mehr klar.

Meine 4er Staffel „Laufen verbindet“ erreichte den 30. Platz.

Berlin wird mich wiedersehen



Drei Wochen ist es jetzt her, dass ich mein Projekt Stoneman Miriquidi 162 km laufen am Stück wegen Magenproblemen nach 90 km schweren Herzens aber vernünftigerweise abbrechen musste. Gesundheit und Sicherheit gehen nun einmal vor. Wäre es ein normaler Wettkampf mit VP’s gewesen, hätte ich mich von VP zu VP durchgekämpft. Immer mit dem Gedanken der Sicherheit, wenn es nicht mehr geht, komme ich auch wieder zurück. Aber so alleine durch die Nacht im Dunkelwald…die Übersetzung für Miriquidi…ist das einfach keine Option. Auch die restliche Strecke am nächsten Tag laufen, war keine Option. Der Magen war noch nicht wieder richtig fit. Aber der Gedanke, die Strecke wenigstens noch komplett zu laufen, ließ mich nicht los.
Und so habe ich mit Jule ein ziemlich knappes Zeitfenster zwischen den kommenden Wettkämpfen gefunden. Das war genau das letzte Wochenende. Genug Zeit der Regeneration von den 90 km und vor dem Mozart 💯. Der ursprüngliche Plan, dass mich Jule wieder begleitet, wurde durch einen verletzten Fuß leider unmöglich.
So habe ich mich Samstag früh alleine auf die Strecke begeben. Im Rucksack hatte ich Nüsse, Datteln, Riegel, 2 Liter Zitronenwasser, paar gekochte Kartoffeln mit Salz, Erste Hilfe Set, Stirnlampe und in den Flaschen Tailwind. Gestartet bin ich wieder in Rittersgrün. Von dort ging es auf teilweise bekannten wegen vom Sachsentrail zum Rabenberg. Zum Glück war ich noch relativ zeitig dort, so dass ich die Mountainbike-Strecken laufen konnte. Allerdings habe ich die Ohren wirklich sehr gespitzt, dass nicht doch ein Biker von hinten angeschossen kommt.
Die Strecke kannte ich eigentlich bisher nur andersherum. Diesmal lief ich bergab und nicht wie beim Sachsentrail kurz vor dem Ziel bergauf. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. Bis zur Talsperre Sosa war die Strecke ziemlich abwechslungsreich, immer wieder plätschert Wasser irgendwo, durch das wechselhafte Wetter dieses Jahr ist die Natur so schön grün. Den Pfad der Verjüngung habe ich dann doch nicht genommen. Ich wollte keine zusätzlichen Meter und HM riskieren. Und ob es hilft, ist ja auch fraglich 😂
Die Talsperre kannte ich schon vom Dreitalsperre Marathon vom letzten Jahr und so war ich auch immer wieder auf dieser Strecke unterwegs. Das letzte Stück bis Eibenstock war identisch wie der Lauf. So hatte ich in Eibenstock 40 km auf der Uhr stehen. Zu Hause hatte ich mir einen Supermarkt ausgesucht, der an der Strecke liegt. Hier habe ich mir Melone, Wasser und eine Gartenlimonade gekauft und Mittag gemacht. Das Wasser aufgefüllt und weiter ging es zum Auersberg. Zu Fuß bemerkt man natürlich die Wegweiser… Auersberg 3,4 km. Irgendwo müssen ja die Kilometer vom Stoneman herkommen. Und so ging es im großen Bogen um den Berg immer leicht bergauf ca. 8 km bis auf den Berg. Hier habe ich das erste Mal ziemlich vor mich hin gemeckert.
Nach 52 km endlich oben. Der letzte fehlende Berg war also auch erledigt. Und hier stand tatsächlich 26,6 km bis Rittersgrün. Jetzt wusste ich auch, was Jule meinte, die Strecke ist insgesamt länger. Sie muss es wissen, ist diese schon einige Male gefahren. Naja nützt ja nichts, ich muss ja wieder zurück. Erst ging es wieder bergab. Endlich wieder etwas schneller laufen und eben auch mal kurz verlaufen 🙈
Allmählich wurde es wirklich zäh. Die Kilometer wollten nicht mehr weniger werden und die Zeit schien endlos. Die leckeren Himbeeren und Heidelbeeren am Wegrand waren eine willkommene Abwechslung und Vitaminbombe. Endlich der ersehnte Wegweiser Rittersgrün 7,7 km. Am nächsten Wegweiser hatte ich die Option abzukürzen. Ab da ich weiß, daß Rittersgrün sehr langgezogen ist, hätte ich ja sonstwo rauskommen können und ich wollte ja auf der Originalstrecke bleiben. Also ging es weiter noch 5, 4, 3… Ziel in Rittersgrün und das letzte Mal die Stempelstelle gedrückt.
Eine Finisher-Cola gekauft und noch bis zum Auto gegangen. So wie auf dem Fichtelberg vor drei Wochen bin ich auch dieses Mal noch paar Runden auf dem Parkplatz gegangen, um die Kilometer voll zu machen 😂
Am Ende stehen an diesem Tag 82 km auf der Uhr und das Projekt Stoneman hat einen versöhnlichen Abschluss gefunden.


Nachdem der Mozart 💯 in den September verschoben wurde, musste für mich als Vorbereitung für ein Vorhaben im Juli ein langer Lauf her. Was eignet sich besser dafür, als der Sachsentrail im schönen Erzgebirge. Und ich hatte sowieso noch eine Rechnung offen. Also kurzerhand einen Startplatz von einem lieben Freund übernommen, umgemeldet und los ging es in ein tolles Wochenende mit ganz vielen Lauffreunden, einige von ziemlich weit angereist. Darüber habe ich mich am meisten gefreut.

Der Freitag Abend verabschiedet sich mit Regen, um so schöner war der Blick aus dem Fenster am Samstag morgen…blauer Himmel, Sonnenschein 😎 Für mich sollte es ein entspannter Lauf werden, Hauptsache mit Freude und gesund im Ziel ankommen. Reiner Mehlhorn, Steven Günther und Ulf Kühne als Schlussläufer wollten mich allerdings erst im Ziel wiedersehen. Naja, das war zumindest eine Vorgabe 😅 Also lief ich gut gelaunt und voller Freude los.

35 km der Strecke kannte ich je bereits ziemlich gut. Der Abschnitt auf den Fichtelberg war neu und darauf freute ich mich. Von Reiner hatte ich im Vorfeld schon ein paar Fotos gesehen, wo es ziemlich schlammig war. Ich vermutete daher, dass der Grenzgraben kaum passierbar wird. Das war eine Fehlanzeige, der war ziemlich trocken und gut laufbar. Kurz nach dem Graben stand Reiner und wartete auf seinen Einsatz als Schlussfahrer. Wir haben kurz geredet und er meinte noch, es wird schon noch nass. Naja, ich war gespannt. Also weiter ging es Richtung Fichtelberg. Wir mussten das letzte Stück eine Abfahrtspiste nach oben. Von unten sah man, wie sich die Läufer nach oben schlängelten. Das kannte ich schon vom TAR also nichts neues.

Oben angekommen begann es etwas zu regnen. Ich habe mich aber dagegen entschieden, die Regenjacke anzuziehen. Laut Wetterbericht sollte es nur kurz regnen. Nach einer Stärkung am VP… leider waren die Kartoffeln alle😔…freute ich mich auf den Downhill… endlich wieder laufen. Die Freude dauerte nicht lange und ich steckte mit beiden Füßen knöcheltief im Schlamm. Jetzt wusste ich, wovon Reiner gesprochen hat😂 Also hieß es aufpassen, um nicht im Dreck zu liegen.

Irgendwann unten angekommen und einige Kilometer weiter, war ich dann wieder auf der bekannten Strecke, die letzten ca. 18 km der 35 km Runde. An der Stelle, wo man eine kleine Schleife laufen muss, wollten doch tatsächlich zwei Läufer kurz vor mir abkürzen. Die habe ich schnell wieder in die Spur geschickt…noch dazu wo einer der beiden mich kurz vorher als Stockwanderer betitelt hat…und trotzdem war ich schneller unterwegs🙈 Die nächsten zwei VP’s wecken Erinnerungen vom letzten Jahr in mir. Und ich weiß, dass ich letztes Jahr alles richtig gemacht habe. Freunde sind wichtiger als ein Lauf bis ins Ziel. Durch die Nässe in den Schuhen merke ich, dass ich mir unter beiden Füßen Blasen gerieben habe. Das Laufen wurde dadurch schon schwierig, aber irgendwie waren es auch nur noch 9 km ins Ziel und ein ziemlich blöder Anstieg. Obwohl ich die Strecke schon so oft gelaufen bin, war ich mir an einer Stelle total unsicher. Irgendwie dachte ich immer, es geht nur noch bergauf und auf einmal lief ich bergab. Hatte ich irgendwelche Richtungspfeile übersehen. Die Markierung war da. Ich war fast unten, Panik, kurzes schimpfen und fluchen…musste ich jetzt tatsächlich wieder zurück, den Berg hoch.

Zum Glück kam das nächste Schild und ich war richtig. Also jetzt wieder weiter nach oben. Ich horchte und hörte nichts. Normalerweise hätte mich der ON-Stand die letzten Kilometer antreiben müssen… Ruhe… niemand da. Auch der Wasserstand nur noch ein Tisch mit paar Flaschen Wasser und Becher. Ein trostloses Bild, schade! Die letzten endlos erscheinenden Kurven der Bike-Strecke nach oben gekämpft und endlich das Ziel vor Augen.

Glücklich und zufrieden bin ich durch den Zielbogen gelaufen. Und ich habe es geschafft, die Schlussläufer haben mich erst im Ziel gesehen 😎 Den Abend habe ich dann mit einer Freundin ruhig ausklingen lassen, habe im Auto geschlafen und am Sonntag bei den Läufen zugeschaut und mit vielen Bekannten die Zeit verbracht. Für mein Vorhaben im Juli weiß ich, es wird hart aber ich bin auf einem guten Weg. Zu gegebener Zeit dazu mehr. Jetzt heißt es regenerieren und Blasen heilen lassen.



In vier Monaten soll unser 22. DRESDEN-MARATHON stattfinden, nachdem er im vergangenen Jahr leider durch Covid19 verhindert wurde. Ob und mit welchen pandemiebedingten Einschränkungen unser Event am 16./17. Oktober starten wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös voraussagen. Wir arbeiten an verschiedenen Konzepten und haben den 20. August 2021 als Deadline festgelegt. Wir hoffen, bis zu diesem Zeitpunkt eine verlässliche Aussage der betreffenden Behörden zu erhalten, wie wir den 22. DRESDEN-MARATHON erfolgreich durchführen können. In den dann verbleibenden acht Wochen wäre nach unserer Ansicht und mit der Unterstützung unserer Sponsoren, ehrenamtlichen Helfer, unserer Vereinsmitglieder und der beteiligten Institutionen, Dienstleiter und Gewerken die außergewöhnliche Situation zu meistern.

Sollte es wider erwarten doch zu einer Absage kommen, erhalten alle bis dahin gemeldeten Teilnehmer je nach Wunsch Ihren Startplatz auf 2022 übertragen oder das Meldegeld bis zu 100% zurückerstattet.



Seit Jahren hatte ich mich mit dem Gedanken dazu getragen, sowas zu machen. Jedermann, Olympisch oder beides an einem Tag . Das hatte ich schon Alles beim Schloss-Triathlon Moritzburg absolviert.

Im Januar in diesen Jahr mit Herzklopfen endlich den Anmeldebutton bei der MD gedrückt. Reiner Mehlhorn hat das in meinem Trainingsplan eingearbeitet. Die Schwimmeinheiten (etwas kürzer) habe ich wagemutig im Freiwasser gemacht. Die Prognosen zur Durchführbarkeit wurden immer besser. Die Rad- und Laufrunden habe ich regelmäßig in/um Moritzburg absolviert.

Die kurzfristige Absage war schon traurig, aber ganz aufgeben wollte ich nicht. Oder, wenn ich was mir in den Kopf setze > dann muss ich es fertig bringen.

Also Plan B:
Der Radeburger Stausee ist mein See:  Sommer wie Winter. Beim letzten Probeschwimmen den See „ausgemessen“.
Die Anreise zum See ab Klotzsche, genau wie bisher auf eigener Achse mit dem Rad.

Wechselzone hier: meine Frau , in Personalunion als Konfektionsberater .
So dauerte der Wechsel etwas länger…
Dann aufs Rad und die knapp 10 km nach Mobu zum Radstart geradelt.
Hier die 3 original Runden runtergespult. Dabei nach dem Kreisverkehr die „Hartmut Kohn Kurve“ immer stressfrei durchfahren (ich bin da mal geradeaus abgeflogen und auf dem Acker gelandet).
Nach der 1. Runde sah ich den Vereinstreff des Moritzburger Schlosstriathlon am Schwimmstart. Nach der 2. Runde gab es Anfeuerungen am Schlossteich. Vielen Dank, das war super.
Mein Ziel war es eigentlich, nicht überholt zu werden. Aber in der 3. Runde ist es dann doch passiert. Weiter in die Pedale getreten.

Nach meinen 96 km ( incl. Der Anfahrt aus Radeburg) nahm mein Freund und Ultralauf Helfer Bernd Mizera mein Rennrad in Empfang. Fast wie beim Original-Event auf dem Schlossparkplatz.
Kurz gequatscht. Rucksack leergemacht und ab auf die Laufstrecke. Dabei kam ich sehr gut in die Gänge. Keine Laufstartschwierigkeiten. Alles war paletti. Zum Glück war das Wetter nicht zu heiß, keine 30 Grad und Tropische Sonne. Die Spaziergänger nahmen Rücksicht. Bernd war nach jeder Runde mit Reistaler, Banane und Cola zur Stelle.

Nach 1:58 Std hatte ich den HM „fertsch“.
Kleiner Zielsprint. Aber nicht so wie beim Original. Dafür fehlte einfach die „Kulisse“.

Ich bin sonst kein Urkunden- und Medaillensammler, aber hier bei meiner 1. MD fehlt mir das einfach.
Glücklich bin ich, dass ich das Zeitlimit eingehalten habe. Nun habe ich eine Referenzzeit für 2022.

Nach Klotzsche zurück wollte ich eigentlich noch radeln, aber das Angebot an der Fahrt mit Bernd im Auto > war dann doch zu verlockend.
Hoffen wir auf ein gutes 2022.

Bedanken möchte ich mich bei Allen die mich unterstützt haben. Es waren Viele. Danke für die Hinweise, Tipps, konstruktive Kritik, Bereitschaft, Eure Zeit. Falls ich Euch helfen kann, ich bin da.



Eine Wanderung von Dresden nach Berlin, oder wie lenke ich mich in diesen Zeiten ab.

Verletzungsbedingt bin ich in den letzten Monaten mehr gewandert als gelaufen. Die Strecken wurden immer länger. Meine Arbeit musste zusätzlich ruhen 👉 Lockdown.
So reifte in mir der Plan, etwas Größeres zu machen, zumal wir den Ultralauf 9.0 Görlitz + X verschieben mussten.
Nur welche Strecke? Die Corona Regeln galt es ja zu beachten.
Eine Stern-Wanderung mit der heimatlichen Wohnung als Verpflegungsbasis war mir zu einfach. Ich wollte es ultramäßiger, ohne Netz und doppelten Boden.
Irgendwie kam mir Berlin als Ziel in den Sinn.
2014 bin ich mit meinen Ultralauf-Freunden schon mal Dresden-Berlin gelaufen. Den Link von Ulf Kühne auf AllTrails gab es noch.
Diesen nutzte ich zur Navigation, aber vieles musste ich diesmal anders planen.
Hotels zum Übernachten waren geschlossen. Verpflegungsauto konnte ich keins organisieren und die vielen Auflagen in der Situation galt es obendrein zu beachten.
Aber wer mich kennt, der weiß: „Was der Hartmut sich in den Kopf setzt, das zieht der auch durch.“
Mit Jens Kafka bin ich zum Training einige Male mehrstündig im Dresdner Umland gewandert.
Marcus Oertel, Ultraläufer genau wie ich und ein guter Wanderer, habe ich gefragt, ob er denn mitkommen möchte.
Wir ließen es langsam angehen. Unsere jeweiligen Arbeitsstellen ruhten ja.

1. Abschnitt

Am 26. Februar sind wir gestartet am Albertplatz in Dresden.
Marcus wollte nur zum Abendessen wieder zurück sein, somit hatten wir fünf bis sechs Stunden Zeit.
Auf „kurzem“ Weg verließen wir die Stadt in Richtung Flughafen. Ab da begann die 2014er Ultralauf-Route.
Wir haben viel geredet über Sport, Gott und die Welt und die Kilometer purzelten.
Über den Rückweg hatte ich mir noch keine großen Gedanken gemacht – Sachsen ist mit seiner Verkehrsinfrastruktur eigentlich ganz gut aufgestellt.
Als unsere Wanderzeit um war, schaute ich in meinen Fahrplan und da sah es nicht gut aus, denn ab Thiendorf ging es nur spärlich zurück. Marcus erinnerte mich an sein Abendessen.
Da blieb nur Plan M übrig. Das M steht für Mausi. Mit aller Diplomatie konnte ich meine Frau überzeugen, uns mit dem roten Citroën-Express-Auto vor Ort abzuholen.
So endete der erste Abschnitt pünktlich in Thiendorf / LKR Meißen.

Den 2. Abschnitt

begannen wir am 5. März um 17:35 Uhr wieder in Thiendorf. Die damaligen Auflagen ließen das Ziel in Berlin zu.
Meine Frau hat uns wieder zum Start gefahren. Danke Mausi.
Meine Gedanken zum Thema Verpflegung waren rückwirkend betrachtet, etwas blauäugig. Gels, Riegel von GU und eine Konserve mit Fleisch, mehr ging in meinen Laufrucksack nicht rein. Sechs Kilogramm wog das gute Stück…
Marcus war mit seinem Wanderrucksack besser ausgerüstet.
Im Vorfeld hatten wir uns schon damit beschäftigt, wie lange wir wohl wandern können, ohne zu schlafen.
1999 war ich zur Geburt meiner ältesten Tochter 36 Stunden munter gewesen. Beim Treppenmarathon in Radebeul waren es über 24 Stunden.
Von Thiendorf bis zu unserem Zielpunkt in Berlin wären es theoretisch 160 km gewesen. Bis Zossen wären es 127 km gewesen…
Mit diesen Gedanken ging es auf den 2. Abschnitt, locker und zügig in die erste Nacht.
Je tiefer die Nacht, desto kälter die Nacht. Das setzte uns zunehmend zu. Zum Jammern blieb keine Zeit, wir wollten weitere Kilometer machen.
Dank des Streckenlinks auf meinem Garmin Oregon war unser Weg sehr gut vorgezeichnet.
Einmal, als ich nicht auf mein Garmin geschaut hatte, rief mich Marcus aus meinem „Tunnel“ mit den Worten: „…Hartmut ich glaub, wir müssen hier in den Wald abbiegen…“
Da waren meine Sinne wieder wach und so ging es in den Wald.
Ohne Aussicht auf ein warmes Getränk gingen wir zielstrebig weiter. Wir aßen spontan und sporadisch aus dem Laufrucksack.
Ich vermisste hier die VP-Punkte von den Marathon-Veranstaltungen und des Ultralaufs Dresden mit den freundlichen Helfern.
Marcus spürte, dass es mir nicht gut ging. Das Gewicht meiner persönlichen Ausrüstung drückte sehr auf meinen Rücken / mein Gemüt.
Er bot mir an: einen Teil meiner Ausrüstung in seinen Rucksack zu übernehmen. Dankend nahm ich sein Angebot an.
Hinter Lauchhammer kam uns eine Funkstreife der Polizei entgegen. Es folgte eine Kontrolle. Ganz nett, freundliche Beamte mit der Frage: „Wo wollt Ihr denn hin …?“
Ehrlich geantwortet mit: „… nu nach Berlin.“ Herrlich, die Blicke der Polizisten. Wir setzten unsere jeweiligen Wege fort…

So gegen 3.20 Uhr erreichten wir den Ort Finsterwalde. Die Temperaturen waren unter –5 °C. Marcus bat um eine Pause zum Aufwärmen. Genau da schickte uns der Wandergott ein offenes Tor.
Das Tor hatte ein großes rotes S darüberstehen. Es war heiß wie in der Hölle, der Raum dahinter mit Geldspielautomaten und vieles mehr.
Wir genossen einfach die Wärme und unsere Augen fielen zu.
Plötzlich stand der T… vor mir. Zum Glück war es nur ein Bürger des Ortes auf Suche nach…
Aber: „Ein Koch schläft nicht, er schlummert nur“. Das hat uns „gerettet“ 😀
Kurz nach 6:00 Uhr ging es ohne Frühstück weiter.
Am Ende des Ortes eine offene Tankstelle, wo es das erste Heißgetränk seit Stunden gab.
Frisch gelaunt ging es weiter. Kilometer machen – unser Motto des Tages. Und dann kam die Sonne raus – super.
Wir kamen gut über den Tag. Gerne hätten wir im Privat-Wald-Hotel etwas die Augen zugemacht. Zum Schlafen war der Untergrund sehr geeignet, aber die „Raumtemperatur“ zu kalt.
Die Pausen blieben so kurz und es ging immer weiter in Richtung Hauptstadt der Republik.
Gedanklich gingen wir die Distanz immer wieder durch.
Unsere Fragen drehten sich darum, ob wir die zweite Nacht bei den Temperaturen schaffen würden.
Unser Tempo ließ zudem nach…
Ich schaute im elektronischen Fahrplan nach möglichen Heimfahrten/Abfahrtsorten.
Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für Dahme/Mark.
Dort erwischten wir den letzten Bus des Tages um 18:00 Uhr!
Zossen erschien uns in unserer derzeitigen Lage zu weit.
Zehn oder 20 km hätten wir sicher noch geschafft. Dann wären wir aber irgendwo im Wald gestrandet, ohne mögliches Hotel „S“ und der Plan M war hier nicht verfügbar.
Lieber mit dem ÖPNV nachhause als eventuell mit einem Auto der Behörden.
So beendeten wir diesen Teil aus Gründen der Vernunft in Dahme.
Wir beide sagten uns, dass wir die restlichen Kilometer irgendwann nachholen werden!
So entstand der Plan zu Dahme/Mark – Berlin.
Große Überlegungen wurden diesmal zur An/Abreise angestellt, denn von Berlin nach Dresden kommt man in der Zeit von 20:00 bis 6:00 Uhr in direkter Verbindung sehr schlecht.

3. Abschnitt : Dahme/Mark-Berlin

Wir nahmen am 27.3. um 7:00 Uhr den ersten Zug von Dresden nach Dahme. Mit nur zwei Mal umsteigen kamen wir um 9:30 Uhr am Startort an.
Bewusst setzten wir uns kein Zeitlimit, buchten keinen festen Zug ab Berlin.
So konnten wir gedanklich freier wandern.
Die Temperaturen versprachen diesmal mehr Frühling.
Ausrüstungstechnisch hatte ich mich verbessert.
Dank Sportfreund Jens Kafka konnte ich mir einen Wanderrucksack umschnallen.
Und diesmal hatten wir auch nur eine Nacht(wanderung) vor uns.
Somit gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche 80 km Wanderung.
Die Kilometer und Stunden purzelten nur so.
Den Wunsch, nach einem weiteren Kaffee oder einer Einkaufsmöglichkeit konnten wir uns aber erst nach neun Stunden erfüllen. Bis dahin nix und das Mitten in Deutschland.
Bald war es dann auch schon wieder dunkel. Ich zog mir zur Sicherheit meinen Reserve-Pullover an. Der Frühling vom Tage war vorbei. In der Nacht versprach es wieder Winter zu werden…
Nach Mitternacht war der Wunsch nach Hotel mit dem roten S wieder da. Marcus bemühte sein Handy. Das vorliegende Netz ließ eine Suche im Internet zu…
Gegen 0:45 Uhr standen wir wieder vor diesem schönen Raum. Diesmal war es die Ausführung „Himmel“ vor uns.
Kalt und kleiner als in Finsterwalde, trotzdem wurden wir herzlich aufgenommen.
Um 3:00 Uhr Sommerzeit gingen wir auf die letzten Kilometer. Den Atem von Berlin konnten wir schon förmlich spüren.
Da kein Polizeirevier in der Nähe war, gab es auch keine Funkstreifen.
Gegen 4:30 Uhr wurde es nochmal schwer. Der Marathon-Mann mit dem Hammer stand auf dem Weg. Wir sind uns sicher, wenn ein Auto da gewesen wäre. Dann wären wir hier bestimmt eingestiegen.
Der Wille und der fehlende ÖPNV trieben uns weiter in Richtung Ziel.
Wir mussten den Ort Roter Dudel erreichen. Denn von da aus ist es nur noch kurz bis Berlin.
Ab da lief es wieder richtig gut.
Das Orteingangsschild der Hauptstadt erreichten wir gegen halb sechs. Das Pflichtziel war erfüllt. Jetzt war alles nur noch Kür.
Der Anhalter Bahnhof oder der Hauptbahnhof? – da konnten wir uns noch nicht entscheiden. Wir einigten uns, bis ca. 7:30 / 7:45 Uhr auf der originalen Ultralauf Strecke von 2014 zu bleiben.
Dann wollten wir festlegen, ob U/S-Bahn oder einfach weiterwandern.
Am U-Bahnhof „Alt-Mariendorf“ stiegen wir in den Untergrundzug.
Denn kurz nach 9:00 Uhr fuhr ein schneller Zug ab Hbf nach Dresden zu einem guten, fairen Preis.
Marcus wollte mich überreden, das Ticket gleich online zu buchen. Ich lehnte ab, da ich den (Irr)Glauben hatte, dass sich so kurz vor der Abfahrt nix am Preis ändern würde.
Das müssen die Finanzjongleure der DB gehört haben. Als wir gegen 8:20 Uhr am Automaten am HBF kaufen wollten, war das Ticket von 25 € auf 39 € pro Person gestiegen. Mit erhöhten Blutdruck ging es ins Reisezentrum. Eine wirklich nette Mitarbeiterin erklärte uns in zwei Minuten das Buchungssystem der DB. Versöhnlich verwies Sie auf den IC um 10:12 Uhr zum Sparpreis von 29 € pro Person.
So konnten wir noch zwei bis drei Kilometer im Regierungsviertel machen. Mit der Wachmannschaft am Bundeskanzleramt haben wir uns sehr nett unterhalten.
Um 10:00 Uhr waren wir zurück am Hbf. Pünktlich ging es ohne Umsteigen direkt zurück nach Dresden.
Ein roter Citroën holte mich wieder ab. Danke Mausi!
Zu Hause gab es Mittag, warmes Essen im Sitzen, entspannt in einem geheizten Raum. Das wusste ich sehr zu schätzen, denn das kann man nicht immer haben.
1. Was hat mir am meisten gefallen?
2. Und was habe ich am meisten vermisst?
1. Die Freundschaft zu Marcus. Wir haben uns gezogen, motiviert, gekämpft, uns gegenseitig geholfen in guten und schwierigen Augenblicken. Einer war für den Anderen da.
2. Wie schon 2016 auf dem Weg von Poznan nach Vilnius, muss ich sagen: ein WC aus Porzellan. Die sibirische Variante geht zwar auch, ist aber auf Dauer keine so gute Lösung.

Danke an dieser Stelle an Mausi, Reiner, Jens, Marcus, Ulf und die vielen stillen Helfer.



Heute hätte in Columbus (Ohio)  The Columbus Marathon stattgefunden und in Dresden (Sachsen) der Dresden Marathon. Beide Läufe mussten aufgrund der aktuellen Situation abgesagt werden, aber wir haben mit #MeetMeInTheMiddle eine Alternative gefunden und treffen uns auf halber Strecke.
Neben diesem kleinen „Ersatz-Läufchen“ gab es heute auch die Ehrungen für langjährige Helfer-Vereine des DRESDEN-MARATHON sowie für unseren langjährigen Sponsor „Fährgarten Johannstadt“ und eine Spendenaktion unseres Marathon-Vereins zugunsten der jungen Läufer des DSC in der Trainingsgruppe von Erik Haß.
Mit der großartigen Unterstützung der #OstsaechsischenSparkasseDresden kamen dafür insgesamt 2.955,- € zusammen.
DANKE!


Seit 2012 tauschen die Städte Columbus (Ohio) und Dresden im Oktober Läuferinnen und Läufer aus. In der jeweiligen Partnerstadt trifft man neue Freunde und genießt die Gastfreundschaft. COVID 19 hat das in diesem Jahr verhindert!

Die einzige Option ist #MeetMeInTheMiddle / treffen wir uns auf halber Strecke.

DAFÜR MÜSSEN 4.060 KILOMETER GESAMMELT WERDEN. UND DAFÜR BRAUCHEN WIR EUCH! LASST UNS GEMEINSAM bis über den ATLANTIK LAUFEN!

So funktioniert es:

Festgelegter Zeitrahmen: 18. Oktober bis 8. November 2020
LAUFEN, WALKEN, RADFAHREN jede Entfernung
Melde Deine Kilometer nach jedem Lauf / Walk / jeder Fahrt hier:  https://forms.gle/avSKmTSqRfXDdz218

POSTE Bilder von Dir selbst und / oder lokalen Sehenswürdigkeiten oder Deinen Lieblingsorten und erzähle uns davon
Schaue hier oft vorbei, um zu sehen, wie sich unsere Kilometermarkierung auf der Karte bewegt, und um mit anderen Läufern / Walkern / Bikern in CBus und Dresden in Kontakt zu treten.

Informationen dazu findest Du auch auf der Webseite            https://columbusaustausch.de/
oder in der eigens dafür eingerichteten Facebook-Gruppe:
https://www.facebook.com/groups/1995428703920925/?source_id=447094278691129



Letztes Jahr im November haben wir uns für den Traildorado angemeldet. Das ist eine 24 Stunden Trailrunning-Party auf einem Rundkurs von ca. 4 km und 130 Höhenmetern. Meine Uhr sagte mir zwar mehr, aber das wurde auch direkt beim Briefing erklärt, dass jede Uhr andere Daten liefert und somit ein Mittelwert genommen wurde. Aber im Prinzip ist es auch egal, man musst die Anstiege so und so hoch…aber dazu später mehr.
Bei der Anmeldung habe ich noch gesagt, mal sehen, wie die Saison läuft, entweder ich laufe durch und sehe, wie weit ich komme oder genieße einfach die Party am Lagerfeuer, das im Vorfeld hoch gelobte Essen an der Verpflegungsstation und halte, wenn gewünscht, einen Vortrag über unseren Start bei „The Track“  Australien.
Nach dem TAR bis Ende Dezember bin ich kaum paar Kilometer gelaufen und im Januar/Februar wirklich absolut nicht. Die Achillessehne wollte einfach nicht besser werden. Viel Physio, täglich Yoga, dehnen, rollen, Ernährungsumstellung…haben es dann möglich gemacht, dass ich Anfang März die ersten Meter wieder schmerzfrei laufen konnte. Und dann kam Corona. Läuferisch für mich eigentlich ganz super, da ich für die Wettkämpfe sowieso noch nicht fit war. Also war die Entscheidung dann irgendwann klar, der Traildorado wird durchgelaufen und Saisonhöhepunkt…alles oder nichts.
Die letzten zwei drei Wochen vorher habe ich mich dann ziemlich intensiv mit der Strecke und den Ergebnissen aus dem Vorjahr beschäftigt. Und so stand mein Rundenziel schnell fest. Es sollten 30 Runden werden, wenn alles optimal läuft und der Körper ohne Verletzungen, Komplikationen mitmacht. Den Zieleinlauf im Kopf visualisiert, eine kleine Kastanie, welche mir beim letzten Trainingslauf vor die Füße gefallen ist, als Glücksbringer im Rucksack, ging es mit der Bahn nach Arnsberg. Ich hatte massenhaft Wechselsachen im Gepäck, da die WetterApp anfangs Dauerregen angezeigt hat.
Am Freitag sind wir dann die Strecke schon mal abgewandert. Und es war klar, es wird hart. Die Anstiege haben es ganz schön in sich und immer und immer wieder hoch. Ein Stück schön verwurzelt und eng…das wird lustig in der Nacht mit Stirnlampe und schon vielen Stunden auf den Beinen. Ansonsten eben eine schöne Strecke durch den Wald. Nichts Besonderes, wäre eine schöne Trainingsstrecke für kürzere Trainingseinheiten. Wie sagte Michele Ufer beim Briefing so schön, wir sind nicht wegen der genialen Strecke, tollen Aussichten und Landschaft hier, sondern wegen dem Event, der Party. Genau das trifft es perfekt. Michele und sein Team haben ein unvergessliches Event auf die Beine gestellt und unter Coronabedingungen zum Glück durchführbar gemacht. Alles war super und liebevoll organisiert, es hat an nichts gefehlt. Man merkt, dass alle Helfer mit viel Herzblut dahinterstecken. Ganz herzlichen Dank dafür.
Am Freitag haben wir die ersten Bekannten getroffen und andere FB-Bekannte persönlich kennengelernt. Wenn auch mit Maske und manchmal den Einen oder Anderen erst nicht erkannt, das Wiedersehen oder kennenlernen war einfach schön. Da es am Samstag erst 12 Uhr an den Start ging, brauchten wir auch nicht so zeitig zu Bett und konnten noch gemütlich quatschen.
Am Samstag dann das Briefing und los ging es Richtung Startlinie. Für den Traildorado wurde von Andy Jones ein eigenes Lied komponiert und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Dann ging es an den Start, noch das legändere Eröffnungslied „I like to move it move it! gerockt und los ging es. Die erste Runde wird von allen gemeinsam gelaufen vorneweg Michele. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Beine schwer sind. Gedanken gingen durch den Kopf. Aber eigentlich kenne ich die schweren Beine zu Beginn schon. Nach der ersten Runde hieß es dann Feuer frei und die ambitionierten Läufer und die Staffelläufer stürzten los. Gunnar noch kurz viel Glück gewünscht und unsere Wege trennten sich. In der dritten Runde lief es dann rund und ich überlegte mir die endgültige Rennstrategie.
Da ich mein Tailwind in der Trinkblase dabeihatte, wollte ich immer 5 Runden laufen und dann die Verpflegung ansteuern. Für diese Zeit sollte ich also ausreichend versorgt sein und ich hatte immer ein gutes Teilziel im Auge. Es fühlte sich auch wirklich richtig perfekt an. Ziemlich zu Beginn der Strecke musste man den ersten steilen Anstieg hoch. Oder als Alternative paar Meter länger dafür aber nicht so steil…genannt die Pussy-Lane. Die ersten zwei Runden bin ich steil hoch. Meine Waden fanden es nicht ganz so toll. In der dritten Runde dann die Alternative probiert. Die war schon angenehmer und man hat nicht so viel Zeit durch die paar Meter mehr verloren. In der vierten Runde stand der Fotograf genau an dieser Stelle und a) wollte ich mir die Blöße nicht geben und b) war bis dahin auch noch der Plan immer abwechselnd einmal so und einmal so nach oben. Ab Runde 5 bin ich dann allerdings nur noch eine Pussy gewesen😉 Die Waden haben es mir gedankt und der Tag war ja noch lang. Nach dem Anstieg ging es dann noch ein Stück weiter nach oben und dort ein Schild mit dem Motivator. Michele ist eben ein Mentalcoach durch und durch. Er meinte noch beim Briefing, wenn es regnet…er lächelt, wenn es euch schlecht geht…er lächelt…lächelt einfach zurück.
Und das habe ich gemacht, habe mit ihm gesprochen und in der letzten Runde habe ich mich tatsächlich von ihm verabschiedet. Jetzt ging es mehr oder weniger flach auf einem schönen Waldweg weiter, mal etwas hoch und runter um uns anschießend auf einem schmalen verwurzelten Trail durch den Wald zu führen. Hier hatte ich vor der Nacht meinen Respekt, wenn man müde und mit Stirnlampe vielleicht doch nicht mehr so aufmerksam ist. Das Problem war allerdings viel später ein ganz anderes. Anschließend ging es den zweiten Anstieg hoch, um dann erst auf einem etwas verwurzelten aber breiten Weg abwärts auf ein Stück Waldautobahn zu gelangen. Ein Wanderweg am Waldesrand an dessen Ende viele Läufer mit Camper ihr Verpflegungsstation aufgeschlagen haben, noch ein Stück bergab Richtung Start und Ziel. Hier hörte man schon von weiten die gute Stimmung. An die Blackbox musste man Runde für Runde seinen Chip anhalten, so wurden Runden und Zeit gezählt. Die Blackbox gab immer schöne Kommentare von sich, wie: „Das Wetter macht dir wohl nichts aus?“…auch mit der habe ich Runde für Runde geredet.
Oh Gott…was Laufen im Kreis mit einem so alles macht😊 Ich habe auch kaum noch ein Zeitgefühl, wann was war. Ich weiß, ich habe die ersten 20 Runden an meiner Taktik festgehalten, aller 5 Runden an die Verpflegung zu gehen. Das hat wirklich super funktioniert. Ich wollte, so viele Runden wie möglich im hellen laufen. Naja, für meine Verhältnisse hat das auch funktioniert. Es hat am Nachmittag angefangen zu Regnen und ich glaube gegen 18 Uhr wieder aufgehört. Damit hatte ich erstaunlicherweise absolut kein Problem. Irgendwann habe ich in der Ferne im Basecamp Gunnar gesehen und dachte noch, er wird mich sowieso gleich überholen, also brauchst du nicht warten. Aber irgendwie kam er nicht. Gegen 20 Uhr stand er dann auf einmal aber vor mir im Basecamp und hat gegessen. Da habe ich mir dann auch eine Portion Nudeln genommen, haben ihm noch den Zimmerschlüssel gegeben, er wollte sich nur umziehen und ich bin wieder weiter. Aber Gunnar überholte mich nicht mehr. Nach paar Runden hätte er das eigentlich wieder tun sollen. Dafür kreiste ein Hubschrauber über Arnsberg. Ich bekam richtig Panik, schaute dann auch bei den Sanitätern nach…kein Gunnar…ich war erst einmal beruhigt, dass ihm scheinbar nichts passiert ist, aber wo war er? Dann die erleichternde Nachricht von Lutz Kalitzsch, Gunnar ist nicht mehr warm geworden und hat sich schlafen gelegt. Jetzt war klar, ich muss wirklich alleine durch die Nacht. Aber ich wusste auch, dass ich die mentale Stärke habe. Ich kannte es von Australien. Ich hatte das Ziel genau vor Augen und den starken Willen. Noch dazu habe ich mich allmählich auf den Platz drei in der Gesamtwertung der Frauen vorgearbeitet. Ab Runde 22 wurde es dann zwar gefühlt immer schwerer, ich war auch öfters an der Verpflegung, habe warmen Tee und Gemüsebrühe getrunken, Kleinigkeiten gegessen, allerdings wirklich nur das was ich auch vertrage, die Atmosphäre genossen und bin wieder losgetrabt. Rechnen konnte ich nicht mehr wirklich. Nach 15 Stunden dachte ich es ist um 5 Uhr und es wird bald hell…da war es gerade mal 3 Uhr. Mit der Dunkelheit hatte ich absolut kein Problem, im Gegenteil. Auch wenn man die Strecke ja nun schon in und auswendig kannte, war es im dunklen gefühlt einfacher den Berg hoch zu gehen, da man ja die Steigung nicht sieht. Es ist wirklich so vieles reine Kopfsache. Mein größtes Problem waren riesige Blasen unter den Füßen. Auf dem verwurzelten Stück merkte ich richtig, wie ich auf diesen hin und her schwamm und wie groß die sein müssen. Da hat schon jeder Schritt wehgetan und ich habe ziemlich gejammert. Danach habe ich meine Füße im Schuh wieder zurecht geruckelt und die Blasen an ihre Stelle und weiter ging es.
In den langen Nachtstunden habe ich oft an die letzten Worte meiner Mama gedacht. Sie ist genau vor zwei Jahren gestorben. Diese Worte bedeuten mir so viel und geben mir so viel Kraft. Ich habe an Claude Nilles gedacht, mit dem wir letztes Jahr in Australien gelaufen sind und vor wenigen Tagen den Kampf gegen den Krebs verloren hat….Ruhe in Frieden lieber Claude!  Ich denke an Andrea Löw , die gerade 100 km durch die Wüste in Tunesien läuft. Ich denke an meinen Sohn Vincent Schwieck als kleiner Junge, der durch den Pool schwimmt mit den Worten: „Ich schaffe das!“ Ich denke an meine Affirmation aus einer Yoga-Stunde: Mit Kraft und starken Kopf den Traildorado finishen. Und so wird es allmählich hell, es kommen wieder mehr Läufer auf die Strecke und ich habe noch immer Platz drei bei den Frauen. Manche Frauen, die zügig an mir vorbei liefen sprach ich an, um herauszubekommen, ob sie mir meinen Platz streitig machen könnten. Natürlich nie direkt😉 Auch Gunnar tauchte dann irgendwann wieder auf. Die Runde selbst lief er zwar schneller als ich, wartete aber im Start/Zielbereich auf mich und gab mir Informationen zu meiner Verfolgerin. Rechnen konnte ich jetzt selbst überhaupt nicht mehr. Aber schnell wurde dann klar, wenn ich den Platz nicht kampflos hergeben wollte, müssen mindestens 32 Runden her. Also war nach der 30 Runde noch nicht Schluss, der Kopf musste umprogrammiert werden und es war wirklich hart. Aber zwei Runden mussten noch her, zur Not wandernd. Und es war ja schließlich auch ein 24 Stunden und kein 22 Stunden-Lauf. Die Anstiege gefühlt hochgekrochen, runter gelaufen, über die Wurzeln geflucht, den Motivator verabschiedet und die letzten Meter weinend vor Freude und Erschöpfung ins Ziel. So wie ich es mir vorgestellt hatte, war es nicht weder springend durchs Ziel noch auf den Boden knieend…nein, ich hätte die Blackbox vor Freude umarmen können. Jetzt war auch klar, den dritten Platz kann mir niemand mehr nehmen. Jetzt musste alles ziemlich schnell gehen, etwas essen, Sachen zusammensuchen, duschen, für die Siegerehrung vorbereiten, Tasche packen, Zimmer reinigen und ab zum Bus und Bahnhof. Für mich war es einfach ein perfekter Lauf, es hat alles gepasst. Ich bin überglücklich und unsagbar dankbar, dass mein Körper diese Leistung mitgemacht hat.
Ein ganz großes Dankeschön geht an Michele und sein gesamtes Team, die Musiker im Basecamp, Karl-Heinz Duda, der mit seiner Gitarre immer auf der Strecke unterwegs war und uns Läufer mit seinen Liedern motivierte, das DRK. Die Verpflegung war einmalig, wie versprochen ein XXL-Büfett und für mich einfach klasse, eine extra vegane Seite mit vielen leckeren Köstlichkeiten. Es hat uns an wirklich nichts gefehlt.


Dieses Jahr findet weder der Columbus Marathon noch der Dresden Marathon statt. Damit fällt leider auch der traditionelle Läuferaustausch der Partnerstädte ins Wasser.
Um die Verbindung nicht abreissen zu lassen, wollen wir die Strecken zwischen beiden Städten überbrücken und dazu gemeinsam – in beiden Städten – Laufkilometer sammeln.
Am 18. Oktober geht es los! Wir wollen die Entfernung zur Partnerstadt Columbus/Ohio überbrücken. Dazu läuft jeder für, sich oder in Gruppen, zeichnet die Strecke auf und postet gern auch ein paar Bilder von Wahrzeichen und besonderen Orten auf Facebook unter Columbus Dresden Marathon Exchange 2020
Zur Generalprobe des Dresden Marathon e. V. für den virtuellen Marathonaustausch #meetmeinthemiddle kamen beim 25. Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock bereits knapp 600 Kilometer zusammen (592,6km)
Da es sich um ein paar tausend Kilometer (4.060) handelt, wird jede Unterstützung gebraucht. Also macht mit und ladet Freunde ein, uns dabei zu unterstützen. Die Aktion endet am 8. November 2020.


Unsere disejährige Vereinsfahrt führte uns in`s Westerzgebirge zum 25. Drei Talsperren Marathon in Eibenstock. Durch Corona war es lange Zeit nicht sicher ob wir nach Eibenstock fahren und ob der Marathon stattfindet. Im Juli fiel die Enscheidung, dass wir in jedem Fall nach Eibenstock fahren werden, egal ob der Marathon stattfindet oder nicht.

Die Veranstalter hatten schon im Juli Sommer ein genehmigtes Hygienekonzept, trotzdem war es bis zum Schluß nicht sicher ob die Veranstaltung wirklich durchgeführt werden kann. Am Ende ging alles gut und am 19. September fiel der Startschuß für die 6 Strecken (Rad 100km, Rad 50km, Rad 30km, Halbmarathon, Marathon und Lauf 8km).

Die Vereinsmitglieder waren über alle Strecken vertreten und haben mit sehr guten Ergebnissen erfolgreich gefinished:

Cathleen Frank Marathon 1. Platz AK,
Thomas Sperling HM 1. Platz AK,
Frank Fiedler HM 3. AK,
Wolfgang Preusse, HM 2. AK,
Gerald Henzel, HM 3.Platz
Birgit Henzel, HM 1. Platz
Laszlo Petras, HM 2 Platz AK Behördenmeisterschaft
Peter Hilbert, 8 km 3. Platz AK
Klaus Lippmann, 8 km 3. Platz AK
Luisa Sperling, 8 km 2. Platz AK
Christine Hasselmeyer, 8 km 1. Platz AK
Rainer Weber, 8km 3. Platz AK
Dietmar Hörnig, 8km 2. Platz AK
Top 10 Plazierungen von Jens, Reiner, Hartmut und Helmut, …
… und hier gibt`s Reiner`s Bericht


Nach den viele Absagen in diesem Jahr gab es am 22. August mit dem Oberlausitztrail eine Laufveranstaltung die nicht abgesgat aber von Juni in den August verschoben wurde.

Kerstin, Gunnar und Reiner haben den großen Oberlausitzer mit 48km und 1500HM gefinished.

Unter dem folgendem Link beschreibt Reiner seine Erlebnisse auf diesem kleinen, mit sehr viel Herzblut organisierten Ultra durch die Oberlausitz:  „Oberlausitztarail 2020“

… und Kerstin`s Bericht lest ihr im folgenden Text:

Genau zwei Wochen ist der OLT jetzt her und ich schaffe es endlich meine Erlebnisse aufzuschreiben. Für mich war es eine komplett neue Erfahrungen. Ich durfte als Schlussläuferin die Markierung abflattern. Ursprünglich war der Plan die Strecke gemeinsam mit Harry Laufpirat Harald Skopi abzulaufen. Leider musste er absagen, aber eine SMS-Anfrage an den lieben Thomas Spannaus…totaler Medienverweigerer… deshalb SMS😅…und eine prompte Antwort…Klar, ich bin dabei. Ich wäre auch alleine gestartet, aber wie die Fotos zeigen, hätte ich nicht gewusst, wohin mit den ganzen Flatterbändern. Zum Glück hatte ich von den Fotos eine Woche zuvor noch gesehen, dass ziemlich viele Schilder angebracht wurden. Also habe ich mich für den großen Rucksack entschieden. Einen Besen reingesteckt und so waren wir das perfekte Besenteam.
In Gaussig erfuhren wir dann, dass wir nur ca. 28 km der Strecke abflattern mussten. Die ersten drei Kilometer mussten für die kürzeren Strecken bleiben. Und auch die 10 km Schleife kurz vorm bis zum Picho sollten bleiben. Thomas und ich wollten dann auf der Strecke entscheiden, ob wir aber trotzdem die komplette Runde laufen. Mein Plan waren eigentlich schon die 48 km.
Beim Briefing sprach Thomas Garten etwas vom Abstand der Markierung aller ca. 50 Meter. Also ich muss sagen, es war gefühlt aller 10 max. 20 Meter und oft beidseitig. Und trotzdem gab es Verläufer.
Der Startschuss viel bei angenehmen Temperaturen und noch trockenen Wetter. Wir trotteten dem letzten Läufer hinterher und waren guter Dinge. Dann hieß es endlich Flatterbänder einsammeln. Schnell hatten wir uns eingespielt, Thomas die linke Seite und ich die rechte. Die Hinweisschilder hat Thomas mir dann immer in den Rucksack gesteckt, während ich Flatterbänder abgeknotet habe. Vorher mussten aber noch die unzähligen Takkernadeln von den Schildern entfernt werden. Also die Markierung wie auch die gesamte Veranstaltung waren super Klasse. Wie immer beim Trail hatte ich meine Stöcke dabei. Die waren mir zwar oft hinderlich aber mitunter sehr hilfreich.
Einige Flatterbänder müssen Riesen angebracht haben. Da sind wir nur mit Hilfe der Stöcke rangenkommen… wir sind aber auch beide nicht wirklich groß 🙈. Relativ schnell fing es mit regnen an. Die Bänder flatterten nass um die Beine und allmählich wurde das Röckchen unbequem. Am VP 2 waren zum Glück die Helfer noch da und so konnten wir uns stärken und die erste Ladung Bänder und Schilder loswerden.
Da es immer weiter regnete und uns zwischendurch auch mal richtig kalt war, haben wir beschlossen, die Runde nicht komplett zu laufen. Wir waren ja im Prinzip die Strecke nur schnell gegangen. Es war ein ständiges Stop and Go… Intervalltraining vom feinsten…wie gesagt so alle 10 max. 20 m Stop.
Am Picho oben angekommen, waren am VP erst nur die Verpflegung zu sehen, die wir natürlich genossen haben, aber keine Besatzung. Die Bänder einfach dort lassen wollten wir nicht. Zum Glück kam noch ein Helfer aus dem Trockenen heraus und wir konnten unsere Röckchen zum zweiten Mal ablegen. Wir haben wirklich alle beide zweimal so beflattert ausgesehen 😂 Nur hatten wir zwei unterschiedliche Methoden. Thomas hat alle Bänder an ein Band, welches wir als erstes um den Bauch gebunden haben, gehängt. Durch das Gewicht ist es dann wie eine zu große Hose immer runtergerutscht. Ich hätte Schreien können vor lachen, daß sah so witzig aus, wie er sein Röckchen immer wieder hoch gezerrt hat. Ich war am Ende fünflagig unterwegs.
Die letzten Kilometer konnten wir dann einfach nur noch laufen. Allerdings hatte der Regen und die vorherigen Läufer den Abstieg vom Picho zu einer Schlitterpartie gemacht. Total durchnässt und gut gelaunt sind wir dann kurz nach 8 Stunden ins Ziel gelaufen. Auf meiner Uhr stehen 39 km und 1074 hm.
Gunnar Schwan hat im Ziel auf uns gewartet, er hat die 48 km erfolgreich gefinisht. Frisch geduscht haben wir uns noch gestärkt und mit lieben Freunden, die extra aus Bremen zu uns in die Oberlausitz gekommen sind, geredet und den Lauf ausklingen lassen.
Es hat so viel Spaß gemacht, alle waren gut drauf, endlich wieder liebe Freunde treffen. Ein kleines Stück Normalität.
Dankeschön an Romy und Thomas und Thomas und alle Helfer, dass ihr dieses Event stattfinden lassen konntet und mit so viel Herzblut dabei seid.

 



Liebe Läuferinnen und Läufer, liebe Sponsoren und Helfer, liebe Messeaussteller, liebe Laufsportfreunde!

Im Mai war es noch unvorstellbar, jetzt aber ist es unvermeidlich:

Aufgrund der Festlegung von Bund und Ländern, dass Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober untersagt bleiben, sofern die Hygienevorschriften und Abstandsregeln sowie eine lückenlose Kontaktnachverfolgung von allen Teilnehmern und Zuschauern nicht gewährleistet werden können, haben wir uns schweren Herzens entschieden, den diesjährigen DRESDEN-MARATHON abzusagen.

Eine lückenlose Rückverfolgung der Zuschauer und Passanten, die mit dem Läuferfeld in Kontakt kommen würden, ist von unserer Seite nicht zu realisieren. Weiterhin ist es uns nicht möglich, die Einhaltung aller Abstands- und Hygienerichtlinien von Teilnehmern und Zuschauern vor, während und nach dem Lauf zu kontrollieren.

Der Marathon lebt von Emotionen, Atmosphäre, Begeisterung und Unbeschwertheit. Das alles können wir in diesem Jahr leider nicht bieten. Außerdem können wir aus Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten und der Bevölkerung nichts riskieren.

Alle bereits angemeldeten Teilnehmer erhalten in den nächsten Tagen eine E-Mail mit den Auswahlmöglichkeiten zum Übertrag der Anmeldung auf 2021 oder eine Rückerstattung des Meldegeldes.

Bei allem Frust schauen wir optimistisch nach vorn und freuen uns auf einen

NEUSTART mit Euch am 17. Oktober 2021.

Bleibt gesund!

Das Org.-Team des 22. DRESDEN-MARATHON

 

 



Malerweg

Corona hat alles geändert, wir tragen Mund- und Nasenschutz, die Schwimmhallen, Sporthallen, Restaurants, Büros, Werkhallen – alles geschlossen. Unsere Kontakte und Treffen mit Familie, Kollegen, Freunden und Bekannten sind auf ein Minimum reduziert oder finden online im Netz statt. All das hält uns aber nicht davon ab die Laufschuhe anzuziehen und neue Wege zu erkunden.
Als Alternative zum Fichtelbergultra, den ich am kommenden Samstag laufen wollte, bin ich 50km auf dem Malerweg
von           Dresden nach Wehlen
und von    Schmilka nach Pirna
gelaufen.


Der Veranstalter des Ultra Race Romania hat zum virtuellen Etappenlauf aufgerufen. Ob der „echte“ lauf im August stattfinden kann, ist noch nicht sicher.

Beim „Ultra Race Romania Lockdown Edition“ waren in sechs Etappen 70 Kilometer zu laufen, die Etappenlängen waren vorgegeben: 10 km, 12 km, 11 km, 20 km, 9 km und 8 km.

Bei dem Rennen waren ca. 400 Läufer aus der ganzen Welt am Start, darunter viele Lauffreunde vom letzten Jahr dabei, mit denen ich in Australien durch das Outback bei „The Track“ gelaufen bin. So war es schön, wenigstens in Gedanken mit ihnen verbunden am Start zu stehen.

Die 6 Tage waren hart, für die meisten Teilnehmer. Es waren nicht die Distanzen, sondern die Geschwindigkeit. Normalerweise laufe ich lang und langsam. Hier hieß es sechs Tage ans Limit gehen, das Gefühl eines Wettkampfes war da. Die Zeiten wurden täglich per App an den Veranstalter gemeldet und so konnte man am nächsten Tag die aktuelle Platzierung sehen. Über die Social Media waren wir vernetzt und so erhielt man täglich Einblick in die Laufstrecken der anderen Teilnehmer. Wir hier in Deutschland können uns glücklich schätzen, dass wir ohne große Einschränkungen in der Natur laufen dürfen. Viele Teilnehmer konnten nur auf dem Laufband, in der Wohnung, Garten, Balkon oder im Umkreis von 1 km die Strecken bewältigen.

Am Ende habe ich für die 70 km 6 Stunden, 36 Minuten und 30 Sekunden gebraucht. Ich war zufrieden und die Tage waren eine tolle Trainingseinheit für die Grundschnelligkeit.

Mit unseren Startgebühren von zehn Euro haben wir auch einen guten Zweck unterstützt. Die Hälfte der Startgebühren wurden für Therapiestunden für Kinder mit Autismus in Rumänien gespendet. Insgesamt können sich die Kinder über 144 Stunden freuen.



Viele Sportveranstaltungen im ersten Halbjahr sind auf Grund von Corona verschoben oder abgesagt, was unsere Dresden-Marathon Vereinsmitglieder aber nicht davon abhält weiter zu trainieren.

Stabi- und Athletik- und Mobilisationstraining – die extrem wichtig sind um gesund zu bleiben, Verletzungen zu vermeiden, unsere Trainingsziele zu erreichen und vielleicht auch schneller zu werden – stehen zwar im Trainingsplan, lassen wir aber gerne mal ausfallen bzw. mit denen beschäftigen wir uns erst dann, wenn uns unser Körper dazu zwingt.

Jeden Mittwoch 19Uhr ab dem 15. April bis 03. Juni 2020 gibt es beim Online Stabi-Training mit Reiner die Möglichkeit unter Anleitung etwas für eure Beweglichkeit und Stabilität zu tun und dabei Muskelgruppen kennen zu lernen, die wir so noch nicht kannten. Kerstin war bei den ersten beiden Terminen dabei.

Wie ihr während der wettkampffreien Zeit euer Training gestalten könnt, beschreibt Reiner in seinem Artikel „Training nach Wettkampfabsagen“

 



Viele Sportveranstaltungen fallen gerade dem Coronavirus zum Opfer und werden abgesagt. So mussten auch am letzten Wochenende der Spreewaldmarathon, der Hamburg-Marathon oder der Mt. Everest Treppenmarathon abgesagt bzw. verschoben werden.

Das hält unsere Dresden-Marathon Vereinsmitglieder aber nicht davon ab, die Laufschuhe anzuziehen und bei ihren ganz persönlichen Läufen auf ihren ganz persönlichen Strecken unterwegs zu sein.

Peter & Jens …
haben anstelle des Spreewaldmarathon am letzten Sonntag auf dem Weg durchs Graupaer Tännicht, vorbei am Elbhang zum Schloss Pillnitz und zurück ihren individuellen Halbmarathon gemeistert. Begleitet und supportet von Peter`s Frau auf dem Fahrrad, gab`s beim Winzer Zimmerling die nötige Stärkung.

Dirk & Jens …
wollten beim Hamburg Marathon an den Start gehen und sind statt dessen in Dresden im Großen Garten einen Halbmarathon gelaufen. Unterstützt und supportet wurden die Beiden auf dem Weg durch Dresden`s größter Parkanlage von Irmi, die den Fotoapparat und auch Verpflegung dabei hatte.

Hartmut …
ist als Ersatz für den Schloss-Triathlon Moritzburg, einen Marathon im Moritzburger Forst gelaufen und hat dabei einen Spendenaufruf  „Hilfe für Mama“ unterstützt.



Vor 49 Jahren organisierte der 1927 in Cottbus geborene Heinz Florian Oertel den ersten Neujahrslauf in Berlin (Ost). Heinz Florian Oertel ist ein ehemaliger deutscher Reporter, Moderator und Schauspieler. Er war jahrzehntelang als Sportkommentator im Hörfunk und im Fernsehen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) tätig und bei den Hörern und Zuschauern außerordentlich populär. Auch beim Dresden Marathon ist er schon als Moderator in Aktion gewesen. Bekannt ist er vor allem durch sein Ausruf „Liebe junge Väter vielleicht oder angehende, haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar! Waldemar ist da!“, mit dem er während der Live-Berichterstattung im Fernsehen den zweiten Marathon-Olympiasieg des DDR-Läufers Waldemar Cierpinski bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau am 1. August 1980 kommentierte.

1990 wurde dann gemeinsam mit Horst Milde, einem ehemaligen deutschen Leichtathleten und Begründer des Berlin-Marathon der Neujahrslauf im vereinigten Berlin mit mehr als 25.000 Teilnehmern organisiert. Besonders schwierig war damals die Streckenfindung, da die „Löcher“ in der Mauer noch nicht so groß waren, um das Läuferfeld durch beide Teile Berlins zu führen. Kurzerhand räumten ein paar Grenzsoldaten der DDR ihre Kontrollhäuschen am Brandenburger Tor zur Seite und schafften damit Platz. An diese Ereignisse erinnerte Horst Milde beim diesjährigen 49. Neujahrslauf in Berlin. Gestartet wird vor dem Brandenburger Tor und das Läuferfeld wird von Zugläufern (besser Bremsläufern) gemächlich Unter den Linden bis zu Platz vor dem Roten Rathaus geführt, um den Dom herum über 4 km zum Brandenburger Tor zurückgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es kann aber für die Björn-Schulz-Stiftung gespendet werden, die Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern im Alter von 0 – 27 Jahren begleitet mit dem Sonnenhof-Hospiz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, verschiedenen ambulanten Diensten, mit Möglichkeiten für Nachsorge und Erholung sowie Trauerangeboten für die Zeit nach dem Tod des Kindes.



Zuerst einmal: die Laufwettbewerbe anlässlich der Weißen Nächte finden (leider) nicht in der Nacht, sondern klassisch am Morgen statt.

Ralf hatte uns frühzeitig fast ein Jahr zuvor für den Marathon bzw. mich für die 10 km Strecke für Sonntag, den 30. Juni dieses Jahres angemeldet. Andere Streckenlängen werden nicht angeboten.

Nach der Germania-Pleite hatten wir umgebucht auf Aeroflot, über Booking.com ein sehr günstiges, aber auch sehr gutes Hostel in einer ruhigen Parallelstraße des Newski-Prospektes bekommen. Bei insgesamt 8 Tagen Aufenthalt möchte man ja nicht das ganze Budget für ein Hotel ausgeben. Nur gut, dass die Russischkenntnisse nicht ganz verschüttet waren.

Um die Startunterlagen abzuholen, war ein Ausflug zum Park Pobeda nötig. Eine der zahlreichen Qualitäten dieser Stadt: Sie ist unheimlich grün, die zahlreichen gut gepflegten Parks werden von den Menschen genutzt, sie gehen spazieren, sitzen oder liegen auf den zahlreichen Bänken oder auf der Wiese. An jeder Bank links und rechts ein Papierkorb. Und natürlich kommt man mit der Metro.

Die Startnummernausgabe im Sportzentrum ist perfekt organisiert, ohne Wartezeit erhalten wir die Startnummern und je ein T-Shirt. Als Sponsoren präsentieren sich u.a. die Bierfirma Baltica mit verschiedenen Sorten alkoholfreiem Bier sowie ein isländischer Joghurthersteller. Ziemlich interessant ist die Präsentation der osteuropäischen Laufszene mit sehr interessanten Läufen in Samarra, Kasan, Omsk, natürlich den baltischen Hauptstädten und Jekaterinburg sowie Trails rund um St. Petersburg. Alles hochprofessionell.

Am Lauftag ist es morgens sonnig, schon etwas windig bei ca. 16 Grad Celsius. Der Marathon startet um 8:00 Uhr, die 10 km 30 Minuten später. Natürlich fahren wir mit der Metro und sind positiv überrascht, dass die gesamte Veranstaltungsorganisation für die insgesamt 11.000 Läufer sehr übersichtlich auf dem riesigen Schlossplatz Platz findet. Sogar die Toiletten sind ausreichend. Das einzige Manko: die Abgabe und dann auch wieder Ausgabe der Kleiderbeutel war personell absolut unterbesetzt, es bildeten sich riesige Schlangen und kurz vor dem Start warfen die Läufer ihre Beutel, die sie nicht mehr losbekamen, einfach über die Absperrung in die Aufbewahrungszelte hinein.

Die 10 km-Strecke war eine schöne Sightseeingtour rund um die Peter- Pauls-Festung und über zahlreiche Newabrücken. Auf den endlos breiten Straßen lief es sich gut. Es gab sogar Zeitläufer für 50 Minuten und eine Stunde sowie eine Verpflegungsstelle mit Wasser nach 5,5 km. Viele Straßenbands und Zuschauer unterwegs. Da ich wieder einmal einem Anfängerfehler erlegen bin, viel zu schnell gestartet zu sein, musste ich zum Schluss draufzahlen und war mit 57 Minuten nicht gerade zufrieden.

Die Marathonstrecke verlief in Schleifen oft direkt an der Newa entlang über mehrere Inseln. Dadurch war es etwas ruhiger an der Strecke. Ein Abstecher führte aber auch durch die Innenstadt, am Faberge-Museum vorbei, den Newski-Prospekt querend und dort um diese Zeit ein Verkehrschaos verursachend. Leider gab es nur alle 5 km Kilometerangaben. Als Verpflegung wurden Bananen, Rosinen und Weintrauben, Brot, Zucker und Salz, sowie Wasser in Halbliterflaschen – etwas unpraktisch – angeboten. Das war alles etwas unübersichtlich.

Auf der Strecke nahm der Wind ständig zu, die letzten 8 km entlang der Newa und immer geradeaus waren ziemlich heftig und haben enorm Kraft gekostet. Keine Strecke für Rekordzeiten! (Streckenrekord aus 2003: 2:11:46). So war Ralf mit einer Zeit von 4: 02 Stunden recht zufrieden.

Auch die Medaille ist erwähnenswert: Sie ist drehbar

Ein Blick in die Ergebnisliste relativiert den Anspruch „internationaler Marathon“ etwas: unter den ersten Hundert Marathonis kommen ab Platz 90 die ersten ausländischen Starter – ansonsten sind die Russen doch sehr unter sich. Dem positiven Lauferlebnis tut dies aber keinen Abbruch.

Man kann den Lauf sehr empfehlen, es ist zwar windanfällig, aber es wird auf der Strecke nie langweilig. Die Startzeit ist angenehm, es ist immer ausreichend Platz auf der Straße und die einzigen Erhebungen sind die Brücken – für alle diejenigen, die keine Hügel mögen.
http://wnmarathon1.tilda.ws/

Nach unserer üblichen Marathonregenerationszeit – duschen, ein paar Stunden schlafen, gut essen – starteten wir in unsere „weiße Nacht“.

Das ist hier ein must have: nach Mitternacht auf ein Boot auf der Newa! Am Ufer und auf den Brückenenden sammelten sich Tausende Schaulustige.  Um 1:00 Uhr starteten gefühlt 100 Ausflugsboote mit jeweils 100 Fahrgästen an Bord gleichzeitig und sammelten sich vor der Dvorzovy Most gegenüber der Admiralität. Um 1:30 öffnete sich diese, alles jubelte und die Bootskarawane fuhr weiter zur nächsten, der Troijcky Most vorbei an der Peter-Pauls-Festung. Dann öffnete sich auch diese und so ging es noch eine Stunde lang weiter. Die Brücken öffnen sich sehr verschieden: einige in zwei Teilen in der Mitte, einige von links oder rechts mit nur einem Brückenarm.

Als die Boote alle langsam wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren, um nacheinander die Fahrgäste wieder an Land zu lassen, sahen wir zahlreiche große Hochseepötte, die die  freie Durchfahrt von der Ostsee am Finnischen Meerbusen zum Ladogasee oder zu Entladestationen entlang der Newa nutzen.

Wir waren gegen 3:15 auch wieder an Land, da war es schon wieder richtig hell. Allerdings fährt dann keine Metro mehr. Also zu Fuß die 3 km zum Hostel durch eine Stadt, die kaum ruhiger ist als am Tage! Viele Gaststätten haben rund um die Uhr geöffnet, Hotdoc-Verkäufer hofften noch immer auf Kunden und Musiker und Bands spielten auf der Straße. Auch der Autoverkehr war nur unwesentlich weniger. Gegen 4:00 Uhr im Hostel angekommen, überlegten wir, ob sich schlafen gehen jetzt noch lohnte.

Falls jemand fragt, wie man sich dann noch eine ganze Woche in St. Petersburg beschäftigen kann, hier unsere Erfahrungen:

Ein Tag Eremitage (nach Online-Vorbuchung) sowie dazugehörig die europäischen Ex- und Impressionisten im gegenüberliegenden ehemaligen Generalstabsgebäude. Letzteres bietet innen die absolute Überraschung: präsentiert es sich doch als hochmodernes architektonisch sehr ansprechendes Museum.

Ein Tag Peter-Pauls-Festung sowie Bootsfahrt durch die Kanäle oder – wenn dort das Wasser zu hoch steht – um die nördlichen Inseln herum zu den modernen Sport- und Bürobauten.

Ein Tag Zarskoje Selo in Puschkin mit Katherinen-Palast und Bernsteinzimmer – auch unbedingt vorbuchen, sonst stellt man sich hinter der „chinesischen Mauer“ einige Stunden an.

Zwei Tage lang den insgesamt 4,5 km langen Newski-Prospekt zu Fuß entlang und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten links und rechts davon besichtigen: Isaak-Kathedrale, Auferstehungskirche, Faberge-Museum … Zwischendurch gibt es genügend Parks für eine Mittagsruhe auf der Wiese.

Auch kann man überall und zu jeder Tageszeit (!) gut und preisgünstig essen und trinken, in den beliebten traditionellen und guten Stolowajas (Selbstbedienungsgaststätten mit jeweils mehreren Vorspeisen, Fleisch, Fisch, Beilagen und Desserts), aber auch bei Italiener, Spanier, Chinesen… – eine sehr große Auswahl.

Trotz des guten öffentlichen Nahverkehrs läuft man viele Kilometer. Bei der Reisevorbereitung muss man an gute Schuhe, Bekleidung gegen Regen und Wind denken – aber chic sollte diese trotzdem sein! Sonst wird man sofort als „Touri“ erkannt und fühlt sich aus so!



So sehen Sieger aus

Nach den erfolgreichen Läufen stand für uns auch dieses Jahr wieder der „Marathon“ der Siegerehrungen an.

Mit unserem bewährten Team Gerald Henzel, Dirk Bölter, Ingrid und Wolfgang Preuße und der professionellen Moderation von RSA konnten wir wieder zahlreiche herausragende Leistungen ehren. Bei bester Stimmung im ICC war natürlich auch für uns der neue Streckenrekord von 2:10:02 h das Highlight und sorgte für Gänsehaut.

Viele positive Emotionen brachten auch die Siegerehrungen der erstmals durchgeführten Staffeln. Und der guten Tradition folgend konnten wir die Meißner Porzellan- Vasen an alle schnellsten Sächsinnen und Sachsen über die 10 km, Halbmarathon und Marathon übergeben.

Als dann gegen 16:00 Uhr die besten Athleten der AK 70 geehrt waren, endete für uns ein Tag, der anders als beim Laufen, trotzdem anstrengend wie ein Halbmarathon war. Aber wir mach das sehr gerne !!!



Ein phantastischer neuer Streckenrekord (2:10:02 Std.). Die fünftbeste in diesem Jahr in Deutschland erzielte Marathonzeit. Das macht uns stolz!
Aber, was noch viel wichtiger ist:
Tausende glückliche Gesichter im Ziel und an der Strecke. Wir danken allen Läuferinnen und Läufern sowie den zahlreichen Zuschauern für Ihre Teilnahme. Danke den ehrenamtlichen Helfern des Dresden Marathon e. V., den Helferinnen und Helfern im Meldebüro und auf der Strecke, an den Verpflegungsstellen und im Zielbereich. Dank an die Samba-Trommler und Musiker, Dank an die Polizei, das THW, die Verkehrswacht und die zuständigen Behörden der Landeshauptstadt Dresden. Danke allen Masseurinnen und Masseuren, den CEP-Pacemakern und Radbegleitern, dem gesamten MARITIM-TEAM sowie allen anderen Beteiligten, die zum Erfolg des 21.DRESDEN-MARATHON beigetragen haben. Ein großer Dank gilt unseren Sponsoren und Förderern, die mit ihrem Beitrag dieses Event überhaupt erst ermöglichten.

Und vor allem auch vielen Dank den Dresdnerinnen und Dresdnern sowie den Gästen unserer Stadt für ihr Verständnis und ihre Geduld.

Wir freuen uns auf den 22.DRESDEN-MARATHON am 18. Oktober 2020. Die Online-Anmeldung startet voraussichtlich Mitte Januar 2020.



Zum Auftakt des 21.  Dresden  Marathons  wurde  am 26.10.2019 im gewohnten angenehmen Rahmen des Maritim Hotels unsere Benefizveranstaltung zur Förderung von Lauftalenten wiederum ein interessantes  Gremium zum Thema- Laufsport in Dresden!

Herr Daniel Brettschneider eröffnete als Vertreter des Maritim Hotels und Gastgeber die Veranstaltung und lief mit ca. 30 Läufern unsere traditionelle Strecke über zwei Brücken. Alle Anwesenden, Athleten, Sponsoren, Vereinsmitglieder, Laufveteranen, Trainer und
Laufsportveranstalter konnten sich zur Situation und zur Entwicklung der Dresdner Laufszene einbringen.

Erik Haas, Lauftrainer beim DSC , sprach über die Verwendung der Spende von 4.100 € aus dem vergangenen Jahr. Trainingslager und Wettkämpf im In- und Ausland wurden über die Spenden abgesichert. Sehr gute Platzierungen bei Wettkämpfen und Deutschen Meisterschaften 2019 zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Interessant war der Bericht von Hagen Melzer (Vizeweltmeister ü. 3.000m Hindernis 1987 in 8.10min) zu seinem damaligen Trainingsverhalten. Interessant deshalb, weil seine Leistungen auch heute noch nicht wieder erreicht werden ( WM 2019- 8.30er Zeiten ).

Wir freuen uns, dass es uns auch in diesem Jahr  gelungen ist, Laufbegeisterung und Spendenbereitschaft miteinander zu verbinden.
Es konnte eine Summe von

                                      4.000,- €

übergeben werden.

Für diese tolle Spendenaktion bedanken wir uns ganz herzlich! Besonderer Dank gilt der Ostsächsischen Sparkasse, die durch Herrn Klemmer vertreten war, und Herrn Bacher, Direktor des Maritim Hotels, der diese Veranstaltung ermöglicht.

Mein Dank auch unseren Vereinsmitgliedern, die einen großartigen Anteil an der Entwicklung dieser Veranstaltung  haben und mit toller Spendenbereitschaft  diesen Erfolg realisiert haben.



Normalerweise müsste ich im siebenten Himmel schweben, ich habe gemeinsam mit Gunnar Schwan den TransAlpineRun 2019 gefinisht, zwar langsam so wie es sich für Weinbergschnecken gehört, aber gefinisht. In acht Tagen ca. 277 km und 16.150 HM im Aufstieg von Oberstdorf nach Sulden. Von 600 Startern sind rund 100 nicht komplett ins Ziel gekommen. Und trotzdem schwebe ich nicht. Nur allmählich, wenn ich mir die Bilder und Videos anschaue, kommt Freude auf. Auf Grund meines Tattoos wurde ich oft bezüglich Australiens angesprochen und gefragt, was einfacher wäre. Da gab es für mich nur eine Antwort, Australien natürlich. Das war auch anstrengend, ich habe auch jeden Tag das Outback angeschrien und trotzdem war es anders. Ich hatte im Ziel sofort alle Anstrengungen vergessen, nur die schönen Momente, die einmalige Landschaft im Kopf und ich war unsagbar stolz und dankbar für das Erreichte. Und ausgerechnet jetzt, wo ich beginne zu schreiben, kommt die aktuelle Running auf den Markt, mit dem Bericht von Andrea Löw über „The Track“ und einem Foto gemeinsam mit mir. Ich vermisse diese kleine Familie und das gesamte Drumherum so sehr. Auch PielGabriekel hat diese Woche mich als Teilnehmerin mit der letzten Startnummer 44 vorgestellt. Diese Erinnerung ist so einmalig und überschattet momentan noch immer alles.

Mein Training nach Australien für den TAR musste leider eher gering ausfallen. Immer wieder hatte ich Probleme mit der Achillessehne. Das Laufen viel mir schwer. Ich hatte wirklich das Gefühl, über die Strecken zu schleichen bzw. tat es auch. An jeden kleinen Anstieg kam ich eigentlich außer Puste und die Sehne zwickte. Christian Gertel hatte es nicht einfach, den Plan auf mich und meinen aktuellen Zustand abzustimmen. Nur zum Nachtlauf lief es mal richtig gut, für mich verhältnismäßig schnell und ohne Probleme. So schöpfte ich wieder Hoffnung, über die Alpen zu kommen. Ich wusste, dass ich eine gute Grundlage und einen starken Kopf habe, das musste reichen und die Sehne halten.

Und so reisten wir gemeinsam mit Mathias Klemm, Swen Smigaj, Anne Skomski und Thomas Drechsler in Oberstdorf an. Ganz lieben Dank hier noch einmal an Mathias für die Mitfahrgelegenheit. Angekommen bei herrlichem Wetter, die Freude auf die Berge wuchs, die Startunterlagen geholt, die restlichen Dresdener und Sachsen begrüßt und schon ging es in unser Hotel in Oberstdorf. Wir hatten die Luxusvariante mit Sommerkind Trailrunning Tours gewählt und so wurden wir täglich zum Start bzw. zurück vom Ziel ins Hotel gefahren. Gerade der Rücktransport war sehr komfortabel, wir sind mitunter wirklich total durchgefroren und durchnässt direkt ins Auto und zum Hotel. Die Koffer standen auf dem Zimmer genau wie täglich Wasser, für mich Mandel- oder Hafermilch fürs Frühstück (es wurde auf alle Verträglichkeiten und Sonderwünsche beim Essen eingegangen), Obst und was Kleines zum Naschen. Noch im Auto vereinbarten wir die Termine für die Massage, welche im Reisepreis inbegriffen war. Auch zur Pastaparty konnten wir gefahren werden, wenn wir es gewünscht haben. Im Startbereich stand immer jemand, dem man noch kurz vorher eine Jacke in Hand drücken konnte. Das alles war wirklich Luxus und ich habe die höhere Geldausgabe absolut nicht bereut. Ganz lieben Dank an Till Schneemann, Carmel TrailTurtle Hild, Daniel, Elke Weisener und Astrid!

Am Samstag ging es dann endlich los. Allerdings war ich nicht wirklich aufgeregt, ich freute mich nur auf die Berge. Auch in Australien war ich nicht aufgeregt, sondern voller Freude und trotzdem war es anders. Es erklang das legendäre „Highway to hell“ und alle schossen los. Mir wäre das einfache, ruhigere „ Are you Crazy? Are you Happy?” bedeutend lieber gewesen. Bei Sonnenschein gestartet sind wir von Oberstdorf ca. 39 km und 2343 HM im Aufstieg und 1714 HM im Abstieg nach Lech am Arlberg gelaufen. Die Landschaft traumhaft, nur leider hat uns hier bereits zum Ende des Laufes das erste Mal der Regen erwischt und so sind wir ziemlich schnell ins Hotel gefahren.

 

Der zweite Tag von Lech nach St. Anton am Arlberg über 28 km und 1787 HM im Aufstieg und 1919 HM im Abstieg war im Prinzip traumhaft, wenn uns nicht die CutOff-Zeiten so wie auch schon am ersten Tag im Genick gesteckt hätten. Das Wetter war traumhaft, die Landschaft einmalig und obwohl wir mehr Höhenmeter im Abstieg als im Anstieg absolviert haben, hatten es die Ansteige in sich, steil, steiler am steilsten und das bei praller Sonne. Zu allen Überfluss mussten wir uns oft, wie eigentlich an allen anderen Tagen auch, in der Schlange einreihen, um an einigen Stellen den Berg nach oben zu kommen. Das hat uns dann viel Zeit gekostet und man konnte nie sein eigenes Tempo gehen. Das kostet dann doppelte Kraft. Das von den Streckenposten prophezeite Gewitter blieb glücklicherweise aus und so sind wir bei Sonne im Ziel angekommen.

Am Tag drei ging es dann in 39 km und 1981 HM im Aufstieg und 2481 Hm im Abstieg nach Landeck. Das war dann auch der erste Tag, wo der Kopf viel zu tun hatte. Es war nass, schlammig und ich hätte eigentlich lieber Pilze sammeln wollen. Ich habe gemeckert, geflucht und Gunnar musste ziemlich viel aushalten. Ich war nicht wirklich nett zu ihm. Aber ich denke, dass war wirklich nur an dem einen Tag ziemlich schlimm. Ich wusste, er kann viel schneller, die CutOffs lagen mir (so wie alle anderen Tage auch) im Magen, ich fühlte mich schlapp, hatte eigentlich keine Lust mehr auf diese stundenlange Anstrengung und doch war der Wettkampfwille da. Ich wollte nicht letzte sein. In Australien war mir das egal, da haben mir ca. 3 Minuten zum Vorplatzierten gefehlt. Die Zeit, dir wir vorm Ziel für uns genommen haben. Na und, das war mir dort egal. Und hier schaute ich immer nur auf Zeit, Platzierung und setzte mich selber unter Stress und Druck. Jetzt im Nachhinein könnte ich mich so sehr darüber ärgern, ich konnte nur so wenig genießen.

Tag vier, die Königsetappe, bei herrlichem Wetter über 46 km und 2895 Hm im Aufstieg und 1868 HM im Abstieg nach Samnaun. Ich muss dazu sagen, ich kenne die Alpen so nicht, war noch nie in dieser Höhe unterwegs. Ich war beeindruckt, überwältigt. Der Anblick der Berge und über den Wolken zu stehen, traumhaft. Hier habe ich wirklich, trotz aller Anstrengung bewusst geschaut und genossen. Als wir an der Kölner Hütte angekommen sind und ich so vor mich hin gerufen habe: „Jetzt in die Sonne setzen, Kaffee trinken und Urlaub machen.“, hatte ich natürlich die Lacher der Urlauber auf meiner Seite. In Samnaun erwies sich dann der letzte Kilometer als fast 2 Kilometer, das ist dann wirklich hart für den Kopf. Und trotz aller Schönheit der Landschaft hat mir heute einiges ganz besonders gefehlt. Die so geliebten Kuhglocken haben mich immer an Ian Crafter erinnert. Immer wo er in Australien an der Strecke stand, hatte er mit der Glocke geläutet. Sein so „beautifully“ habe ich so sehr vermisst, genau wie das strong Women. Jérôme Lollier und Bruno Thomas unterwegs, uns genau kennend und immer gut im Blick. Sowie all die anderen Helfer. Es hat einfach gefehlt, all die Tage. Klar gab es auch Ärzte und auch der Streckenchef und Uta als Chefin sowie die vielen Helfer standen an der Strecke. Und trotzdem war es anders. Es ist eben ein großes Event und damit ist man eine Startnummer. Das wusste ich vorher und trotzdem war mir nicht klar, dass ich nach Australien so fühlen würde. Am Abend fand die Pastaparty auf der Bergstation Alp Trida statt. Mit der Seilbahn nach oben konnte man schon etwas erahnen, was uns am nächsten Tag zum Bergsprint erwartet, nur vorstellbar war es noch nicht so richtig.

Der Tag fünf dann über ca. 8 km und 834 HM im Aufstieg als Bergsprint bei herrlichstem Sonnenschein. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge, sprich die langsamsten zu erst. So kam man dann irgendwann in den Genuss, dass die schnellen Läufer an einem wirklich vorbei sprinten. Dadurch waren die Abstände zwischen dem ersten und letzten Zieleinlauf nicht so groß und alle konnten die Pastaparty auf dem Berg genießen. Der Nachmittag war dann wirklich wie Urlaub, in der Sonne sitzen, die Berge genießen und einfach mal Kaffee trinken und Eis essen.

Am Tag sechs sollte es dann mit 40 km 2275 Hm im Aufstieg und 2886 Hm im Abstieg auf eine Höhe von 2730m üN von Samnaun nach Scoul gehen. Ein Tag zum Abhaken und das erste Mal seitdem ich überhaupt laufe, denke ich wirklich über ein DNF nach und eigentlich wollten wir auch aussteigen. Das Wetter hatte komplett umgeschlagen, es war kühl und nebelig. Dazu kamen vom Start an Magenschmerzen, jeder Schritt schmerzte im Bauch. Zum ersten Mal bin ich wirklich als Letzte gelaufen und hatte somit direkt die Schlussläufer hinter mir. Anna Hughes und Ihre Partnerin waren aber so nett und hielten trotzdem genügend Abstand zu mir, ganz lieben Dank noch einmal dafür! Ihr macht einen harten Job und musstet bei all den Wetterbedingungen immer langsam hinter uns hertrotten mit dem Gewicht der Schilder und Bänder auf dem Rücken. Zum VP1 habe ich mich irgendwie dann durchgekämpft und ich wollte auf dem nächsten Stück entscheiden, was ich mache. Es wurde aber nicht besser. Das Gehen war immer schwerer, die Schmerzen stärker und der Nebel dichter. Es war niemand mehr zu sehen. Meine Motivation am Ende und eigentlich wollte ich nie unter solchen körperlichen Bedingungen laufen. Ich setzte Gunnar in Kenntnis, dass ich am VP2 aussteigen werde und bat ihn weiterzulaufen. Aber nein, das wollte er nicht. Wir sind ein Team und hören beide auf, machen einen Tag Pause und laufen dann die letzte Etappe gemeinsam. OK, das war der Plan. Innerlich wurde ich etwas ruhiger, auf einmal verschwand der Nebel und es kam beim Downhill die Sonne raus. Es waren wieder paar Läufer zu sehen die nicht so weit weg waren. Irgendwie kam der Kampfgeist wieder und mein Kopf begann zu arbeiten. Ich stellte mir Australien vor, hatte Ian´s Worte im Kopf, ich sei so stark und solle mir immer, wenn es mir schlecht geht, vorstellen, wie ich durchs Outback marschiert bin. Alle hatten mir dort Kraft gegeben und an mich geglaubt. Mit dem Mantra: „Ich sei stark und schaffe das“ bin ich weitergelaufen und hatte wieder Hoffnung, doch noch ins Ziel zu kommen. Am VP haben wir dann auch paar Läufer eingeholt, Anna schnell informiert, dass es doch weiter geht, kurz umarmt und weiter ging es. Die Schmerzen waren natürlich nicht weg, aber der Kopf war stark genug. Was dann kam, war hart, wirklich hart. Regen, Hagel, Kälte, Gewitter mitten im Berg, nichts um uns drumherum und ein nicht enden wollender Anstieg im Geröll. Irgendwie sind wir oben angekommen, aber bergab war es auch nicht mehr besser. Matsch wo man hintrat, querliegende Baumstämme…eine Rutschparty ohne Ende. So richtig durchgefroren, nass und komplett fertig sind wir aber angekommen und somit ging es weiter für uns am Tag sieben über 45 km 1698 HM im Aufstieg und 1989 Hm im Abstieg nach Prad. Wäre das Wetter nicht so unsagbar schlecht gewesen, wäre die Strecke wirklich toll und die Gegend einmalig. Im Neben und Regen konnte man die Schönheit der Uinaschlucht nur erahnen, aber so hatte es auch etwas mystisches. Oben angekommen schlug das Wetter um und aus Regen wurde kurzzeitig Schnee. Es war eisig kalt und so zogen wir dann in einer Hütte der Bergwacht die langen Hosen an. Wir liefen wir weiter durch Schneefelder, Schlamm und aus dem Schnee wurde dann wieder strömender Regen. Also sind wir wieder total durchgefroren, nass und verdreckt im Ziel angekommen. Aber es war ja nur noch ein Tag zu absolvieren.

Die Route am 8ten Tag wurde auf Grund von bereits liegendem Schnee und Neuschnee geändert auf 28 km und 2200 Hm im Aufstieg gekürzt. Mir hat das vollkommen gereicht und ich hätte keinen Meter und Höhenmeter mehr laufen wollen. Zum Glück hat es, bis wir im Ziel waren, nicht geregnet, nur ab und zu mal etwas genieselt. Die Wege waren allerdings trotzdem voller Schlamm. Kurz nach dem zweiten VP ging unsere Strecke doch tatsächlich komplett an unserem Hotel vorbei. Das war schon hart, man hätte so schön in die warme wohltuende Wanne springen können. Auch die Lautsprecher aus der Zielhalle waren schon zu hören. Aber wir hatten noch ca. 8 km und einen riesigen steilen Aufstieg vor uns. Ich habe die gesamte Strecke unter höllischen Schmerzen in der Achillessehne gekämpft, es war als wenn die Beine gleich durchbrechen. Irgendwann habe ich dann zur Schmerztablette gegriffen, die auch für eine Weile wirkte. Allerdings die letzten paar Kilometer waren die Schmerzen wieder da. Klar, so kurz vor dem Ziel hört man nicht auf. Aber unter solchen Bedingungen wollte ich mal nie laufen. Und da es mir wirklich die gesamte Zeit so schlecht ging, hat sich das so sehr in den Kopf eingebrannt, dass ich anfangs wirklich absolut keine schönen Erinnerungen an diesen Lauf hatte. Auch Gunnar hatte stark zu kämpfen, er hatte einen dicken Knöchel und auch Schmerzen. So haben wir für die 28 km eine Ewigkeit gebraucht, eigentlich unvorstellbar. Endlich kamen die letzten Kilometermarkierungen 5,4,3,2,1 und die letzten hundert Meter schossen dann nur noch die Tränen, die gesamte Anspannung sank…endlich war es vorbei und geschafft.

Die Radebeuler Weinbergschnecken haben den TAR gefinisht, nicht schnell aber im Ziel. Die Zielfotos von mir sprechen für sich. Auch am Abend zur Siegerehrung und Party war ich immer hin und her gerissen. Ich hatte mich so sehr darauf gefreut und es mir immer wieder vorgestellt, die Videos aus den letzten Jahren immer wieder angeschaut. Und trotzdem war es anders. Ich habe mich riesig für Tell Wollert und Steven Günther gefreut sowie unser gesamtes Team aus Sachsen. Aber für mich persönlich konnte ich mich nicht so richtig freuen, ich war nicht stolz, habe mich eigentlich eher für die langsame Zeit geschämt. Und dabei habe ich die letzten Jahre so daran gearbeitet, mich nicht mehr unter diesen Druck zu stellen. Als ich meinen ersten Ultra am Rennsteig gelaufen bin, hatte ich nichts gepostet, da ich mich geschämt habe, Ewigkeiten später nach allen anderen Bekannten im Ziel angekommen zu sein. Und genau dieses Gefühl hatte ich wieder und dazu der Ärger wegen den Schmerzen und Tabletten. Irgendwann habe ich mich dann von der Tanzfläche zurückgezogen, mir war alles zu viel, zu laut…wie gerne hätte ich irgendwo im Outback unter dem Sternenhimmel gesessen.

Dieses Jahr ist für mich nun eigentlich abgelaufen, der Körper braucht seine Ruhe und ich werde nur nach Lust und Laune an Wettkämpfen teilnehmen. Ich bin unsagbar dankbar, dass das Jahr insgesamt so gut gelaufen ist und mein Körper fast bis zum Schluss ausgehalten hat.
Und so will ich an dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Christian und die Laufszene Dresden für die Unterstützung und das großartige Training aussprechen. Verpflegt habe ich mich auf allen Touren sowie im Training mit Tailwind und habe mich damit rundum versorgt gefühlt.



Wir können nicht nur Marathon, wir machen auch Triathlon – ich startete am 04. August 2019 beim 10.Frankfurt City Triathlon.

Zum Frankfurt City Triathlon hatte ich 2009 das erste Mal Kontakt. Damals planten …, weiterlesen



Ca. 2000 Teilnehmer dankten am 04-.08.2019 dem im Herbst 2018 tödlich verunglückten Erfinder, bisherigen Organisator des Elbeschwimmens (3,5 km vom Blauen Wunder bis Fährgarten Johannstadt) und Gründungsmitglied des Dresden Marathonvereins Dr. Dietrich Ewers.

Auch Läufer schwimmen – und deshalb stiegen Kerstin, Gunnar, Peter, Dietmar und Laszlo am Sonntag ebenfalls in die Elbe.
Danke Dietrich, dass Du für uns da warst und auch das Elbeschwimmen organisiert hast. Das Elbschwimmen und der Dresden Marathon wird uns immer an dich erinnern.


Captown 2019

Am Tag vor dem großen Laufabenteuer unserer Männer nutzten wir die einmalige Chance, am internationalen Friendship Run teilzunehmen.
Mit tausenden Gleichgesinnten starteten wir in der Hauptstadt Südafrikas an der berühmten Waterfront nach Seapoint und umrundeten das schöne Stadion, dass alle sicher noch von der Fußball WM 2010 kennen. Die Stimmung der sehr temperamentvollen Teilnehmer war einzigartig und wie man sehen kann, gaben wir auf der 6,5 km langen Strecke wirklich unser Bestes !!!

Irmtraud und Cathrin
Marathon Verein Dresden e.V.



Schon seit einiger Zeit hatten Dirk und ich bei unseren regelmäßigen Trainingsrunden  damit geliebäugelt, sich an den Two Oceans Marathon in Südafrika zu wagen,  welcher mit seinen 56 km etwas länger ist als die von uns schon viele Male bewältigte Marathondistanz. Da in diesem Jahr das 50. Jubiläum dieses Laufes anstand, war dies für uns der Anlass, unsere Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

Bereits zur Marathon-Messe anlässlich des 20. Dresden Marathon im Oktober 2018 hatten wir uns beim Reiseunternehmen Otto-Sportreisen informiert und schließlich die Reise gebucht. Nun gab es kein Zurück mehr, was erfahrungsgemäß eine gute und notwendige Motivation für die winterlichen meist von Schmuddelwetter geprägten Trainingseinheiten  darstellt.  Deshalb machte sich bei mir auch etwas Panik breit, als ich Anfang im Dezember 2018  immer noch Verletzungsprobleme hatte und praktisch nicht trainieren konnte. Nur durch intensive physiotherapeutische  Behandlung durch Elisa Kammler und durch meine Heilpraktikerin Ursel Schäfer über die gesamte Trainingsphase, konnte ich mich schließlich doch noch 15 Wochen mit jeweils durchschnittlich 90 km vorbereiten.  Auch Dirk hatte ab und zu mit diversen Zipperlein zu kämpfen. Der Schock kam dann 3 Wochen vor dem Wettkampf, als sich seine Adduktoren meldeten und er das Training abbrechen musste.

14 Tage vor dem Abflug haben wir unseren letzten Test, den Halbmarathon in Hannover, jedoch ohne Probleme absolvieren können, so dass wir endlich am Sonntag den 15. April mit unseren Frauen ins Flugzeug nach Südafrika steigen konnten.  Ein großer Dank an dieser Stelle an unsere „Mädels“, welche in den vielen Trainingswochen sehr oft auf uns verzichten mussten.

Da der Marathon erst am folgenden Samstag stattfand, hatte wir genügend Zeit uns zu aklimatisieren und Kapstadt kennen zu lernen.

Eine kleine Enttäuschung kam dann einen Tag vor dem Lauf. Aufgrund einer angekündigten Demonstration musste der legendäre Abschnitt Chapman`s  Peak gesperrt werden, was eine Streckenänderung zur Folge hatte.  Der schöne Streckenabschnitt entlang der am Atlantik gelegenen Küstenstraße blieb uns somit leider verwehrt. Weiterhin mussten wir aufgrund der Streckenverlegung ins Landesinnere nunmehr knapp 700 Höhenmeter bewältigen.

Am Lauftag klingelte bereits 3:30 Uhr der Wecker, da wir bereits 4:30 Uhr vom Hotel abgeholt und zum Start gefahren wurden, welcher dann 6:40 Uhr endlich durch den berühmten Kanonenschuss erfolgte und sich mehr als 12.000 Läufer auf den Weg machten. Wir hatten beide sehr großen Respekt vor der Strecke und wollten den Lauf auf den ersten 20 km verhalten angehen, da  in der zweiten Hälft zwei beachtliche Anstiege auf uns warteten.

Ich hatte mit vorgenommen unter 5 Stunden einzulaufen und Dirk wollte trotz seiner wiedergekehrten Adduktorenschmerzen zumindest erfolgreich finishen.

So ordnete ich mich ein Stück vor den 5 Stunden Zeitläufern ins Feld ein und versuchte ein konstantes Tempo zu finden, als es erstmal Richtung Südküste zum Indischen Ozean ging.  Die Temperaturen waren mit 17 Grad ideal, auch wenn uns an der Küste  eine Sprühregendusche durchnässte.  Hitze wäre mit Sicherheit schlimmer gewesen.  Da ich mir entgegen den Läufen über die Marathondistanz vorgenommen hatte, den Lauf bewusst wahrzunehmen und zu

auf der Strecke

genießen, hatte ich ausnahmsweise einen kleinen Fotoapparat dabei und  habe von der Strecke einige  Eindrücke festgehalten.

Schließlich kam der erste Anstieg, welcher sich über ca. 5 km und erstreckte. Ich fühlte mich sehr gut und habe  ein kleines Stück  eine Gruppe afrikanischer  Läufer  begleitet und gefilmt, welche sich mit rythmischen Gesängen motiviert haben und den Berg gemeinsam bewältigten.

Dann ging es auf der vermeintlichen Spitze durch ein großes Sponsorentor. Yes, erster Anstieg geschafft – aber denkste –  die Strecke stieg nach einer kleinen Senkung noch weiter in die Höhe bis auf 300 Meter an.

auf der Strecke

Oben angelangt blickte ich kurz zurück und war überwältigt, wie sich das Läuferfeld gleich einer bunten Riesenschlange durch die Landschaft bewegte.

Danach ging es genauso steil bergab, was mich dazu veranlasste, bewusst kleiner Schritte zu machen, um  ja keinen Krampf zu provozieren.

Bei Kilometer 35 standen unser Frauen und andere Mitglieder  der Reisegruppe an der Strecke und feuerten uns an.  Schnell noch einen Schluck aus der Flasche mit meiner Spezialmischung und dann ging es weiter. Dann kam der Kilometer 42 und ich war gespannt, wie mein Körper wohl reagiert, wenn es über die bekannte Distanz hinausgeht.

Schließlich kam die Sonne heraus, so dass die regelmäßige Getränkeaufnahme ums so wichtiger wurde. Die Verpflegungsstationen waren gut  positioniert und die Helfer haben uns angefeuert und mitgefiebert. Leider war wohl in der zweiten Hälfte des Läuferfeldes zum Teil kein Wasser mehr vorhanden, was bei der Distanz sehr gefährlich werden kann.

Auch der zweite Anstieg war schließlich geschafft und nun sollte es die letzten 10 Kilometer nahezu nur bergab gehen. Der Körper rebellierte nicht und auch der berühmte Mann mit dem Hammer ließ sich nicht blicken.

Ich hatte eigentlich die ganze Zeit das gute Gefühl, kontrolliert zu laufen und nicht wie bei so manchem Marathon die letzten Kilometer nur noch kopfgesteuert ins Ziel zu gelangen.

Doch irgendwie  kamen immer wieder kleiner Anstiege, kombiniert mit Straßen, deren Kurven eher an die Neigung von Radrennbahnen erinnerten.  Das Publikum und die Helfer an den Verpflegungsstationen pushten uns die  letzten Kilometer bis dann der letzte Anstieg in den Zielbereich im Universitätsgelände von Kapstadt führte. Etwas ungewöhnlich war der Zielbereich, auf einer Wiese gesäumt von Tribünen mit Publikum, welches  uns quasi bis über Ziellinie schrie.

Wahnsinn, ich hab‘s geschafft. Mein erster Ultralauf  in einer Zeit von 4.40 h.

Hinter der Ziellinie traf ich einen weiteren Teilnehmer unserer Reisegruppe, welcher nur wenige Sekunden vor mir ins Ziel kam. Auf der Strecke haben wir uns wohl vor lauter Fokusierung nicht gesehen.

Von unserem Reiseleiter erfuhr ich, dass Dirk auch noch unterwegs war. Super, er hat seinen Schmerzen getrotzt und zog den Lauf tatsächlich durch.

Dirk und Jens im Ziel

Als er dann ebenfalls einlief waren wir alle beruhigt und glücklich, dass sich die vielen Trainingswochen gelohnt  und wir die 56 km gemeistert hatten.

Der Two Oceans Marathon war ein tolles Erlebnis und wird als unser erster Ultralauf immer einen besonderen Platz in unseren Erinnerungen haben.



Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft startete ich am 28.4.2019 beim Düsseldorf Marathon. Danke noch einmal an Gerald und Dirk die mir bei den Startunterlagen des Deutschen Leichtathletik Verbandes halfen. Meine Vorbereitung auf diesen Lauf umfasste 700km mit 10 langen Läufen( 20 bis 35 km).

Um optimal in das Erlebnis DM zu gehen nahm ich das Flugzeug statt das Auto.

Der Wettergott meinte es gut, kein Regen, keine Sonne und nur etwas Wind. 19.000 Läufer in den Klassen Staffel, Halbmarathon, Marathon und Kids gingen an den Start. Meine Zwischenzeiten zeigten mir das meine Vorbereitung richtig gut war und ich auf Endzeit unter 3.30 war. Bei Kilometer 22 geschah es dann, meine Uhr war aus, Akku kaputt. Ohne Orientierung von Zeit und Geschwindigkeit und nur mit der inneren Sicherheit und Ruhe lief ich dem Ziel entgegen. Die Uhr blieb bei 3:33:01 stehen und ich war überglücklich es ohne Orientierung geschaft zu haben.

 

 

Platzierung: 30.Platz in der AK bei DM.
Platz 738 von 2500 Marathonis.



Der Sächsische Mt. Everest Treppenmarathon ist nach Wikipedia – eine seit dem Jahr 2005 existierende Extremsportveranstaltung auf der Spitzhaustreppe in RadebeulOberlößnitz. Ein Bericht auf den Seiten der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung bezeichnet dabei den Lauf als „den schwersten und größten Extremtreppenlauf der Welt“. Insbesondere die 39.700 zu bewältigenden Stufen definieren das Ereignis als Treppenlaufwettbewerb (Ultra-Treppenlauf). In bis zu 24 Stunden werden die Höhenmeter des namensgebenden Mount Everests absolviert (8848 Meter in 100 Runden) und dabei die Strecke eines Ultramarathons (84,4 Kilometer) zurückgelegt.

Gunnar und ich, wir waren als Alleingänger und Hartmut in einer Dreierseilschaft am Start.

Obwohl ich in der Vergangenheit immer gesagt habe – das werde ich niemals tun – bin ich am letzten Wochenende beim Mt. Everest Treppenmarathon doch gestartet.

Wie es mir dabei erging, erfahrt ihr in meinem Bericht unter folgendem Link   MT. EVEREST TREPPENMARATHON 2019 

Wie Hartmut die Treppe als Teil einer 3er Seilschaft erlebte, das könnt ihr in seinem Bericht lesen.



Am vergangenen Wochenende traf sich unser Verein in der Landeshauptstadt von Niedersachsen. Es standen die Mitgliederversammlung mit der Wahl des Vereinsvorstandes und die Teilnahme am Hannover Marathon an. Axel Teuber, dem wir für die Organisation herzlich danken, suchte ein schönes Hotel am Maschsee aus, in welchem wir die Mitgliederversammlung abhielten.

Der alte Vereinsvorstand wurde entlastet und der neue (wieder) gewählt. Bis 2022 werden Gerald Henzel (Vorsitzender), Dirk Bölter (1. Stellv.), Heike Lutoschka (2. Stellv.), Jens Matthias (Schatzmeister) und Thomas Sperling (Schriftführer) den Vorstand bilden.

Am Sonntag ging es dann bei Kaiserwetter und toller Stimmung an der Strecke auf die Laufdistanzen. Natürlich wie immer erreichten alle das Ziel. Frank Fiedler finishte als Marathoni, 13 Läuferinnen und Läufer als Halbmarathoni. Zudem finishten unsere 2 Mixt-Staffeln und zeigten, was Teamgeist ist. Rundum ein gelungener Höhepunkt unseres Vereinslebens.

Dirk Bölter



Silvester 1997 – an der Babisnauer Pappel, beim jährlichen Treff der Dresdner Läufercommunity, wurde die Idee geboren in Dresden einen Marathonlauf wieder zu beleben. Den gab es zwischen 1985 und 1990 als Dresdner Friedenslauf schon einmal, wurde aber in den Wendejahren nicht weiter geführt.

Um herauszufinden ob es ein Interesse an so einem Lauf gab und welcher Aufwand nötig ist um so einen Stadtlauf im Zentrum einer 500.000 Einwohner zählenden Stadt wie Dresden zu organisieren, fand am 08. November 1998 ein Probelauf zum Dresden Marathon statt. Diesem Ereignis waren zwei Jahre intensiver Vorbereitung vorausgegangen.

Wie der Lauf angenommen wurde und zu welchen Kuriositäten es dabei kam, darüber hat unser Vereinsmitglied Reiner Mehlhorn in seinem Blog geschrieben.

BILERGALERIE 20 Jahren Dresden Marathon:

 

Am 24. Oktober 1999 fiel dann der Startschuß zum 1. Dresden Marathon mit 335 Teilnehmern und der hat sich über die letzten zwanzig Jahre zu einer festen Größe im deutschen Laufkalender entwickelt.

Beim 20. Dresden Marathon am 21. Okober 208 waren 7800 Teilnehmer auf dem Zwei-Runden-Kurs durch Dresden unterwegs.

Links zu Pressestimmen zum 20. Piepenbrock Dresden Marathon

50 Nationen beim Dresden Marathon

Spitzenzeit beim 20. Dresden Marathon

Schulgeld für den Sohn

4.100,-€ für die Lauftalente

Einkaufsliste für die Läufer

Die Letzten der Gehetzten

Der Mann für gewisse Zeiten

Erfolgreich beim Marathon

 



Dietrich Ewers

Lieber Dietrich,

was ist Dir passiert?

Du bist mit uns Tausende Kilometer gelaufen, hast Hunderte Wettkämpfe bestritten und Du warst das „Urgestein“ unseres Marathon-Vereins. Du solltest die AK 80 „aufmischen“, und jetzt bei einer Wanderung …

Wir sind nachdenklich und traurig, sind in uns gekehrt und denken an Dich. Wir denken daran, wie Du vor 21 Jahren mit wenigen Mitstreitern den Marathon-Verein ins Leben gerufen hast und wir in diesem Jahr stolz das 20. Laufjubiläum feiern konnten. Wir denken an Deinen Kampfgeist, manchmal fast bis zur Selbstaufgabe. Wir denken an Deinen Einsatz bei der Entwicklung unseres Vereins und des großen Zieles, wieder einen Stadtmarathon in Dresden zu organisieren.

Wir danken Dir als Gründungs- und Ehrenmitglied unseres Vereins für Deine langjährige Arbeit als Schatzmeister, Deine sprichwörtliche „Sparsamkeit“ hat uns sehr geholfen. Wir danken Dir dafür, dass Du immer bereit warst, Aufgaben zu übernehmen und Dich für unseren Verein und dem Laufsport als Ganzes engagiert hast. Wir danken Dir dafür, dass Du als „Dietrich“ für uns auch neben dem Sport ein helfender Ansprechpartner warst.

Lieber Dietrich,
„machs gut“, bei unseren „Läufchen“ bist Du immer dabei!

Vorstand des Dresden-Marathon Vereins



Der Benefizlauf des Dresden Marathon e.V. zum Auftakt des 20.Piepenbrock Dresden Marathons zur Unterstützung Dresdner Lauftalente im Maritim Hotel war der bisherige Höhepunkt dieser Veranstaltung!

Rund 30 Gäste und die Ostsächsische Sparkasse, vertreten durch  Herrn Klemmer, spendeten 3.500,- €. Unser Marathonverein hat sich in seinem Jubiläumsjahr mit 600,- € an dieser Aktion beteiligt, so dass die tolle Summe von 4.100,- € zusammenkam.

Ein herzliches Dankeschön an alle für dieses Ergebnis!

Herr Brettschneider eröffnete als Vertreter des Hotels die Veranstaltung nachdem über 30 Teilnehmer eine Zweibrückenrunde über 3 bzw. 5 km durch unsere Innenstadt gelaufen sind.

Herrn Bacher, dem Direktor des Maritim Hotels & Internationalem Congress Center, nochmals unseren Dank für die Unterstützung dieses nun schon traditionellen  Benefizlaufes.

Karl- Heinz Leiteritz, Hagen Melzer und Carsten Ender erinnerten als Weggefährten von Katja Hermann an erfolgreiche Dresdner Laufjahre, die von Katja als Aktive und Trainerin mitgeprägt wurden. Jonathan Schmidt, einer Ihrer erfolgreichsten Schützlinge, sprach von ihrer Begeisterung für das Laufen, ihren unermüdlichen Einsatz für ihre „Schützlinge“ und ihren bewunderungswürdigen Kampf bis zuletzt.

Ihr „Stuhl“ bleibt nicht leer, Herr Haß hat die Trainingsgruppe übernommen und uns in seinem Redebeitrag versichert, dass er im Sinne von Katja Hermann ihre Arbeit weiterführen will und das mit viel Freude und hohem Einsatz.

Die großartigen Ergebnisse der Trainingsgruppe beim 20. Piepenbrock Dresden Marathon lassen uns optimistisch in die Zukunft schauen.

Wir freuen uns schon auf den Benefizlauf 2019 vor dem 21. Dresden Marathon.

Benefizlauf in der Sächsischen Zeitung

Gerald Henzel
Vorsitzender d. Dresden Marathon e. V.



Berlin Marathon 2018

  • 45.000 Läufer starten über die Marathondistanz vom 42,195km
  • Eliud Kipchoge (Kenia) läuft in 02:01:39h neuen Weltrekord
  • Peter Fleischer (Dresden Marathonverein) finisht bei seinem 5. Start in 06:10:22h

Was Peter auf der Strecke erlebt hat, beschreibt er in seinem Bericht den ihr auf seiner Webseite unter folgendem Link findet:

Berlin Marathon 218



Aller zwei Jahre findet am ersten Septemberwochenende im Berliner Grunewald und im Strandbad Wannsee der BerlinMan Triathlon statt. Neben den Kurzdistanzen am Samstag starten am Sonntag ca. 800 Triathleten über die Halbdistanz.

Der BerlinMan stand schon seit Jahren auf meiner Liste von Triathlonveranstatungen, an denen ich teilnehmen wollte. In diesem Jahr war das wieder möglich und so stand ich am 02. September 2018 08.00 Uhr Ufer des Berliner Wannsee’s und wartete auf den Startschuss über die Halbdistanz.

Wie ich diesen schöne Triathlon erlebt habe, könnt ihr in meinem Bericht lesen den ihr unter folgendem Link findet:

BerlinMan Triathlon 2018



Jedes Jahr im Mai findet der Utrabalaton, der längste Lauf in Osteuropa und dank seiner Atmosphäre auch einer der schönsten. Die Strecke kann allein (2018: 229 Einzelstarter) oder als Staffel absolviert werden, wobei die Anzahl der Mitglieder einer Staffel und die Zuordnung zu den Abschnitten von den Mitgliedern der Staffel selbst vorgenommen wird.

Zum wiederholten Mal hat sich Laszlo (vom Dresden Marathon e.V.) um eine Teilnahme am Ultrabalaton gekümmert und 3 Mannschaften zusammengestellt.

Hier ist Peter’s Bericht:

http://www.peter-fleischer.homepage.t-online.de/201805/Ultrabalaton-einmal-um-den-Balaton-2018.html

 



Am 16. Februar 2018 startete ich gemeinsam mit 10 Läufern zum Ultralauf 6.0. Das Ziel im Jahr 2018 sollte nach dem Lauf 2012 wieder meine Geburtsstadt Görlitz sein. Die Strecke führte von Dresden über Bautzen nach Görlitz, wo wir am dritten Tag teilweise auf der Laufstrecke des Europa-Marathons liefen .

Den Bericht mit allen Einzelheiten zum Lauf findet ihr hier: Laufbericht Ultralauf 6.0

 



Unsere sportlichen Jahreshöhepunkte 2017 waren der Kyffhäuser-Marathon den 27 laufende und 3 bikende Vereinsmitglieder bewältigt haben.

Aber das war nicht alles, wir waren 2017 unterwegs über verschiedene Distanzen

Marathon
Jens Handke : OEM, Kyffhäuser, Rennsteig und New York
Reiner Mehlhorn: DD-Marathon, Challenge Roth
Thomas Sperling: Costa Rica, 1. Platz in der AK
Dirk Bölter: Boston
Jens Mathias: Boston
Reiner Striebel: Frankfurt/Main
Peter Fleischer: Berlin
Hartmuth Kohn: DD-Marathon

Ultra Läufe
Jens Handke: 12 h Lauf in Österreich mit 100, 6 km
Hartmuth Kohn: Auf Spuren Wettiner ca. 219 km

Berglauf
Jana Wend Landesmeisterin der AK 40 über 10 km

Bezirksrangliste
Laslo Petraz. 3. Platz AK 60
Reiner Striebel: 5. Platz AK 55
Dirk Bölter 6. Platz AK 55
Dietrich Ewers: 7. Platz AK 75

Stadtrangliste
Holger Kühn: 2. Platz AK 60
Dietrich Ewers: 3.Platz AK 75
Thomas Sperling: 5. Platz AK 50
Laslo Petraz: 6. Platz AK 60

weitere Aktivitäten
Jens Handke: Besteigung Kilimanjaro
Peter Eckstein: Alpenquerung MTB 270 km mit 6700 HM
Jana Wend: HM Island
Peter Hilpert: HM Zypern
Reiner Mehlhorn: IronMan70.3 Strandräuber Rügen
Heike Lutoschka: Bergbezwingung Vulkan Danmavant Nordiran 5671 m
Dietrich Ewers: HM – DD Marathon, 3.Pl AK 75
Gerald  und Birgit Henzel, Mario Schneider, Laslo – Balaton-Staffelrennen



Joe Keibel ist den 19.Piepenbrock Dresden Marathon gelaufen. Seine Eindrücke gibt’s hier:  Marathon4You



In dieser Woche vor 15 Jahren stand das Müglitztal und insbesondere Wesenstein  katastrophal unter Wasser. Um dieser Herausforderung zu gedenken, entstand ein Jahr später die Idee einen Lauf durch das Müglitztal bis nach Dohna durchzuführen. Dieser Müglitztallauf fordert seitdem Jahr für Jahr viel Kraft und Schweiß bei den Läuferinnen und Läufern in schöner Umgebung. Für mich war es die 9. Teilnahme und auch Dietrich und Laslo waren wie in den Vorjahren wieder dabei. Ultimativ ist die „steile Wand“ von Dohna, die wir zum Glück nur zwei Mal bezwingen mussten… nach kurzem Durchatmen über den Marktplatz gingt es dann aber wieder kräftig bergan.

Der Lauf reiht sich, wie viele andere Läufe der Bezirksrangliste ein, als Veranstaltungen die mit Herzblut organisiert sind und unsere sächsische Heimat läuferisch erlebbar machen. Wer mehr wissen will sollte BRL-Dresden googeln.



Elbschwimmen

Am Sonntag trafen sich Dresdner Schwimmer zum mittlerweile 20. Elbschwimmen.

Geboren wurde die Idee 1998 von Dietrich Ewers und Dietmar Hornig (Gründungsmitglieder vom Dresden Marathonverein) um zu zeigen, daß sich die Wasserqualität der Elbe soweit gebessert hatte um darin auch wieder schwimmen zu können. Während dem Aufruf damals ca. 70 Schimmer folgten, waren es in diesem Jahr beachtliche 1629.

©Foto’s: Peter Hilbert, Elbeschwimmen Dresden, Reiner Mehlhorn

Bevor die Strecke vom Blauen Wunder stromabwärts zum ca. 3,5km entfernten Fährgarten Johannstadt freigegeben wurde, gab es die Staffelübergabe an den neuen Chef Daniel Baumann und ein kurzes Aufwärmprogramm mit Eduard Geyer.  Noh ehe Dietrich Ewers den Startschuß geben konnte, waren die 2000 Schwimmer auch schon im Wasser. Was vielleicht auch daran lag, daß es in der Elbe mit 23,1°C wärmer als an Land war 🙂 .

Die ersten waren schon nach 29 Minuten im Fährgarten Johannstadt – alle anderen ließen sich Zeit. Sie genossen den Anblick der Schlösser am Elbhang, der Waldschlösschenbrücke von unten und begrüßten unterwegs die Dampfer der Weißen Flotte.

Nach dem Ausstieg aus der Elbe, der auf Grund der Strömung eine Herausforderung ist, wurden die Erlbenisse im Wasser bei Getränken und Bratwurst ausgewertet.

Das Elbeschwimmen ist zu einer schöne Tradition geworden und zieht immer mehr Teilneher an.

 



Er hat es wieder getan und ist beim 16. Schloss-Triathlon Moritzburg am Sonntag 9.00 Uhr über die Olympische Distanz und 15.00 Uhr über die LandMAXX-Jedermann Distanz gestartet.

Seinen Bericht gibt es auf seiner Webseite www.hartmut-kohn.de



Im dritten Jahr hintereinander sind wieder 14 Sportler aus Dresden und Umgebung (darunter 5 aus dem Dresden-Marathon e.V.) aufgebrochen, um an der großen Ultralauf-Veranstaltung „Ultrabalaton“ in Ungarn teilzunehmen und anschließend noch Weiterlesen ›



Der 28. Mai 2017 stand schon lange in meinen Terminkalender. Den Europamarathon in meiner Geburtstadt lasse ich mir doch nicht entgehen.
Nach einer kurzen Nacht aufgestanden. Für die Anreise wählte ich den Zug (Trilex Bahn). Einfach, unkompliziert und man kann in Ruhe frühstücken.
Nach der Ankunft in Görlitz , kleine Stadtbesichtigung . Wie hat sich nur die Haupteinkaufsstraße verändert…… Rechtzeitig die Startnummer abgeholt.
Zuerst gingen die Handbiker, Inlineskater,Kickbiker und Einradfahrer auf die Piste.
Weiterlesen ›



In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Läuferinnen und Läufer aus Polen bei unserem Dresden Marathon kontinuierlich an. Was liegt da näher, als diesen Trend durch gezielte Werbung zu verstetigen.

So übernahmen wir gerne Weiterlesen ›



Es begann im Sommer 2016 bei einem der vielen lockeren Läufchen mit Dirk im Großen Garten. Da unsere Marathoni-Karriere nun auch schon etwas fortgeschrittener ist, machten wir uns wiedermal Gedanken, welchen Lauf man unbedingt mal absolviert haben sollte. Dabei kommt man natürlich auch am Boston Marathon einfach nicht vorbei, zumal bereits Weiterlesen ›



Hartmut bezwingt mit einer Dreier-Seilschaft den Mount Everest beim 13.METM 2017

Harmtut-MountEverest-25-4-17

Hartmut’s Bericht



Unser Vereinsausflug führte uns in diesem Jahr  nach Bad Frankenhausen. Auf den Spuren Thomas Müntzers und eines Herrn mit rotem langen Bart wollten wir die Laufwege im Kyffhäuser erkunden. Als Rahmen dafür bot sich der Kyffhäuser Berglauf, der in diesem Jahr zum seine 39. Auflage feierte, an. Neben der Marathon- und Halbmarathonstrecke werden Weiterlesen ›



Am 6. April 1913 fand am Fuß der Carolabrücke (heute Prießnitzbrücke) der erste Cross(Mannschafts)lauf in Dresden als Querfeldeinrennen statt, bei dem 74 Viererteams am Start waren. Die Strecke führte über 3,8 km durch den Prießnitzgrund zum Wachgebäude des 2. Grenadier-Regimentes in der Weiterlesen ›



Der guten Tradition, zu Beginn des Laufjahres und in Vorbereitung unseres  Piepenbrock Dresden-Marathons gemeinsam mit dem Dresdner Laufsportladen verdiente Läufer zu würdigen, sind wir Weiterlesen ›



Der Winter ist auf dem Rückzug und mit den ersten Frühlingsboten stehen die ersten Frühjahrsläufe 2017 im Kalender.

Bevor es am 19.März mit dem ersten großen deutschen Straßenlauf des Jahres – dem 27.Internationalen KARSTADT sports Citylauf Dresden – los geht, gibt’s zur Einstimmung drei Weiterlesen ›



Der Termin rückt näher, am 17.-19. 02.2017 startet Hartmut Kohn, zusammen mit einer Guppe von ca. 10 Läufern, zum Ultralauf „Auf den Spuren der Wettiner“.
Am 05. 02. 2017 15.00-17.00Uhr findet dazu im Restaurant Kahnaletto auf dem Theaterkahn/Schiffsbar IDA eine Infoveranstaltung statt. Interessierte Zuhörer sind willkommen.

Weiterlesen ›



Mit dem tradtionellen Lauf zum Silvesterlauftreff der Dresdner Laufgemeinde an der Babisnauer Pappel, einem tollen Blick auf das im Tal liegende Weiterlesen ›



Die Verleihung des          –  SÄCHSISCHEN GOLDES –        für die besten Sachsen und Sächsinnen auf den Strecken 10km, Halbmarathon und Marathon beim 18. Dresden Marathon in Form unserer Meissener Vasen hat sich zu Weiterlesen ›



Unser Piepenbrock Dresden Marathon glänzte bei gutem Laufwetter und mit Streckenrekord in diesem Jahr besonders hell.

Zum guten Gelingen trugen auch wieder die vielen fleißigen Hände in der Tiefgarage bei, die die müden Beine vieler vieler Marathoni wieder in Form brachten.  Insgesamt 46 Schüler/innen der Physiotherapieschulen

Heimerer, Uniklinikum Dresden, Kreische, Pirna und der WADresden

waren über 3 Stunden unermüdlich mit großem Einsatz und Freude und bei bester Stimmung im Einsatz. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken – Ihr wart wieder spitze !!!!!! Auch den Sanitätern vom DRK Danke, die kleinere Wehwehchen sofort behandeln konnten, und natürlich den Läufern, die geduldig warteten und zur guten Stimmung beitrugen.

Wir sehen uns hoffentlich alle am 22.10.2017 zum 19. Dresden Marathon wieder !

Irmtraud Bölter.  Dresden Marathon e.V.



Zum Auftakt des 18. Piepenbrock Dresden Marathons wurde am 22.10.2016 im gewohnten angenehmen Rahmen des Maritim Hotels unsere Benefizveranstaltung zur Förderung von Lauftalenten wiederum ein interessantes Gremium zum Thema- Laufsport in Dresden! Alle Anwesenden, Athleten, Sponsoren, Vereinsmitglieder, Laufveteranen, Trainer und Laufsportveranstalter konnten sich zur Situation und zur Entwicklung der Dresdner Laufszene einbringen.

Katja Hermann, als Repräsentantin einer hoffnungsvollen Trainingsgruppe, sprach zur Verwendung der Spende aus dem vergangenen Jahr. Trainingslager und Wettkampfbeteiligungen im In- und Ausland wurden über die Spenden abgesichert. Sehr gute Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften sind auch ein Ergebnis unsres Einsatzes. Der Sieg von Oliver Rehn im Zehntelmarathon am Tag darauf bestätigt uns und die Arbeit der Trainingsgruppe.

Auch in diesem Jahr konnten Katja Hermann

1.200,- €

übergeben werden.

Für diese tolle Spendenaktion bedanken wir uns ganz herzlich! Besonderer Dank gilt der Ostsächsischen Sparkasse, die durch Herrn Klemmer vertreten war und Herrn Bacher, Direktor des Maritim Hotels, der diese Veranstaltung ermöglicht.

Mein Dank auch unseren Vereinsmitgliedern, die einen nicht unerheblichen Beitrag zu der Spende beigetragen haben.

Gerald Henzel
Vorsitzender d. Dresden Marathon e. V.



Vom 08. – 16. Oktober 2016 war Hartmut zu Fuß und mit dem Rad über 758km von Posznan nach Vilnius unterwegs.  Dabei ist er pro Tag 20-30 km gelaufen und 40-50 km mit dem Fahrrad gefahren.

 

Was er in den 8Tagen erlebt hat erzählt er in seinem Laufbericht auf seiner Webseite www.hartmut-kohn.de



Nach dem gelungenen 18. Piepenbrock Dresden Marathon haben vielleicht einige Vereinsmitglieder Lust bekommen, an einem der größten Marathon Europas teilzunehmen.

Als neuer Randberliner kann ich da Tipps und Hinweise geben, nachdem ich die letzten beiden Jahre teilgenommen habe. Um als Läufer, der nicht zur Elite gehört und auch noch keine 10 Teilnahmen vorweisen kann, am Marathon teilzunehmen, muss man sich dem Losverfahren stellen. Die Anmeldefrist für das Losverfahren endet bereits am 2.11.16. Bis zum Jahresende wird der Organisationsbeitrag von 108 € abgebucht, wenn man im Losverfahren für eine Teilnahme berechtigt wird.

Obwohl der Trubel nicht jedermanns Sache ist, ist es trotzdem ein tolles Erlebnis. Auch als relativ langsamer Läufer hat auch noch nach viel Stunden viel Gleichgesinnte beim Zielleinlauf um sich herum. Ich würde mich freuen, wenn ich nicht der einzige Vertreter unseres Vereines bleibe.



der Dresden Marathonverein lädt am 16.Oktober 2016 10Uhr ein zu einem privaten Lauftreff am Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden. Wir laufen OHNE Zeitvorgabe die ERSTE Runde (21km) oder auch die 10km Runde der Piepenbrock Dresden Marathon-Strecke. Die Strecke ist NICHT gesperrt, wir laufen auf Fußwegen und beachten den Straßenverkehr (Ampeln).

Die Firma CEP wird mit einem Präsentationsstand da sein und euch beim Testen ihrer Produkte beraten.

DD Marathon erste Runde

Treff: 16.Oktober 2016 10Uhr Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden
Ziel: Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden



Am 08.Oktober 2016 fährt Hartmut nach Posznan. Von dort geht es zu Fuß und mit dem Rad über 750km nach Vilnius.  Dabei will er pro Tag 20-30 km laufen und 40-50 km mit dem Fahrrad fahren.

Im DNN-Beitrag vom 13.September schreibt er über die Hintergründe und seine Motivation zu dieser Herausforderung. Wie er die Strecke meistert könnt ihr in Echtzeit auf Racemap beobachten.



Neben dem Laufen bin ich auch Triathlet und startete Ende August beim IronMan70.3 Zell am See über 1,5km Schwimmen, 90km Rad fahren und 21,1km Laufen.

Wie ich die Hitzeschacht bei 35°C und 1300Höhenmetern überstanden habe, könnt ihr in meinem Bericht auf meiner Webseite nachlesen



Laufen für Kinder die nicht mehr laufen können beim Pesterwitzer Spendenlauf beteiligten sich bei schönem Sommerwetter knapp 800 Läuferinnen und Läufer an den Läufen über drei, fünf und zehn Kilometern. Die Veranstalter hatten einen anspruchsvollen Kurs mit ständig wechselnden Untergrund, Gefällestrecken und Anstiegen ausgewählt.

Selbst  August der Starke erschien „um Laufen zu lassen“. Er startete die Läufe und ehrte die Sieger und Platzierten. An der Strecke halfen zahlreiche Streckenposten und eine Erfrischungsstelle dafür, dass jeder das Ziel erreichen konnte.

Über 6.000 Euro Spenden sind beim ersten Pesterwitzer Spendenlauf zusammengekommen.

Unsere Vereinsmitglieder Reiner und Ursula Mehlhorn mit Tochter Anne, Wolfgang Preuße, Hartmut Kohn und Frank Fiedler ließen es sich nicht nehmen für einen guten Zweck zu laufen.

Ausführlich  berichtete das Sachsen Fernsehen über das Event.



Für alle, die gern mal einen Berglauf absolvieren und eventuell einen Kurzurlaub darumherum planen, hier unsere zwei Vorschläge:

Etwas weiter entfernt und auch etwas heftiger ist der Montafon Arlberg Marathon (
https://www.montafon-arlberg-marathon.com/).
Er findet statt – wie der Name sagt – in St. Anton am Arlberg – einer der bekanntesten Skiregionen Österreichs, am ersten Juliwochenende (2017 am 01.07). Übernachtungen bekommt man um diese Zeit hier ausreichend und sogar recht preiswert. Allerdings muss man sich gut überlegen, wo man übernachten möchte, denn es gibt logistische Herausforderungen. Der Veranstalter bietet drei Strecken an: Marathon mit 1.600 Höhenmetern, einen 33 km Trail mit 1.190 Höhenmetern und  einen Einsteiger -16 km -Lauf mit nur 600 HM sowie einen Schülerlauf. Während sich Ralf für die 33 km entschied, kamen für mich nur die 16 km in Frage. Die logistische Herausforderung entstand durch den Startpunkt des Marathons und der 33 km in dem idyllischen Bergdorf Silbertal, welches aber 90 Autokilometer von St. Anton entfernt liegt. Die anderen Starts sowie der Zielpunkt sind im Zentrum von St. Anton. Wir sind am Tag vor dem Lauf angereist und nichts im Ort lies darauf schließen, dass hier am nächsten Tag ein Berglaufevent stattfinden sollte. Erst als wir auf unserer Erkundungspirsch durch die Umhebung am Stadtbad vorbeikamen, sahen wir an der Sport- und Badewelt-Halle eine Ankündigung für die Abholung der Startunterlagen für die in St. Anton startenden Strecken. Startunterlagen für die längeren Strecken und Pastaparty gab es in Silbertal, so dass wir auf die Party verzichtete, denn fast 180 km Autofahrt dafür waren uns zuviel.


Die Info über Abfahrtsort und – zeit für die Shuttelbusse, welche die Marathonstarter am Lauftag nach Silbertal brachten, erfuhren wir auf Nachfrage. Das klappte dann aber perfekt, am Wettkampftag fuhren um 7:15 ab Bahnhof ausreichend Busse, um die Langstreckler zu ihrem Startpunkt zu bringen.


Die 16 km starteten entspannt um 10 Uhr. Wetter war angenehm warm, aber die Regentage zuvor hatten die Laufstrecke in Mitleidenschaft gezogen – besonders auf den langen Distanzen. Hier ging es oft über Stock und Stein, auf schmalen Bergpfanden steil rauf und runter.
Die kurze Strecke  wurde meist auf breiten Wald- bzw. Forstwegen gelaufen, nur zweimal wurde der Pfad trailmäßig schmal und steil. Da war man froh, dass es nicht so viele Teilnehmer gab und diese sich auf der Strecke gut verteilten. Es gab sehr schöne Ausblicke; Markierung und Verpflegung waren in Ordnung. Meine Form war es nicht, daher nahm ich mir die Vorrede des Veranstalters vor dem Start zu Herzen und  genoss die Umgebung. Auch Ralf war nicht restlos glücklich, seine Strecke war wohl länger als 33 km und oft sehr morastig. Im Ziel waren trotzdem alle happy, der Veranstalter hatte einen neuen Teilnehmerrekord. Insgesamt ein sehr schöner, sportlicher und familiärer Wettkampf, ohne viel Lärm und „Zirkus“ in phantastischer Landschaft.

Wer nicht so weit fahren will und einen lieblicheren Berglauf möchte, dem empfehle ich den Ottonenlauf am ersten Augustwochenende im Harz (https://www.ottonenlauf.info/). Man kann sich den Supermarathon mit 69 km von Stiege nach Quedlinburg antun, es gibt aber auch hier einen Marathon (45 km ) und einen Halben mit 26 km.  Der Veranstalter zeigt zwar ein Höhenprofil für die lange Stecke aber keine aufgerechneten Höhenmeter (auch sonst sind die Infos der Website eher spärlich). Wer jedoch den Harz ein bisschen kennt, weiß, dass es von Stiege nach Quedlinburg tendenziell nur nach unten geht – ein paar Hügel dazwischen ausgenommen.
Ralf und ich entschieden uns für Marathon bzw. Halbmarathon. Auch logistisch nicht einfach: Zielort für alle Strecken ist Quedlinburg, der Marathon startet in Alexisbad und der Halbe in Meisdorf. Da wir in Alexisbad wohnten, fand ich zum Glück einen weiteren Halbmarathonstarter, der mich früh ins Schloss Meisdorf mitnahm – öffentlichen Personenverkehr gibt es auf dieser Route am Wochenende nicht. Auch hier alles sehr intim und familiär. Irgendwelche Plakate oder Vorankündigungen, Hinweise zum Startort – Fehlanzeige. Man fragt jemanden, der auch wie ein Läufer aussieht und der weiß dann, wo die Startnummer ausgegeben werden und sich der Start befindet.

Während die Supermarathonis schon um 7:00 Uhr auf die Strecke gingen, hier übrigens Mario Ulbricht und Ulrike Bartz als bekannte Dresdener mit dabei, starteten die übrigen um 10:00 Uhr. Pünktlich zwei Minuten vorher ging noch einmal ein Regenschauer hernieder- zum Glück der einzige für diesen Tag. Die Witterung war optimal kühl, nur für die Langstreckler auf den letzten 6 km ohne Schatten am Nachmittag etwas anstrengender.
Von der Strecke waren wir begeistert. Es ging ständig rauf und runter, aber stets so moderat, dass man alles erlaufen konnte, keine radikalen Anstiege. Sehr schöne Waldpfade, herrliche Aussichten, durch kleine Ortschaften und mehrfach die Selketalbahn querend. Meine Form war besser als am Arlberg und obwohl die Stecke 10 km länger war, waren wir am Ende weniger K.o.. Und es gab einen Streckenrekord bei den Frauen auf der Supermarathonstrecke.
Neben der schönen Strecke war die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Harzer bemerkenswert. Ob die zusätzlichen Wasserstellen an der Kleingartenanlage, der Hinweis eines Autofahrers an eine Läuferin, die falsch abgebogen ist oder die vielen Helfer an Straßenübergängen, Verpflegungspunkten oder im Ziel – natürlich alles ehrenamtlich und sehr herzlich.

Ich bringe hier keine Informationen über Siegerzeiten oder eigene Laufergebnisse und zwar aus zwei Gründen: erstens sind diese Zeiten aufgrund der verschiedenen Streckenlängen und Höhenmeter ohnehin nicht vergleichbar und zweitens haben sie auch für uns keine große Bedeutung. Die Läufe haben Spaß gemacht, sie waren eine Herausforderung, die wir mit gutem Gefühl absolviert haben. Und natürlich gab es hinterher kräftigen Muskelkater.

Viele Grüße, Heike Lutoschka



Kenny und Ricky, 7 Jahre alt, kommen aus Freital-Pesterwitz sind eineiige Zwillinge, gehen in die zweite Klasse und spielen leidenshaftlih gern Fußball. Beide benötigen dringend Hilfe abseits des Fußballfelds im Kampf gegen die erbliche Stoffwechselkrankheit ALD!

Der SV Pesterwitz, in dem beide Jungs Fußball spielen, lädt am 13.August zum 1.Pesterwitzer Spendenlauf ein und will damit Spenden sammeln damit in Zukunft diese Krankheit geheilt werden kann.



Den Termin zum 2. 24 Charity Lauf hatte ich schon lange auf dem Schirm, dienstlich klappte es auch. Also ran an die Detail-Planung. Die Frage war: Wieder ein 11er Team oder ein Offenes?

Die meisten meiner Freunde sind Langläufer. Im 11-Freunde Team kann ja theoretisch jeder ca. 2 Std laufen. Zudem hatte ich Ambitionen auf 42 km + X.

Die ersten Bestätigungen zur Teilnahme in meinem Team kamen schnell. So schnell, dass ich bald ein zweites Team aufmachen konnte. Genau wie im letzten Jahr erstellte ich auf Facebook und auf meiner Website einen Lauf-Zeit-Plan. 13654365_1029618330456618_7000178023478472012_nDer Austausch über Facebook und per Email funktionierte einwandfrei, so dass auch dieses logistische Problem gelöst war.

Jetzt ging es ans Spenden sammeln. Die Suche nach Geld-Spendern war nicht so einfach. Davon ließ ich mich nicht unterkriegen. Jedes meiner Team-Mitglieder war bereit einen finanziellen Eigenbetrag zu leisten. Torsten Eggerichs möchte ich hier besonders hervorheben mit insgesamt 335€ Eigen-Spende. Meine anderen Team-Mitglieder leisteten je nach Laufzeit ihren Beitrag. Seit Jahren laufe ich bei verschiedenen Events im Team der SGK Künzel Schmidt & Partner in Heidenau mit. Durch meine Anfragen hierzu konnte ich das Management überzeugen pro 11 Freunde Team 190€ rundenunabhängig zu spenden. Das ist  eine tolle Sache. 13626440_320594954938416_4197805154974547288_nSo kamen meine beiden Teams zu ihrem Namen: Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 1+2. Torsten Eggerichs stellte privat für beide Teams je einen Pavillon zur Verfügung. Die Feldschlösschen Brauerei übernahm die Getränke Versorgung mit Radler und Bier. Mein Arbeitgeber, das Restaurant Kahnaletto stellte mir ein paar Flaschen Motivations-Prosecco zur Verfügung. Im Rewe-Markt in Klotzsche kauften Torsten und ich Wasser und Apfelschorle ein.

So ausgestattet ging es am Nachmittag in den Sportpark Ostra. Nachdem wir den Team- Bereich aufgebaut hatten, kamen auch schon die ersten Läufer zum geplanten Team- Foto an. 13600226_1029109823840802_4265193750063324982_nDanach ging direkt der Charity Lauf los.

Leonie eröffnete für das Team Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 2. Anne Lux ging für mein erstes Team in das Rennen. Für mich war noch Zeit zum Ausruhen. Torsten hielt als Roadie an der Strecke die Stellung. Durch die ganze Aufregung kam ich nicht zum Schlafen.

Gegen 23.00 Uhr machte ich mich dann so langsam bereit zum Nachtlauf.
Noch schnell was gegessen, Wechselsachen und Eigenverpflegung zum Torsten an die Strecke gebracht. Um 0.04 Uhr löste ich Uwe Weist ab.

Nun ging es für mich mit der Musik von Radio Dresden in die Nacht. Für das Team Kohn/SGK 1 ging Thomas Spannaus ins Rennen für 3 Std. PT, Team Mitglied und Freund Reiner Mehlhorn hatte mir zu einem moderaten Tempo geraten. Die ersten 2-3 Stunden lief es super. Dann schlug die innere Uhr gnadenlos zu.13614968_320594971605081_3512268580249735286_n

Mein Team 1 wechselte in der vereinbarten Zeitplan-Reihenfolge. Neidisch war ich schon auf deren hohes Tempo… Anstecken durfte ich mich aber nicht lassen.

Um 3.00 Uhr stieg für das Team 1 Heiko Heinchen ins Rennen. Ich dagegen zog weiter meine Runden. Musik kam weiter von Radio Dresden. Ulf Kűhne, einer der Einzelstarter absolvierte fleißig seine Runden. Ebenso Susanne Weiher lief beeindruckend in den Morgen. Mal im Gehmodus, mal als Tempomacher. Torsten reichte mir Gel ’s von GU oder Wasser oder Kuchen.

Um 6.00 Uhr legte ich auf Anraten von Kerstin Licht-Schwieck eine kurze Pause ein. Nach einem 30 minütigen Power-Schlaf ging es für mich weiter. Die aufgehende Sonne zeigte meinem Körper einen neuen Tag an, die innere Uhr gab neue Energie frei. Einen Teil wurde ich bei Tante Dixi gleich wieder los.

6.30 Uhr hieß für mich nur noch 2.5 Std bis Leonie. Hurra! Man war das ein Ziel. So verging meine Rundenzeit.

13615484_320595331605045_1049841037614138224_nMeine schweren Outdoor Schuhe tauschte ich gegen ein paar schnelle, leichte Flitzer. Pünktlich wie ein Kahnaletto-Koch war Töchterchen Leonie um 8.45 Uhr da. Eine ganze Stunde wollte sie dann doch nicht laufen. So wechselten wir uns bis kurz vor halb zehn nach jeder Runde ab. Meine Müdigkeit war weg. Tochter und Laufmotivator Leonie gab mir neuen Elan. Ronny Arnold vom Team Laufszene Sachsen & Radio Dresden staunte über meinen Turbo nicht schlecht.

Nach Leonie kam Roy Streicher zu mir auf die Strecke. Bis 10.00 Uhr sprinteten wir im Wechsel über die Tartanbahn. Um 10.00 Uhr gab ich den symbolischen Staffelstab an Beatrice Baumann weiter.

Für mich war das Rennen vorbei. Erstmal. Ob ich in der letzten halben Stunde des Tages noch einmal einsteigen würde. Das wollte ich erst später entscheiden… Ich legte mich für 30 Minuten Turboschlaf aufs Ohr. Danach trieb mich die Kapitänsbinde an die Strecke.

Da liefen sie, die Charity Läufer. In meinen beiden Teams wurde  abgesprochen und regelmäßig  gewechselt. Jens Matthias, der schnellste Steuerberater von Deutschland auf der Marathondistanz, holte für mein zweites Team ein paar zusätzliche Runden raus. Helfer Torsten hatte auch hier ein wachsames Auge.13606994_1719614001627416_6160880302850507551_n

Ich tankte derweilen Kohlenhydrate, verpackt in einem leckeren glutenfreien ,nussfreien Kuchen. Gebacken von Kerstin Licht-Schwieck. Ich gönnte mir noch diese und jene ruhige Minute. Der Countdown für 18.30 Uhr lief so langsam an. Das machte jedoch noch einen Besuch bei No Hei von der Praxis Heidenbluth erforderlich.

Frisch massiert ging es in den Nachmittag. Mein PT Reiner Mehlhorn lief auch seine Stunde in hohem Tempo. Alle fieberten den letzten Power-Runden entgegen. Die Spannung und die Bereitschaft zum Charity Ziel des Events beizutragen stieg.

13600027_1253066708052014_3168234268260765052_nUm 18.30 Uhr setzte das große Sprinten ein. Für das zweite Team Kohn/SGK griffen Felix Herzog, Roy Streicher, Dennis Wobst, Uwe Weist, Leonie Kohn und ich ein. Bei Leonie machte sich das wöchentliche Training beim DSC bezahlt.

Ich hatte bis dato 159 Runden zurückgelegt. Durch die tolle Atmosphäre vor Ort und meines Ultralauf-Training kam ich nochmal 1A zurück. Besonders die Läufer in den blauen T-Shirts spornten mich an. Manchmal konnte ich sogar eine halbe Runde deren Turbo-Tempo mithalten.

Die letzten 3 Minuten brachen heran. Denis Wobst trat an und lies mir noch etwas über 1:45 Min übrig. Für mich war klar letzte Runde für Team 2. So ein Läufer in Blau zog mich aber in 1:30 Min über die 400m. Da freute sich Leonie, denn nun durfte sie die letzte Runde für das Team  laufen.13599898_321231394874772_7797091179430191818_n

Gewonnen hat beim 11 Freunde Team das Team Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 1 mit Annette Nollau, Swen Smigaj, Simone + Heiko Heichen, Sebastian Schliwa, Bernd Mizera, Reiner Mehlhorn, Kerstin Licht-Schwieck, Thomas Spannaus, Daniela Dilling und Torsten Eggerichs. Dicht gefolgt vom zweiten Team der SGK.

Nach der Siegerehrung und dem Team Foto ging es auf die Heimreise.

Zu Hause war dann das Rennen nach dem Verzehr von 450g  Hackepeter endgültig vorbei. Direkt auf der Couch bin ich eingeschlafen.

Danken möchte allen Helfern und Sponsoren die so zum Gelingen des Charityzieles und zum Erfolg meiner Teams beigetragen haben:
SGK in Heidenau, GU, der Feldschlösschen Brauerei, meinem Küchenchef Uwe für die Freistellung, Reiner Mehlhorn für die Trainingspläne, Torsten Eggerichs für seine Arbeit im Vorfeld, als Supporter vor Ort und für sein Equipment, und und…

2017 möchte ich mit 3 Teams antreten. Interessenten können sich schon jetzt bei mir melden.

m.kohn@hotmail.de

Vom 8.10.16 bis 14.10.16 laufe und radle ich von Poznan nach Vilnius. Begleiten wird mich mein Schulfreund und Freund Swen , mit seinem Wohnmobil. Dazu werden noch Unterstützer gesucht.

Vom 17.2-19.2.17 wird der Ultralauf 5.0 “ Auf den Spuren der Wettiner“ von Wettin nach Dresden stattfinden.



Was zuvor als persönliches Pech schien, erweist sich letztlich als Glück. Denn eigentlich ist alles ganz anders geplant, als ich beim Frostwiesenlauf im Spreewald vom Run & Bike-Marathon an den Lausitzer Seen erfahre. Ich finde den Wettkampf ganz spannend. Ein Freund aus Cottbus sagt kurzentschlossen zu, dass wir als Duo in Großräschen bei Senftenberg starten. Also ist alles perfekt für den Wettkampf beim Lausitzer Seenland 100 am 9. Juli.

Doch vier Wochen vorm Start der Tiefschlag. Mein Freund hat sich das Bein verzerrt. Also ist guter Rat teuer. Mein Sohn Sebastian hat sich bereits mit seinem Freund René für den Wettkampf angemeldet. Also fällt er als Partner aus. Ich frage Kollegen und Freunde. Doch keiner hat Zeit. letztlich kommt die Rettung mit einem Anruf bei Dietrich Ewers.  Der fragt unser Vereinsmitglied Mario Schneider. Noch am gleichen Tag die erlösende Mail – er  macht mit und freut sich schon darauf. Der Wettkampf ist gerettet.

Also geht es am 9. Juli mit den Rädern auf dem Dach nach Großräschen. Für uns Läufer eine ungewöhnliche Sache. Eins ist klar: Einer muss laufen, der andere radeln. Doch wie oft und nach wie vielen Kilometern wechseln wir? Diese und viele andere Fragen bewegen uns, als es nachmittags um fünf los geht. Mit einem scharfen Start am neuen Großräschener Hafen beginnt es ganz flott.  Nach einem Stück fragen wir ein Paar, ob wie oft sie denn wechseln. „Jeden Kilometer“, sagt die Frau, die schnell weiter hastet. Wir nehmen uns vor, alle zwei bis drei Kilometer zu übergeben.

Nach dem scharfen Start bin ich froh, als ich mich erstmals auf Fahrrad schwingen kann und mich dann doch etwas erholen kann. Die Strecke ist toll. Zwischen den Bäumen glitzert der Sedlitzer See in der Abendsonne, während mein schneller Teamkollege Mario mit bis zu 15 km/h so manchen Läufer hinter sich lässt. Die nächsten zwei Kilometer sind vorbei. „Hinter der Kurve wechseln wir“, ruft mir Mario zu. Runter vom Rad, das sich Mario schnappt – und  weiter  geht’s. „Zwölf km/h, wir liegen gut“, berichtet Mario, der die Zeit genau im Blick hat. Mitunter wird es auf dem waldgesäumten Radweg eng, wenn ein Duo Seit‘ an Seit‘ radelt und läuft. Doch die Fahrradklingel bahnt uns schnell den Weg.

Bild1: Gespannt sind Mario und Peter vor dem Start im neuen Großräschener Hafen.
Bild2: Glücklich im Ziel. In knapp dreieinhalb Stunden haben wir den Run & Bike-Marathon gemeistert.
Bild3: Nach knapp vier Stunden sind alle glücklich im Ziel. René und Peters Sohn Sebastian (von links) haben es nun auch geschafft.

18 Kilometer, nicht mehr weit bis zum Wendepunkt am Geierswalder See. Das Spitzen-Duo kommt uns schon entgegen. Leicht bergauf, dann wieder bergab. Der Weg schlängelt sich durch die Lausitzer Heidelandschaft am ehemaligen Tagebau-Gebiet. Der Wendepunkt ist in Sicht. Danach der nächste Wechsel. Und so geht es munter weiter.  Nach gut 23 Kilometern kommen uns mein Sohn Sebastian und sein Lauffreund entgegen. „Los, macht hin“, feuern wir sie an. Die Sonne steht schon tief, als wir die nächste Getränkestation erreichen. Salzbrezeln sind gut, rät Mario, der sich nach einigen kräftigen Schlucken wieder das Fahrrad schnappt.  Und so geht es Kilometer für Kilometer weiter.

Plötzlich wird es auf dem Radweg turbulenter. Die laufenden und radelnden Halbmarathonis kommen uns entgegen, die zwei Stunden später gestartet sind. Jetzt ist es nicht mehr weit. „Die drei Stunden dreißig schaffen wir locker“, macht Mario Mut.  Die Strecke spüre ich jetzt doch in den Beinen, auch Mario macht der Rücken zu schaffen. Nur noch anderthalb Kilometer. „Komm Mario, jetzt musst Du noch mal ran“, sage ich. Schließlich ist er der Schnellere in unserem Läufer-Duo. Wir liegen gut in der Zeit. Der Kreisverkehr am Großräschener Hafen kommt in Sicht, kurz danach die Zielgerade. Mit federnden Schritten spurtet Mario nach 3:38:32 Stunden durchs Ziel und reißt die Arme nach oben. Es ist geschafft. Kurz danach liegen wir uns jubelnd in den Armen. Genau eine halbe Stunde später folgt unser zweites Dresdner Run & Bike-Duo meines Sohnes.  Unser Glück ist perfekt. Ein tolles Erlebnis. Das machen wir auf jeden Fall wieder. So unser erstes Fazit, als wir nach Einbruch der Dunkelheit auf der Autobahn nach Hause fahren.



Am 8.7.16 um 19.00 Uhr startet im Sportpark Ostragehege Dresden zum zweiten Mal der  24 h Charity Lauf Dresden der Laufszene Sachsen.

Hartmut Kohn, der fliegende Koch vom Restaurant Kahnaletto, tritt in diesem Jahr mit 2 Teams an.

Im letzten Jahr konnte Marathon- und Ultramarathonläufer Hartmut Kohn verletzungsbedingt selbst nicht teilnehmen.

Das 11-Freunde-Team Kohn gewann in seiner Klasse und möchte den Erfolg für den guten Zweck wiederholen.

Dieses Jahr gibt es zusätzlich das Team Kohn 2 als offenes Team mit Hartmut als Hauptläufer.
Hier stehen daher die genauen Teilnehmer noch nicht endgültig fest. Laufwillige können sich unter m.kohn@hotmail.de gern noch melden.

Jeder bestimmt seine Rundenanzahl selbst. Das Tempo spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Es geht ausschließlich um den Spaß am Laufen, der Teilnahme und die Unterstützung des Charity Zieles der Laufszene Sachsen.

Für sein Team konnte Ultraläufer Kohn schon einen Überraschungsgast gewinnen. Den Namen möchte er jedoch erst am Lauftag bekannt gegeben.
Nur so viel vorab, der Stammbaum des Ü-Gastes reicht weit in die deutsche Geschichte zurück und zeigt anschaulich die Entwicklung von historischen, rheinischen und sagenumwobenen Bösewichten zum Guten.

Marathoni Kohn ist schon im Parkhaus der Uniklinik einen Marathon für den guten Zweck gelaufen. Nach der regulären Marathondistanz war da aber das Ziel erreicht.

Im Sportpark Ostragehege möchten Kohn und seine Freunde natürlich mehr laufen.

Jede Runde auf der 400m-Bahn dient dem Charityziel. Pro gelaufener Runde geht so ein Betrag in den Spendentopf. Den Betrag zahlen Kohn und seine Mitstreiter aus eigener Tasche. Verhandlungen mit Runden-Sponsoren stehen noch aus.

Kontakt zum Teamkapitän Hartmut Kohn über www.hartmut-kohn.de > 24 Std Lauf <oder am Lauftag im Eventbereich.

Trainiert wird Hartmut Kohn von Reiner Mehlhorn.



Ultrabalaton

Nun hat dieses Jahr die zweite Reise von Läufern aus Dresden, Berlin und Umgebung zum Ultrabalaton stattgefunden. Während voriges Jahr „nur“ zwei 6er Teams von uns am Ultrabalaton starteten, waren es dieses Jahr schon drei.

Ich kann kurz berichten, dass wir die 10 Tage ohne Vorkomnisse aber mit vielen Erlebnissen „überstanden“ haben und alle gesund zurückgekehrt sind. Jeder Läufer ist in der Woche zwischen 60 und 100 km gelaufen und manchmal ins Schwitzen gekommen. Wir haben u.a. eine Runde um den größten Binnensee Mitteleuropas gedreht und auch zum höchsten Bergspitze Ungarns (1014 m) hochgelaufen und Städte besucht, die wir bereits während unserer Laufreise nach Skopje (2012) tangiert haben.

Ich „habe keine andere Wahl“, als die Reise auch im nächsten Jahr zu organisieren. Dies mache ich gern und freut mich, dass die meisten, die dabei waren, sich die Strapazen auch im nächten Jahr antun wollen. Natürlich bestand die Reise nicht nur aus Laufen. Wir hatten ausreichend Zeit gehabt, Gasstätten zu besuchen, im Freien zu picknicken und paar schöne Städte Ungarns anzusehen.



Am 5.6. war es endlich wieder soweit.
Meine Heimatstadt rief zum Europamarathon.

Während meine Familie noch schlief> im Hotel Oma/Opa, machte ich mich auf zum Start beim Europamarathon über die Halbmarathondistanz um 9.20 Uhr.

Die Strassensperrungen  wollte ich zu dem noch umfahren.

Auto in der Altstadt geparkt. Verbotsschilder konnte ich keine entdecken….

Dann ab ins Org.Büro meine Startnummer abholen. Das ging fix von Statten.

Um den Rücken und die Beine schön locker zu bekommen, ein paar dementsprechende Übungen gemacht.

Danach gab ich sämtliches Gepäck, Technik(Handy,Polaruhr) sogar meinen Laufrucksack ab.

So war ich frei für den HM in Görlitz.

Reiner Mehlhorn mein Trainer gab mir auf den Weg mit -als weitere Vorbereitung für den Schlosstriathlon – die erste Hälfte locker zu laufen. Und erst in der zweiten Hälfte Wettkampftempo einzulegen.

Vorher bin ich nochmal zum Parkplatz meines Autos gerannt. Dabei sah ich eine Politesse rumgehen.
Mist ich hatte ein kleines Briefchen dran.

Die Dame habe ich darauf angesprochen.
Sie meinte nur Anwohnerparkzone….
Ja. Sie erschien mir ganz nett. ..

Um die 15€ zu sparen, redete ich mit ihr über Sport. Was sonst?.
Laufen war nicht ihr Hobby, nur Inliner und Volleyball.

Dann meine Frage: Können Sie nicht ein Auge