Monatsarchive: Juli 2016

Kenny und Ricky, 7 Jahre alt, kommen aus Freital-Pesterwitz sind eineiige Zwillinge, gehen in die zweite Klasse und spielen leidenshaftlih gern Fußball. Beide benötigen dringend Hilfe abseits des Fußballfelds im Kampf gegen die erbliche Stoffwechselkrankheit ALD!

  • Kenny Ricky
  • Flyer Kenny Ricky
  • Laufstrecke Pesterwitz

Der SV Pesterwitz, in dem beide Jungs Fußball spielen, lädt am 13.August zum 1.Pesterwitzer Spendenlauf ein und will damit Spenden sammeln damit in Zukunft diese Krankheit geheilt werden kann.



Den Termin zum 2. 24 Charity Lauf hatte ich schon lange auf dem Schirm, dienstlich klappte es auch. Also ran an die Detail-Planung. Die Frage war: Wieder ein 11er Team oder ein Offenes?

Die meisten meiner Freunde sind Langläufer. Im 11-Freunde Team kann ja theoretisch jeder ca. 2 Std laufen. Zudem hatte ich Ambitionen auf 42 km + X.

Die ersten Bestätigungen zur Teilnahme in meinem Team kamen schnell. So schnell, dass ich bald ein zweites Team aufmachen konnte. Genau wie im letzten Jahr erstellte ich auf Facebook und auf meiner Website einen Lauf-Zeit-Plan. 13654365_1029618330456618_7000178023478472012_nDer Austausch über Facebook und per Email funktionierte einwandfrei, so dass auch dieses logistische Problem gelöst war.

Jetzt ging es ans Spenden sammeln. Die Suche nach Geld-Spendern war nicht so einfach. Davon ließ ich mich nicht unterkriegen. Jedes meiner Team-Mitglieder war bereit einen finanziellen Eigenbetrag zu leisten. Torsten Eggerichs möchte ich hier besonders hervorheben mit insgesamt 335€ Eigen-Spende. Meine anderen Team-Mitglieder leisteten je nach Laufzeit ihren Beitrag. Seit Jahren laufe ich bei verschiedenen Events im Team der SGK Künzel Schmidt & Partner in Heidenau mit. Durch meine Anfragen hierzu konnte ich das Management überzeugen pro 11 Freunde Team 190€ rundenunabhängig zu spenden. Das ist  eine tolle Sache. 13626440_320594954938416_4197805154974547288_nSo kamen meine beiden Teams zu ihrem Namen: Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 1+2. Torsten Eggerichs stellte privat für beide Teams je einen Pavillon zur Verfügung. Die Feldschlösschen Brauerei übernahm die Getränke Versorgung mit Radler und Bier. Mein Arbeitgeber, das Restaurant Kahnaletto stellte mir ein paar Flaschen Motivations-Prosecco zur Verfügung. Im Rewe-Markt in Klotzsche kauften Torsten und ich Wasser und Apfelschorle ein.

So ausgestattet ging es am Nachmittag in den Sportpark Ostra. Nachdem wir den Team- Bereich aufgebaut hatten, kamen auch schon die ersten Läufer zum geplanten Team- Foto an. 13600226_1029109823840802_4265193750063324982_nDanach ging direkt der Charity Lauf los.

Leonie eröffnete für das Team Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 2. Anne Lux ging für mein erstes Team in das Rennen. Für mich war noch Zeit zum Ausruhen. Torsten hielt als Roadie an der Strecke die Stellung. Durch die ganze Aufregung kam ich nicht zum Schlafen.

Gegen 23.00 Uhr machte ich mich dann so langsam bereit zum Nachtlauf.
Noch schnell was gegessen, Wechselsachen und Eigenverpflegung zum Torsten an die Strecke gebracht. Um 0.04 Uhr löste ich Uwe Weist ab.

Nun ging es für mich mit der Musik von Radio Dresden in die Nacht. Für das Team Kohn/SGK 1 ging Thomas Spannaus ins Rennen für 3 Std. PT, Team Mitglied und Freund Reiner Mehlhorn hatte mir zu einem moderaten Tempo geraten. Die ersten 2-3 Stunden lief es super. Dann schlug die innere Uhr gnadenlos zu.13614968_320594971605081_3512268580249735286_n

Mein Team 1 wechselte in der vereinbarten Zeitplan-Reihenfolge. Neidisch war ich schon auf deren hohes Tempo… Anstecken durfte ich mich aber nicht lassen.

Um 3.00 Uhr stieg für das Team 1 Heiko Heinchen ins Rennen. Ich dagegen zog weiter meine Runden. Musik kam weiter von Radio Dresden. Ulf Kűhne, einer der Einzelstarter absolvierte fleißig seine Runden. Ebenso Susanne Weiher lief beeindruckend in den Morgen. Mal im Gehmodus, mal als Tempomacher. Torsten reichte mir Gel ‘s von GU oder Wasser oder Kuchen.

Um 6.00 Uhr legte ich auf Anraten von Kerstin Licht-Schwieck eine kurze Pause ein. Nach einem 30 minütigen Power-Schlaf ging es für mich weiter. Die aufgehende Sonne zeigte meinem Körper einen neuen Tag an, die innere Uhr gab neue Energie frei. Einen Teil wurde ich bei Tante Dixi gleich wieder los.

6.30 Uhr hieß für mich nur noch 2.5 Std bis Leonie. Hurra! Man war das ein Ziel. So verging meine Rundenzeit.

13615484_320595331605045_1049841037614138224_nMeine schweren Outdoor Schuhe tauschte ich gegen ein paar schnelle, leichte Flitzer. Pünktlich wie ein Kahnaletto-Koch war Töchterchen Leonie um 8.45 Uhr da. Eine ganze Stunde wollte sie dann doch nicht laufen. So wechselten wir uns bis kurz vor halb zehn nach jeder Runde ab. Meine Müdigkeit war weg. Tochter und Laufmotivator Leonie gab mir neuen Elan. Ronny Arnold vom Team Laufszene Sachsen & Radio Dresden staunte über meinen Turbo nicht schlecht.

Nach Leonie kam Roy Streicher zu mir auf die Strecke. Bis 10.00 Uhr sprinteten wir im Wechsel über die Tartanbahn. Um 10.00 Uhr gab ich den symbolischen Staffelstab an Beatrice Baumann weiter.

Für mich war das Rennen vorbei. Erstmal. Ob ich in der letzten halben Stunde des Tages noch einmal einsteigen würde. Das wollte ich erst später entscheiden… Ich legte mich für 30 Minuten Turboschlaf aufs Ohr. Danach trieb mich die Kapitänsbinde an die Strecke.

Da liefen sie, die Charity Läufer. In meinen beiden Teams wurde  abgesprochen und regelmäßig  gewechselt. Jens Matthias, der schnellste Steuerberater von Deutschland auf der Marathondistanz, holte für mein zweites Team ein paar zusätzliche Runden raus. Helfer Torsten hatte auch hier ein wachsames Auge.13606994_1719614001627416_6160880302850507551_n

Ich tankte derweilen Kohlenhydrate, verpackt in einem leckeren glutenfreien ,nussfreien Kuchen. Gebacken von Kerstin Licht-Schwieck. Ich gönnte mir noch diese und jene ruhige Minute. Der Countdown für 18.30 Uhr lief so langsam an. Das machte jedoch noch einen Besuch bei No Hei von der Praxis Heidenbluth erforderlich.

Frisch massiert ging es in den Nachmittag. Mein PT Reiner Mehlhorn lief auch seine Stunde in hohem Tempo. Alle fieberten den letzten Power-Runden entgegen. Die Spannung und die Bereitschaft zum Charity Ziel des Events beizutragen stieg.

13600027_1253066708052014_3168234268260765052_nUm 18.30 Uhr setzte das große Sprinten ein. Für das zweite Team Kohn/SGK griffen Felix Herzog, Roy Streicher, Dennis Wobst, Uwe Weist, Leonie Kohn und ich ein. Bei Leonie machte sich das wöchentliche Training beim DSC bezahlt.

Ich hatte bis dato 159 Runden zurückgelegt. Durch die tolle Atmosphäre vor Ort und meines Ultralauf-Training kam ich nochmal 1A zurück. Besonders die Läufer in den blauen T-Shirts spornten mich an. Manchmal konnte ich sogar eine halbe Runde deren Turbo-Tempo mithalten.

Die letzten 3 Minuten brachen heran. Denis Wobst trat an und lies mir noch etwas über 1:45 Min übrig. Für mich war klar letzte Runde für Team 2. So ein Läufer in Blau zog mich aber in 1:30 Min über die 400m. Da freute sich Leonie, denn nun durfte sie die letzte Runde für das Team  laufen.13599898_321231394874772_7797091179430191818_n

Gewonnen hat beim 11 Freunde Team das Team Kohn/SGK Künzel Schmidt & Partner 1 mit Annette Nollau, Swen Smigaj, Simone + Heiko Heichen, Sebastian Schliwa, Bernd Mizera, Reiner Mehlhorn, Kerstin Licht-Schwieck, Thomas Spannaus, Daniela Dilling und Torsten Eggerichs. Dicht gefolgt vom zweiten Team der SGK.

Nach der Siegerehrung und dem Team Foto ging es auf die Heimreise.

Zu Hause war dann das Rennen nach dem Verzehr von 450g  Hackepeter endgültig vorbei. Direkt auf der Couch bin ich eingeschlafen.

Danken möchte allen Helfern und Sponsoren die so zum Gelingen des Charityzieles und zum Erfolg meiner Teams beigetragen haben:
SGK in Heidenau, GU, der Feldschlösschen Brauerei, meinem Küchenchef Uwe für die Freistellung, Reiner Mehlhorn für die Trainingspläne, Torsten Eggerichs für seine Arbeit im Vorfeld, als Supporter vor Ort und für sein Equipment, und und…

2017 möchte ich mit 3 Teams antreten. Interessenten können sich schon jetzt bei mir melden.

m.kohn@hotmail.de

Vom 8.10.16 bis 14.10.16 laufe und radle ich von Poznan nach Vilnius. Begleiten wird mich mein Schulfreund und Freund Swen , mit seinem Wohnmobil. Dazu werden noch Unterstützer gesucht.

Vom 17.2-19.2.17 wird der Ultralauf 5.0 ” Auf den Spuren der Wettiner” von Wettin nach Dresden stattfinden.



Was zuvor als persönliches Pech schien, erweist sich letztlich als Glück. Denn eigentlich ist alles ganz anders geplant, als ich beim Frostwiesenlauf im Spreewald vom Run & Bike-Marathon an den Lausitzer Seen erfahre. Ich finde den Wettkampf ganz spannend. Ein Freund aus Cottbus sagt kurzentschlossen zu, dass wir als Duo in Großräschen bei Senftenberg starten. Also ist alles perfekt für den Wettkampf beim Lausitzer Seenland 100 am 9. Juli.

Doch vier Wochen vorm Start der Tiefschlag. Mein Freund hat sich das Bein verzerrt. Also ist guter Rat teuer. Mein Sohn Sebastian hat sich bereits mit seinem Freund René für den Wettkampf angemeldet. Also fällt er als Partner aus. Ich frage Kollegen und Freunde. Doch keiner hat Zeit. letztlich kommt die Rettung mit einem Anruf bei Dietrich Ewers.  Der fragt unser Vereinsmitglied Mario Schneider. Noch am gleichen Tag die erlösende Mail – er  macht mit und freut sich schon darauf. Der Wettkampf ist gerettet.

Also geht es am 9. Juli mit den Rädern auf dem Dach nach Großräschen. Für uns Läufer eine ungewöhnliche Sache. Eins ist klar: Einer muss laufen, der andere radeln. Doch wie oft und nach wie vielen Kilometern wechseln wir? Diese und viele andere Fragen bewegen uns, als es nachmittags um fünf los geht. Mit einem scharfen Start am neuen Großräschener Hafen beginnt es ganz flott.  Nach einem Stück fragen wir ein Paar, ob wie oft sie denn wechseln. „Jeden Kilometer“, sagt die Frau, die schnell weiter hastet. Wir nehmen uns vor, alle zwei bis drei Kilometer zu übergeben.

Nach dem scharfen Start bin ich froh, als ich mich erstmals auf Fahrrad schwingen kann und mich dann doch etwas erholen kann. Die Strecke ist toll. Zwischen den Bäumen glitzert der Sedlitzer See in der Abendsonne, während mein schneller Teamkollege Mario mit bis zu 15 km/h so manchen Läufer hinter sich lässt. Die nächsten zwei Kilometer sind vorbei. „Hinter der Kurve wechseln wir“, ruft mir Mario zu. Runter vom Rad, das sich Mario schnappt – und  weiter  geht’s. „Zwölf km/h, wir liegen gut“, berichtet Mario, der die Zeit genau im Blick hat. Mitunter wird es auf dem waldgesäumten Radweg eng, wenn ein Duo Seit‘ an Seit‘ radelt und läuft. Doch die Fahrradklingel bahnt uns schnell den Weg.

  • Gespannt sind Mario und Peter vor dem Start im neuen Großräschener Hafen
  • Glücklich im Ziel. In knapp dreieinhalb Stunden haben wir den Run & Bike-Marathon gemeistert
  • Nach knapp vier Stunden sind alle glücklich im Ziel. René und Peters Sohn Sebastian (von links) haben es nun auch geschafft
Bild1: Gespannt sind Mario und Peter vor dem Start im neuen Großräschener Hafen.
Bild2: Glücklich im Ziel. In knapp dreieinhalb Stunden haben wir den Run & Bike-Marathon gemeistert.
Bild3: Nach knapp vier Stunden sind alle glücklich im Ziel. René und Peters Sohn Sebastian (von links) haben es nun auch geschafft.

18 Kilometer, nicht mehr weit bis zum Wendepunkt am Geierswalder See. Das Spitzen-Duo kommt uns schon entgegen. Leicht bergauf, dann wieder bergab. Der Weg schlängelt sich durch die Lausitzer Heidelandschaft am ehemaligen Tagebau-Gebiet. Der Wendepunkt ist in Sicht. Danach der nächste Wechsel. Und so geht es munter weiter.  Nach gut 23 Kilometern kommen uns mein Sohn Sebastian und sein Lauffreund entgegen. „Los, macht hin“, feuern wir sie an. Die Sonne steht schon tief, als wir die nächste Getränkestation erreichen. Salzbrezeln sind gut, rät Mario, der sich nach einigen kräftigen Schlucken wieder das Fahrrad schnappt.  Und so geht es Kilometer für Kilometer weiter.

Plötzlich wird es auf dem Radweg turbulenter. Die laufenden und radelnden Halbmarathonis kommen uns entgegen, die zwei Stunden später gestartet sind. Jetzt ist es nicht mehr weit. „Die drei Stunden dreißig schaffen wir locker“, macht Mario Mut.  Die Strecke spüre ich jetzt doch in den Beinen, auch Mario macht der Rücken zu schaffen. Nur noch anderthalb Kilometer. „Komm Mario, jetzt musst Du noch mal ran“, sage ich. Schließlich ist er der Schnellere in unserem Läufer-Duo. Wir liegen gut in der Zeit. Der Kreisverkehr am Großräschener Hafen kommt in Sicht, kurz danach die Zielgerade. Mit federnden Schritten spurtet Mario nach 3:38:32 Stunden durchs Ziel und reißt die Arme nach oben. Es ist geschafft. Kurz danach liegen wir uns jubelnd in den Armen. Genau eine halbe Stunde später folgt unser zweites Dresdner Run & Bike-Duo meines Sohnes.  Unser Glück ist perfekt. Ein tolles Erlebnis. Das machen wir auf jeden Fall wieder. So unser erstes Fazit, als wir nach Einbruch der Dunkelheit auf der Autobahn nach Hause fahren.



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Torhäuser Großer Garten
Mittwoch, 27. September 2017
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